Werbung BW grün-schwarze Landesregierung will die erneuerbaren Energien ausbauen Erneuerbare & Ökologie Solarenergie Windenergie Windparks 19. Juni 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Südwesten: Positive Zeichen für den Ausbau der Erneuerbaren (WK-intern) – Neue Landesregierung setzt auf Solar, Wind und Co – die Branche liefert Zahlen zu den Potenzialen auf Ebene der Landkreise Umweltministerin Walker präsentiert Eckpunkte der Landesenergiepolitik. Trotz Gegenwind aus der Bundespolitik: Die neue grün-schwarze Landesregierung will die erneuerbaren Energien ausbauen – ob Photovoltaik, Windenergie, Biomasse, Geothermie oder Wasserkraft. Daten für den zielgerichteten und flexiblen Ausbau liefert künftig die Branche der Erneuerbaren Energien selbst: Der neue Energiewenderechner des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) zeigt den Stand und die Potenziale der Energiewende bis auf Landkreisebene. Er wird demnächst in Berlin vorgestellt und ist dann bundesweit nutzbar. Mit dem Energiewenderechner unterstützen BEE und die Plattform Erneuerbare Energien (PEE BW) den Weg für einen zielgerichteten und flexiblen Ausbau der EE. Der BEE hat am Freitag, dem 19. Juni 2026 die Potenziale des Rechners in Stuttgart präsentiert. Umweltministerin Thekla Walker gab einen Überblick über die Eckpunkte der baden-württembergischen Energiepolitik. Gut einen Monat ist die neue grün-schwarze Landesregierung nun im Amt. Hohe Priorität hat der Ausbau von Wind- und Solarenergie, um die Energieversorgung zukunftssicher zu machen. Auch die stärkere Nutzung von Geothermie, Biogas und Wasserstoff und die Integration in das Energiesystem ist geplant. In dem Zuge sollen Netze, Speicher und Flexibilitätsoptionen weiter ausgebaut werden, damit Erzeugung und Verbrauch besser zusammenpassen. Ein wichtiger Baustein ist die Synchronisation des Ausbaus der Erneuerbaren Energien mit dem Netzausbau. Landespolitik will mehr Erneuerbare Energien Zusätzlich soll es eine Taskforce zum Netzausbau geben. Für die Wärmewende sind kommunale Wärmenetze und der verstärkte Einsatz klimafreundlicher Heizlösungen zentrale Punkte. Auch die Elektromobilität wird als wichtiges Zukunftsfeld für den Industriestandort hervorgehoben. „Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir Netze, Speicher, flexible Kraftwerke und eine Industrie, die den Wandel mitgestaltet. Durch erneuerbare Energien spart unsere Wirtschaft langfristig Milliarden ein, wenn wir am konsequenten Ausbau dranbleiben“, erklärte Ministerin Walker. Forderungen der Branche Aus Sicht der PEE BW ist das ein wichtiges Signal für den Umbau der Energieversorgung im Land. „Die Pläne der Landesregierung sind eine gute Basis, um den Ausbau der Erneuerbaren entschlossen voranzubringen“, sagt Jürgen Scheurer, Geschäftsführer der PEE BW. Nun komme es darauf an, den Schwung in konkrete Umsetzung zu übersetzen. Jörg Dürr-Pucher, der Vorsitzende der PEE BW, sieht für das Land Baden-Württemberg vor allem die Aufgabe, zügig eine wirksame Taskforce für den Netzausbau zu etablieren und diesen eng mit dem Ausbau der Erneuerbaren und der Speicher zu verzahnen. „Kurzfristige Fortschritte sind über eine kluge Überbauung von Netzverknüpfungspunkten möglich, mittelfristig über gut platzierte Batteriespeicher auf allen Netzebenen und die Digitalisierung von Umspannwerken und Ortsnetztrafos. Langfristig braucht es deutlich beschleunigte Verfahren für den Netzausbau, damit die Energiewende im Land nicht an der Infrastruktur scheitert“, so Dürr-Pucher Der Bund müsse zudem die politischen Rahmenbedingungen schnell anpassen. „Auf Bundesebene muss das EEG 2027 mit dem Netzpaket die Basis für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren legen und nicht auf die Bremse treten. „Ein Zubau von zehn bis 15 Gigawatt installierter Leistung Windenergie pro Jahr ist erforderlich, dazu 15 bis 20 Gigawatt Photovoltaik pro Jahr. Wir brauchen ein Sonderkontingent für die Windenergie in Baden-Württemberg und Bayern“, fordert Dürr-Pucher. Nötig seien zudem flexible Netzanschlussvereinbarungen statt eines Redispatchvorbehalts, eine massive Beschleunigung des Netzausbaus und mehr Digitalisierung. Zudem müssten Bundesregierung und Bundesnetzagentur das Ausschreibungsvolumen für Windenergie an