Werbung Gaskraftwerke für die Netzstabilität in Portugal trotz des Booms erneuerbarer Energien unverzichtbar Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik 14. August 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Laut GlobalData bleiben Gaskraftwerke in Portugal trotz des Booms erneuerbarer Energien unverzichtbar (WK-intern) – Portugal reduziert rasch seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, doch der Ausbau erneuerbarer Energien belastet die Zuverlässigkeit des Stromnetzes. Dies schürt Befürchtungen, dass Gaskraftwerke länger benötigt werden könnten als ursprünglich geplant. Gaskraftwerke bleiben essenziell, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten – insbesondere bei Flaute, geringer Sonneneinstrahlung oder wasserarmen Perioden –, auch wenn ihre Auslastung voraussichtlich zurückgehen wird. Dies geht aus dem aktuellen Bericht von GlobalData hervor, einer führenden Plattform für Marktanalysen und Produktivitätslösungen. Der Bericht mit dem Titel „Portugal Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035“ zeigt, dass der Strombedarf im Land von 53 TWh im Jahr 2025 auf rund 57,3 TWh im Jahr 2030 steigen wird, während die Kapazitäten für erneuerbare Energien – insbesondere Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraft – stark wachsen. Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Energieanalyst bei GlobalData, kommentiert: „Portugal treibt den Ausbau erneuerbarer Energien in seinen besten Solar- und Windregionen massiv voran. Doch ohne erhebliche Investitionen in Speichertechnologien, Netzverbindungen und flexible, steuerbare Erzeugungskapazitäten könnte das Wachstum sauberer Energien zulasten der Versorgungssicherheit gehen.“ Zu den zentralen Herausforderungen zählen Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren und Netzanschlüssen, Ertragsunsicherheiten für Anbieter von Speichern und Systemdienstleistungen sowie die Anfälligkeit gegenüber Preisschwankungen bei Erdgasimporten. Gleichzeitig ziehen Küstenregionen wie Alentejo und die Algarve Investitionen in Solarenergie an, und hybride Projekte, die Wind- und Solarenergie mit Speichern kombinieren, rücken zunehmend in den Fokus. Portugals Stromsystem gerät durch den raschen Ausbau der erneuerbaren Energien zunehmend unter Druck. Bis Mitte 2025 standen Erzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von fast 30 GVA für den Anschluss an das Übertragungsnetz in der Warteschlange; für weitere 9 GVA war der Netzanschluss bereits genehmigt, die Anlagen waren jedoch noch nicht in Betrieb. Engpässe treten vor allem in sonnenreichen Regionen wie der Algarve auf, wo der Sommertourismus zu Nachfragespitzen in einem Netz führt, das ursprünglich nicht für die heutigen Lastprofile ausgelegt war. Verschärft wird diese Belastung durch langwierige und komplizierte Genehmigungsverfahren. Netzanschlussvereinbarungen können in mehrstufigen Genehmigungsprozessen steckenbleiben, und manche Projektentwickler reichen „Platzhalter-Anträge“ ein, die Kapazitäten blockieren, ohne dass die Projekte unmittelbar realisiert werden. Saibasan ergänzt: „Trotz der Hürden treibt Portugal hybride technische Lösungen und regulatorische Änderungen voran, die die Integration neuer Kapazitäten grundlegend verändern könnten. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt Cavaleira in Estremoz: Dort wird eine Solaranlage in Kombination mit einem Batteriespeicher bereits kommerziell betrieben, wobei das System so ausgelegt ist, dass später Windkraftanlagen ergänzt werden können – und all dies über einen einzigen Netzanschluss.“ Auf politischer Ebene zielt das im Dezember 2025 verabschiedete „European Grids Package“ darauf ab, bürokratische Hürden bei Genehmigungsverfahren abzubauen, Netzanschlussprozesse transparenter zu gestalten und Flexibilitätsoptionen zu erweitern – etwa durch anpassungsfähigere Strukturen bei Differenzverträgen (Contracts for Difference). Parallel dazu stärkt eine neue, im Juli 2026 in Betrieb genommene 1-GW-Verbindungsleitung zwischen Nordportugal und der spanischen Region Galicien die grenzüberschreitende Übertragungskapazität. Dies unterstützt Portugals Ziel, bis 2030 einen Vernetzungsgrad von 15 % zu erreichen. Saibasan fasst zusammen: „Portugal sollte die Modernisierung des Stromnetzes beschleunigen, Anschlussprozesse straffen, Mechanismen zur Kapazitätsvergütung einführen, Anreize für Speicher schaffen sowie die Modernisierung von Wasserkraft- und Pumpspeicherkraftwerken vorantreiben. