Werbung PIK-Direktor Ottmar Edenhofer zur Reform des Europäischen Emissionshandels Behörden-Mitteilungen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Ökologie Technik 17. Juli 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Die EU-Kommission legte heute ihren Vorschlag für eine Reform des Europäischen Emissionshandels vor, der in der Energiewirtschaft, der energieintensiven Industrie und im europäischen Flugverkehr die CO₂-Emissionen bepreist. (WK-intern) – Hier ist die Bewertung von Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Laut dem Kommissionsvorschlag wird die Ausgabe neuer Ausstoßrechte pro Jahr langsamer reduziert als bislang geplant, es gibt auch länger Gratiszuteilungen an Firmen, die besonders im globalen Wettbewerb stehen – auf der Gegenseite stehen neue Investitionshebel, die die Industriewende beschleunigen sollen. Neu sind auch Gutschriften für Firmen, die CO₂ aus der Atmosphäre holen. PIK-Direktor Ottmar Edenhofer sagt dazu: „Die Kommission reagiert mit ihrem Vorschlag auf die veränderte wirtschaftliche und geopolitische Weltlage. Europas Industrie braucht mehr Flexibilität beim Klimaschutz – aber ebenso einen verlässlichen Rahmen, der Investitionen fördert und Vorreiter nicht benachteiligt. Die zusätzlichen Spielräume ändern nichts am klimapolitischen Gesamtkurs der EU. Vielmehr schafft die Reform Klarheit darüber, welchen Beitrag der Emissionshandel zum Klimaziel 2040 leisten soll.” „Die Öffnung des Emissionshandels für permanente CO₂-Entnahmen aus der Atmosphäre ist ein wichtiger Schritt. Sie schafft erstmals einen glaubwürdigen und langfristigen Investitionsrahmen für CO₂-Entnahmetechnologien in Europa. Gleichzeitig bieten Negativemissionen eine Möglichkeit, schwer vermeidbare Industrieemissionen auszugleichen. Der Emissionshandel wird damit konsequent auf Klimaneutralität ausgerichtet.” “Die Kommission geht bezüglich der Frage, ob die im Paris-Abkommen vorgesehenen internationalen Gutschriften als Anerkennung für Klimaschutz außerhalb der EU in den EU-Emissionshandel integriert werden, bewusst zurückhaltend vor. Das ist angesichts früherer Erfahrungen nachvollziehbar. Europa sollte diese Option aber intensiv im Blick behalten. Klug ausgestaltet kann der Emissionshandel zum Ausgangspunkt einer neuen Generation hochwertiger Klimapartnerschaften werden und die europäische Klimapolitik geopolitisch stärken.” “Mit dem Vorschlag hat die Kommission die Richtung für den Emissionshandel bis 2040 vorgezeichnet. Jetzt entscheiden die politischen Verhandlungen, wie er umgesetzt wird: EU-Parlament und Rat müssen sich auf einen verlässlichen Rahmen einigen, der wirklich ein Aufbruchssignal für die Industrie erzeugt und Investitionen in Klimaneutralität vorantreibt. Die Mitgliedstaaten sind wiederum gefordert, für die Industriewende die Voraussetzungen zu schaffen – etwa durch den Ausbau von Infrastruktur und wettbewerbsfähige Strompreise.“ Weitere Infos Pressemitteilung der EU-Kommission zur Reform des Europäischen Emissionshandels: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_26_1596 Wer wir sind Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist ein unabhängiges, gemeinnütziges Forschungsinstitut, das 1992 gegründet wurde. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die wissenschaftlichen Grenzen der interdisziplinären Klimaforschung für globale Nachhaltigkeit zu erweitern und Wissen und Lösungen für eine sichere und gerechte Klimazukunft beizusteuern. Die rund 500 Beschäftigten des Instituts sind hauptsächlich in Potsdam tätig. Das PIK ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. PM: PIK Weitere Beiträge:Bundesverbandes Solarwirtschaft erwartet Verfünffachung der Großspeicher-KapazitätEEX veröffentlicht Auktionskalender 2016 für die neue gemeinsame EU-AuktionsplattformPI Berlin und SolarBuyer stärken Qualitätsmanagement von der Fabrik bis ins Feld