Land im Jahr 2026 spürbar anheben. Bundesweit liegen zahlreiche Windparkprojekte vollständig geplant und genehmigt vor und könnten kurzfristig in den Bau gehen – doch die aktuell stark überzeichneten Ausschreibungen bremsen den Ausbau aus. Energiewenderechner Regionale Potenziale sichtbar machen Maßgeblich beim Ausbau helfen könnte künftig der neue Energiewenderechner des Bundesverbands Erneuerbare Energie. Das gemeinsam von BEE und Fraunhofer-Instituten entwickelte Tool schafft erstmals eine einheitliche bundesweite Datengrundlage über den Status quo der Erneuerbaren und macht so die Energiewende sicherer planbar. Der Rechner simuliert den möglichen Ausbau erneuerbarer Energien bis auf die Landkreisebene hinunter – stundengenau und auf Basis realer Wetterdaten. So wird sichtbar, was eine Region tatsächlich bereits selbst abdecken kann und wo Ausbau, Netzinfrastruktur und Speicher besser aufeinander abgestimmt werden müssen. Damit wird der Energiewenderechner eine große Leerstelle füllen. Auch aus diesem Grund haben sich mehr als 300 Unterstützer, darunter Unternehmen ebenso wie Verbände und Kommunen für das Projekt engagiert. Der BEE stellt das Tool offiziell demnächst in Berlin vor. Für die PEE BW ist das ein wichtiges Instrument, um Transparenz zu schaffen, Netzkosten zu senken und lokale Akzeptanz zu stärken. In Baden-Württemberg will die PEE BW den Energiewenderechner für Projektentwickler, Kommunen, Netzbetreiber und die Forschung in den Praxiseinsatz bringen. Der Rechner verbessert die Planbarkeit für alle Beteiligten: Projektentwicklungs-Unternehmen können damit prüfen, wo neue Anlagen möglich sind. Landkreise erkennen frühzeitig Zielkonflikte, etwa wenn Ausbauziele nicht zu den ausgewiesenen Flächen passen. Netzbetreiber wiederum erhalten belastbare Eingabedaten für ihre eigenen Szenarien und können diese in digitale Netzmodelle übernehmen. Der Rechner folgt dabei einem systemischen Ansatz, der Erzeugung, Verbrauch und Flexibilitätsoptionen zusammendenkt. Wind und Solar werden nicht gegeneinander ausgespielt, sondern als sich ergänzende Partner verstanden. Auch Bioenergie und Wasserkraft können in einem regional abgestimmten Energiemix eine wichtige Rolle übernehmen. Gerade diese Perspektive ist aus Sicht der PEE BW entscheidend, um die Energiewende verlässlich und wirtschaftlich zu gestalten. 15 Maßnahmen als Leitlinien Die PEE BW hat im April 2026 gemeinsam mit ihren Mitgliedsverbänden 15 Maßnahmen für ein zukunftsfähiges Baden-Württemberg vorgelegt. Im Zentrum stehen ein beschleunigter Ausbau von Windenergie und Photovoltaik, der Umstieg auf klimaschonende Wärme, mehr Elektromobilität und eine stärkere Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr. Ziel sei es, Wirtschaftskraft zu sichern, Energieimporte zu verringern und die Resilienz des Landes zu erhöhen. Zum Maßnahmenpaket: https://erneuerbare-bw.de/de/news/news-einzelansicht/energieversorgung-15-vorschlaege-fuer-ein-zukunftsfaehiges-baden-wuerttemberg Über die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e.V. (PEE BW) ist eine Dachorganisation der Verbände, Unternehmen und Forschungsinstitute aus der Erneuerbaren-Energien-Branche in Baden-Württemberg. Der Verein wurde im März 2019 gegründet und setzt sich für den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien und die sektorenübergreifende Umsetzung der Energiewende in Baden-Württemberg ein. Die Vereinszwecke der Plattform Erneuerbare Energien sind die klimapolitische, industriepolitische und volkswirtschaftliche Bedeutung der Erneuerbaren noch stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, den Vorteil für Verbraucher, Unternehmen und Kommunen darzustellen sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Ausbau der Erneuerbaren aktiv mitzugestalten. PM: Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e.V. PB: Neue Landesregierung setzt auf Solar, Wind und Co – die Branche liefert Zahlen zu den Potenzialen auf Ebene der Landkreise / ©: PEE BW Weitere Beiträge:Neues Produkt zur Detektion von Schäden und Eis an Rotorblättern zertifiziertHusum Wind: Neues Inspektionswerkzeug für Windturbinenschrauben halbiert die Wartungszeit für die Sp...Siemens Energy-Werk in Weiz in der Steiermark verdreifacht Produktionsfläche für Windkraft-Transform...