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Alterric will Markt für Blindleistung effizienter gestalten

PB: Alterric will Markt für Blindleistung effizienter gestalten / ©: Alterric
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Studie sieht Entlastungspotenzial bei Netzentgelten

(WK-intern) – Die marktgestützte Beschaffung von Blindleistung in Deutschland bleibt bislang deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Zu diesem Ergebnis kommt die gemeinsame Studie von Alterric und dem Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting „Volkswirtschaftliche Potenziale marktgestützter Beschaffung von Blindleistung“.

Demnach ist der Markt aktuell fragmentiert, wenig standardisiert und intransparent, was sich direkt auf Effizienz und Kosten im Stromsystem auswirkt.

Blindleistung ist zentral für die Spannungshaltung im Netz

Mit § 12h EnWG hat der Gesetzgeber bereits in 2020 die Weichen für eine marktliche Beschaffung dieser Systemdienstleistung gestellt. In der Praxis ist der Markt jedoch noch jung: Erst seit 2025 werden Ausschreibungen schrittweise in einzelnen Netzregionen durchgeführt. Die Auswertung dieser bisher erfolgten Ausschreibungen zeigt jedoch strukturelle Defizite. Mehr als die Hälfte blieben ohne Zuschlag. Preisobergrenzen variieren stark, und zentrale Informationen wie Abrufmengen fehlen.

Ungenutztes Potenzial zur Senkung der Systemkosten

Werden vorhandene Potenziale dezentraler Anlagen nicht genutzt, müssen Netzbetreiber stärker in eigene, meist teurere Kompensationsanlagen investieren. Da diese Investitionskosten regulär über die Netzentgelte auf die Strompreise umgelegt werden, sorgt ein effizienter Markt für eine direkte Entlastung der Netzkosten für Industrie und private Haushalte.

„Wir sehen, dass der Markt grundsätzlich funktioniert, aber sein Potenzial heute bei weitem noch nicht ausschöpft“, sagt Dr. Frank May, CEO von Alterric. „Wenn wir hier nachschärfen, können wir vorhandene Anlagen besser nutzen und die Kosten im Stromsystem spürbar senken – auch bei den Netzentgelten.“

Die Studie zeigt, dass insbesondere fehlende Standardisierung und geringe Transparenz die Teilnahme von Anbietern erschweren. Kurze Vorlaufzeiten, uneinheitliche Ausschreibungsdesigns und geringe Planungssicherheit begrenzen Investitionen und Wettbewerb. So bleiben vorhandene technische Potenziale ungenutzt, etwa bei der zusätzlichen Blindleistungsbereitstellung aus bestehenden Windparks.

Dr. Henrik Schwaeppe, Studienleiter bei E-Bridge Consulting: „Der Markt für Blindleistung steht noch am Anfang seiner Entwicklung. Erste Ergebnisse sollten daher nicht vorschnell als Maßstab für sein langfristiges Potenzial interpretiert werden.“

Vier Maßnahmen kurzfristig umsetzbar

In der Studie werden 11 konkrete Maßnahmen identifiziert, um die Effizienz des Blindleistungsmarktes zu steigern. Vier davon lassen sich kurzfristig und ohne regulatorische Anpassungen umsetzen:

  • Netzbetreiberübergreifende Standardverträge,
  • Zentrale Veröffentlichung von Ausschreibungen,
  • Voraussichtliche Abrufmengen in Ausschreibungen
  • sowie transparente Veröffentlichung von Ausschreibungsergebnissen, bspw. im Rahmen eines Monitoringberichtes der BNetzA.

Weitere Maßnahmen zielen auf mehr Investitionssicherheit und bessere Planbarkeit, etwa durch längere Ausschreibungszeiträume oder eine vollständige Vergütung der Vorhalteleistung.

Erneuerbare als Systemakteure

Es zeigt sich immer deutlicher, dass erneuerbare Erzeuger heute in der Lage sind, systemrelevante Leistungen verlässlich zu erbringen. Anlagen wie Windparks können Blindleistung mit vergleichsweise geringem Zusatzaufwand bereitstellen und so die für den Industriestandort kritische Stabilität des Stromsystems sichern.

Alterric bringt diese Fähigkeiten bereits praktisch ein: Seit April 2025 liefert das Unternehmen Blindleistung aus einem Portfolio von Windparks und ergänzender Technik und beteiligt sich an entsprechenden Ausschreibungen. Die Erfahrungen aus dem operativen Betrieb sind in die Studie eingeflossen.

Die vollständige Studie „Volkswirtschaftliche Potenziale marktgestützter Beschaffung von Blindleistung“ finden Sie ab dem 12. Juni auf Positionspapiere | Alterric www.alterric.com/politische-interessenvertretung/positionspapiere/

Über Alterric

Alterric entwickelt, projektiert, betreibt und vermarktet Wind- und Hybridparks an Land, insbesondere in Deutschland, Frankreich und Griechenland. Aktuell betreibt das Unternehmen über 2.500 Megawatt installierte Leistung im eigenen Bestand, die Pipeline für neue Projekte umfasst über 11.000 Megawatt.

Als eigenständiger europäischer Energieparkbetreiber ist Alterric überzeugt, dass wettbewerbsfähige Energie aus heimischen erneuerbaren Quellen ein zentraler Standortfaktor für Industrie und Wirtschaft in Europa ist. Bezahlbarer Grünstrom sichert industrielle Wertschöpfung, stärkt die Versorgungssicherheit und macht Europa unabhängiger von Energieimporten. Über 600 erfahrene Expertinnen und Experten arbeiten an 18 Standorten in Deutschland sowie in internationalen Büros in Frankreich und Griechenland daran, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.

Alterric ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Aloys Wobben Stiftung und der EWE AG.

Erfahren Sie mehr über Alterric auf alterric.com

Über E Bridge Consulting

E Bridge Consulting gehört zu den führenden Unternehmensberatungen der europäischen Energiewirtschaft. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Elektrizitäts und Gaswirtschaft und berät Energieversorger, Netzbetreiber, Behörden und öffentliche Institutionen bei strategischen, regulatorischen und technischen Fragestellungen – in Deutschland und europaweit.
Die Stärke von E Bridge liegt in der Kombination aus einem hoch spezialisierten, multidisziplinären Beraterteam, einer umfangreichen und aktuellen Datenbasis sowie einem klaren Verständnis von Beratung als Partnerschaft mit hoher fachlicher Integrität und Verantwortung für eine sichere, wettbewerbsfähige und nachhaltige Energieversorgung.
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PM: Alterric Deutschland GmbH

PB: Alterric will Markt für Blindleistung effizienter gestalten / ©: Alterric








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