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BDEW zum EU-Electrification-Action-Plan


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Verbesserte Rahmenbedingungen statt neuer Quote

(WK-intern) – Die EU-Kommission hat heute ihren Electrification Action Plan vorgelegt.

Dazu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Wir halten ein eigenständiges Elektrifizierungsziel nicht für erforderlich. Entscheidend für Europa ist ein ambitioniertes Ziel für Erneuerbare Energien. Zwar ist für die Energiewirtschaft klar, dass Elektrifizierung ein zentraler Baustein ist, um Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz zusammenzubringen. Doch gelingt Elektrifizierung nicht per Quote, sondern durch die richtigen Rahmenbedingungen und Maßnahmen. Mit wieder neuen Zielen gehen auch Zieldiskussionen und Bürokratie einher, die Zeit und Ressourcen kosten, aber keinen einzigen Prozess transformieren.

Europa muss stattdessen dafür sorgen, dass Strom wettbewerbsfähig ist, fossile Fehlanreize abgebaut werden und der Ausbau von Erneuerbaren, Netzen, Speichern, Flexibilität und Systemintegration schneller vorankommt. Eine sinnvolle Maßnahme auf nationaler Ebene wäre die Senkung der Stromsteuer, wie es der ebenfalls heute veröffentlichte EU-Gesetzgebungsvorschlag zu Netzentgelten und Energiebesteuerung vorschlägt. Dadurch werden strombasierte Alternativen wie E-Autos und Wärmepumpen attraktiver.

Die direkte Elektrifizierung wird sich da durchsetzen, wo sie technisch möglich, energieeffizient und wirtschaftlich sinnvoll ist. Ohne Moleküle wird es jedoch nicht gehen. Erneuerbare und kohlenstoffarme Gase bieten essenzielle Systemfunktionen, sie können Energie speichern und transportieren und stellen eine wichtige Flexibilitätsoption dar. Zudem sind sie etwa bei Hochtemperaturprozessen, bei der stofflichen Nutzung und als Backup-Funktion notwendig. Beide Transformationspfade sind daher komplementär und systemisch zu integrieren.“

PM: BDEW








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