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EnBW mit stabiler Entwicklung im ersten Halbjahr 2026

PB: Kennzahlen des EnBW-Konzerns
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Karlsruhe. Nach einem soliden Start in das Geschäftsjahr 2026 setzt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) ihre stabile Entwicklung fort:

  • Adjusted EBITDA von 2,3 Milliarden Euro im Rahmen der Erwartungen
  • Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bestätigt
  • EnBW treibt Transformation des Energiesystems mit hohen Investitionen in Netzausbau und Erneuerbare Energien voran

(WK-intern) – In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat das Unternehmen ein Adjusted EBITDA von 2,3 Milliarden Euro (Vorjahr 2,4 Mrd. Euro) erzielt.

Dazu hat insbesondere ein positiver Geschäftsverlauf im zweiten Quartal beigetragen.

Rund 80 Prozent des Ergebnisses stammen aus risikoarmen Geschäftsbereichen, insbesondere aus dem Netzgeschäft. Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 bleibt unverändert: Die EnBW erwartet weiterhin ein

Adjusted EBITDA in einer Bandbreite von 4,6 bis 5,1 Milliarden Euro.
Thomas Kusterer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand, betont: „Die EnBW befindet sich mitten im größten Investitionsprogramm ihrer Unternehmens-geschichte. Durch unsere integrierte Aufstellung ergibt sich ein hoher Kapitalbedarf entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Mit den Investitionen von heute schaffen wir die Grundlage für die nächste Wachstumsphase und Zukunftsfähigkeit der EnBW. Wir legen damit das Fundament für nachhaltiges Wachstum bei Netzen, Erneuerbaren, disponibler Erzeugung und Kundengeschäft.“

Der auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Adjusted Konzernüberschuss betrug zum Ende des ersten Halbjahres 595 Millionen Euro (Vorjahr 632 Mio. Euro) und entwickelte sich damit im Einklang mit dem operativen Ergebnis.

Weiter hohe Investitionen in den Umbau des Energiesystems
Die Bruttoinvestitionen des EnBW-Konzerns lagen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 bei rund 2,4 Milliarden Euro. Die Mittel flossen vorwiegend in den Ausbau der Strom- und Gasnetze, in Offshore-Windprojekte, wie zum Beispiel den bereits fünften EnBW-Offshorewindpark „He Dreiht“, sowie in den Bau CO2-armer, wasserstofffähiger und flexibel einsetzbarer Gaskraftwerke.

Ein Schwerpunkt der Investitionen ist der Ausbau des Stromübertragungsnetzes. Beim Projekt ULTRANET ist der von der EnBW-Tochter TransnetBW verantwortete Abschnitt bis Philippsburg nahezu vollständig fertiggestellt. Die dort bereits in Betrieb befindliche Konverterstation leistet einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und Systemsicherheit in Baden-Württemberg. Auch beim Projekt SuedLink wurden wichtige Meilensteine erreicht: Die Bauarbeiten für den Konverterstandort in Leingarten haben begonnen und verlaufen planmäßig, sodass eine Inbetriebnahme noch in diesem Jahr vorgesehen ist. Mit dem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens für den letzten Abschnitt befinden sich inzwischen alle acht von TransnetBW verantworteten SuedLink-Abschnitte in der Bauphase.

Mit „He Dreiht“ baut die EnBW in der Nordsee das derzeit größte Offshore-Windprojekt Deutschlands. Der Windpark umfasst 64 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 960 MW und wird künftig grünen Strom für rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte erzeugen. Bis zum Ende des zweiten Quartals wurden bereits 59 Anlagen errichtet und 43 davon ans Netz angeschlossen. Diese verfügen über eine installierte Leistung von 645 MW. Der Abschluss der Installation aller 64 Windkraftanlagen steht in Kürze bevor. In den kommenden Monaten erfolgt die schrittweise vollständige Inbetriebnahme.
Mit dem Zubau von rund 540 MW im ersten Halbjahr 2026 hat sich die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien von 3,7 Gigawatt (GW) im Jahr 2018 auf aktuell rund acht GW mehr als verdoppelt. Die erneuerbaren Energien stellen damit bereits einen Anteil von über 70 Prozent an der installierten Gesamterzeugungskapazität der EnBW.

Und auch die Investitionen in die Elektromobilität zahlen sich aus. Beim Ausbau der Schnellladeinfrastruktur wurden in den letzten sechs Monaten deutliche Fortschritte gemacht. Verbunden damit sind höhere Ladevolumen, die wesentlich auf eine steigende Auslastung der Ladesäulen zurückgehen. Mittlerweile sind deutschlandweit bereits über 9.000 EnBW-Schnellladepunkte in Betrieb.

Ergebnisentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen
Im Segment Systemkritische Infrastruktur, das die Transport- und Verteilnetze für Strom und Gas umfasst, erzielte die EnBW in den ersten sechs Monaten 2026 ein konstantes Adjusted EBITDA von rund 1,3 Milliarden Euro (Vorjahr 1,29 Mrd. Euro). Kontinuierliche Investitionen in den erforderlichen Netzausbau im Zuge der Energiewende führten zu höheren Rückflüssen aus Netzentgelten. Gegenläufig stiegen wachstumsbedingt die Personalaufwendungen.
Das Segment Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur erreichte ein Adjusted EBITDA von 806 Millionen Euro. Das Ergebnis hatte im Vorjahreszeitraum 1,08 Milliarden Euro betragen. Dazu beigetragen haben wie erwartet geringere Erlöse aus der Vermarktung der Erzeugungsmengen sowie der Rückgang der Kohlekraftwerkskapazität, unter anderem aus dem Verkauf des Braunkohlekraftwerks Lippendorf und der Überführung des Steinkohlekraftwerks Heilbronn in die Netzreserve. Zudem ging die Stromproduktion aus Laufwasserkraftwerken aufgrund einer deutschlandweit niedrigen Wasserführung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.

Im Einzelnen:
Im Bereich Erneuerbare Energien lag das Ergebnis bei 495 Millionen Euro (Vorjahr 525 Mio. Euro). Die Entwicklung der Erzeugungsmengen aus Laufwasser, Wind On‑ und Offshore sowie Photovoltaik entsprach dabei dem bundesweiten Trend. Eine geringere Wasserführung belastete das Ergebnis der Laufwasserkraftwerke, während höhere Erzeugungsmengen aus Onshore‑ und Offshore‑Windparks sowie Solarparks positiv wirkten. Im Offshore‑Bereich trugen gegenüber dem Vorjahr verbesserte Windbedingungen und die teilweise Inbetriebnahme von „He Dreiht“ positiv zum Ergebnis bei.
Im Bereich Thermische Erzeugung und Handel lag das Adjusted EBITDA bei 311 Millionen Euro (Vorjahr 556 Mio. Euro). Der Ergebnisrückgang resultierte aus niedrigeren Erzeugungsmengen infolge des planmäßigen Ausscheidens von Braun- und Steinkohlekraftwerkskapazitäten, gesunkenen Margen bei der Vermarktung der Strommengen sowie rückläufigen Erträgen aus dem Handelsgeschäft.

Das Adjusted EBITDA des Segments Intelligente Infrastruktur für Kund*innen lag im ersten Halbjahr bei 309 Millionen Euro und verbesserte sich damit deutlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (233 Mio. Euro). Der Ergebnisanstieg ist wesentlich auf positive Entwicklungen bei Ausbau und Nutzung der Schnellladeinfrastruktur für Elektromobilität zurückzuführen.

PM: EnBW

PB: Kennzahlen des EnBW-Konzerns








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