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte Portugal bis 2035 mehr als 70 % seines Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen, während Gaskraftwerke nur noch bei Spitzenlast zum Einsatz kämen und die Versorgungssicherheit gewahrt bliebe.“ Portugal’s gas-fired plants to remain essential despite renewables surge, says GlobalData Portugal is rapidly moving away from fossil fuel dependence even as its expanding renewables strain grid reliability, spurring concerns that gas plants may still be needed longer than planned. Gas-fired plants will remain essential for firming, especially during low wind, solar lulls, or hydrological shortfalls, even as their utilization is expected to decline. says GlobalData, a leading intelligence and productivity platform. GlobalData’s latest report, “Portugal Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035,” reveals that electricity demand in the country is set to increase from 53TWh in 2025 to about 57.3TWh by 2030, with renewable capacity booming through solar PV, wind, and hydropower. Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Power Analyst at GlobalData, comments: “Portugal is pushing renewables hard in its best solar and wind zones, but without significant investment in storage, grid interconnection, and flexible dispatchable capacity, clean-energy growth may come with reliability trade-offs.” Key challenges include permitting and grid-access delays, revenue uncertainty for storage and ancillary-services providers, and exposure to imported gas-price volatility. Meanwhile, coastal regions such as Alentejo and Algarve are attracting solar investment, and hybrid wind/solar plus storage projects are getting greater attention. Portugal’s power system is coming under increasing pressure as renewable generation expands rapidly. By mid-2025, close to 30GVA of generation projects were queued for connection to the transmission grid, with a further 9GVA already granted access but still not online. Bottlenecks are most visible in high-solar areas such as the Algarve, where summer tourism drives demand spikes on a network that was not built for current load patterns. These stresses are intensified by slow and complicated permitting. Grid-connection agreements can get stuck in multi-step approvals, and some developers submit “placeholder” requests that tie up capacity without building projects right away. Saibasan adds: “Despite the hurdles, Portugal is moving ahead with hybrid technical solutions and regulatory changes that could significantly alter how new capacity is integrated. One example is the Cavaleira project in Estremoz, now operating commercially with solar paired with battery storage and designed to add wind later, all sharing a single grid connection.” On the policy front, the European Grids Package adopted in December 2025 aims to cut permitting friction, make connection processes more transparent, and expand flexibility options, including more adaptable contract-for-difference structures. In parallel, a new 1GW interconnector between northern Portugal and Spain’s Galicia, commissioned in July 2026, strengthens cross-border transfer capability and supports Portugal’s ambition to reach a 15% interconnection level by 2030. Saibasan concludes: “Portugal should look at accelerating grid modernization, streamlining connection processes, implementing capacity remuneration mechanisms, incentivizing storage, and expanding hydropower and pumped storage modernization. If executed, Portugal could deliver over 70% of its electricity from renewables by 2035, while relying on gas only during peak stress and maintaining reliability.” PR: GlobalData Weitere Beiträge:Das Bundeswirtschaftsministerium hat den sechsten Monitoringbericht zum Stand der Energiewende veröf...Wasserstoffhersteller Lhyfe erhält 10 Millionen Euro von Mitsui & Co.New Energy in Husum - Zeigen Sie Ihre Neuigkeiten zur Messe jetzt hier im WK-Journal