Werbung BDEW fordert abgestimmtes Verfahren zwischen BMWE und BNetzA Erneuerbare & Ökologie Solarenergie Windenergie 27. Februar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels BDEW zu Netzpaket und AgNes (WK-intern) – Letzte Woche kamen erste Überlegungen des Bundeswirtschaftsministeriums zu einem sogenannten „Netzpaket“ in die öffentliche Diskussion. Parallel dazu läuft der Abstimmungsprozess zur Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom „AgNes“ mit der Bundesnetzagentur. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung: „Das Ziel ist klar: Bei der Energiewende können und sollen Kosten- und Systemeffizienzpotenziale erkannt und gehoben werden. Ein zentraler Hebel liegt in der Optimierung von Erneuerbaren und Netzausbau. Hierzu liegen eine Reihe von Instrumenten von verschiedener Seite auf dem Tisch: Redispatch-Vorbehalt, flexibler Anschlussvertrag, regional differenzierter Baukostenzuschüsse, dynamischen Netzentgelte auch für Einspeiser. Die Instrumente wirken zum Teil in die gleiche Richtung und müssen in ihrer Wirkung und Kohärenz gesamthaft betrachtet werden. Entscheidend ist, dass die gesetzten Anreize im Sinne der Kosteffizienz wirken und gleichzeitig eine verlässliche Basis für die Finanzierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien bieten. Wenn Banken die Risiken bei Erneuerbaren Energien-, Speicher- und Kraftwerksprojekten nicht mehr gesichert kalkulieren können, würden die Finanzierungskosten drastisch steigen. Es müssen dringend Lösungen gefunden werden, die den Netzausbau beschleunigen, die Netze in Engpassregionen entlasten und gleichzeitig den Erneuerbaren-Ausbau entlang der gesetzlichen Ausbaupfade ermöglichen. Dazu müssen zudem einfach umzusetzende Flexibilitätspotenziale genutzt werden. Fest steht bereits jetzt, dass das Konzept der Bundesnetzagentur zu dynamischen Netzentgelten für Erzeuger und Verbraucher den Praxistest nicht besteht. Der Vorschlag ist gut gemeint, aber überkomplex und nicht geeignet, um die gewünschte Entlastung der Netze herbeizuführen. In dieser Bewertung ist sich die Branche einig. Der Ausbau des Netzes, der Umgang mit Engpässen und der Ausbau der Erneuerbaren ist von größter Dringlichkeit. Die Aufgabe an sich ist schon komplex, die Tatsache, dass wir zwei Taktgeber haben, macht es nicht einfacher. Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur müssen ihre Vorhaben dringend aufeinander abstimmen und mit der Branche den Nutzen und die Umsetzbarkeit besprechen. Wir brauchen eine verlässliche Orchestrierung der weiteren Schritte, ganz im Sinne eines kosteneffizienten Gesamtsystems.“ PM: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. BNetzA und Bundeswirtschaftsministerium sind sich über das Netzpaket noch nicht einig / Foto: HB Weitere Beiträge:Luxemburger Spezialfonds re:cap global investors kauft Windparks in Frankreich und DeutschlandRecyclingstandorte werden nachhaltiger mit CO2-neutralem, regionalem Ökostrom13. Sommerstudium Zukunftsenergien 2014 in Frankfurt (Oder)