Werbung Wertermittlungs-Tool auf wind-turbine.com – was es über den deutschen Windparkbestand verrät Finanzierungen Produkte Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 30. Mai 202630. Mai 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Über 1.000 Wertermittlungen in zwei Monaten — eine Auswertung zeigt, welche Anlagen die Branche gerade auf den Prüfstand stellt und wo die strategischen Fragen liegen. (WK-intern) – Ein langjähriger Windparkbetreiber steht vor einer Rechnung, die eigentlich eine strategische Frage ist: Das Angebot für die Getriebeinstandsetzung liegt bei 185.000 Euro, die Anlage hat noch vier Jahre Restlaufzeit, die EEG-Vergütung ist seit 2023 Geschichte. Lohnt sich diese Reparatur — oder wäre das Geld besser in eine Rückbauplanung investiert? Oder, dritte Möglichkeit: Lässt sich der Standort für ein Repowering entwickeln, das die alten Anlagen durch eine einzelne 6-MW-Maschine ersetzt? Um eine dieser Optionen belastbar durchzurechnen, braucht der Betreiber eine Zahl — eine fundierte Indikation, was seine Anlage heute am Markt wert ist. Seit Mitte März 2026 gibt es dafür ein digitales Werkzeug: Das Wertermittlungs-Tool von wind-turbine.com berechnet auf Basis von MaStR-Daten, Ertragsparametern und über fünfzehn Jahren Plattform-Transaktionsdaten eine Wertbandbreite für einzelne Anlagen und komplette Windparks, aktuell noch kostenfrei und ohne Anmeldung. Innerhalb von etwas mehr als zwei Monaten sind über das Tool 1.070 Auswertungen durchgeführt worden. Ihre Verteilung ergibt eine Bestandsaufnahme des deutschen Windparkbestands, wie sie bisher nicht öffentlich verfügbar war. „Als wir das Wertermittlungs-Tool im März gestartet haben, waren unsere Erwartungen deutlich zurückhaltender. Dass inzwischen täglich weit über zehn Windparks und Anlagen bewertet werden, hat uns ehrlich gesagt überrascht. Die Resonanz zeigt aber sehr klar, wie relevant das Thema Verkauf, Weiterbetrieb und Repowering von Windpark-Assets aktuell geworden ist. Viele Betreiber möchten zunächst verstehen: Gibt es überhaupt einen Markt für meinen Windpark und welchen Wert könnte er heute haben?“, so Bernd Weidmann, CEO von wind-turbine.com. Die Altersstruktur: Schwerpunkt frühe Nullerjahre Gut 40 Prozent der Auswertungen entfallen auf Anlagen mit Inbetriebnahmejahren zwischen 2000 und 2007. Der stärkste Jahrgang ist 2001 mit 62 Anfragen, gefolgt von 2002 (60) und 2003 (58). Das sind die Anlagen der ersten EEG-Generation — Maschinen, deren 20-jährige Vergütungsperiode entweder ausgelaufen ist oder in den kommenden Monaten ausläuft. Laut Fachagentur Wind und Solar sind bundesweit rund 10.400 Anlagen älter als 20 Jahre. Windenergieleistung im Umfang von 12,6 Gigawatt hat seit Jahresbeginn 2026 keinen Vergütungsanspruch nach dem EEG mehr. Der Bewertungsbedarf, den das Tool sichtbar macht, hat also einen konkreten Hintergrund: Tausende Betreiber stehen gleichzeitig vor denselben strategischen Fragen wie der eingangs erwähnte Betreiber in Schleswig-Holstein. Gleichzeitig gehen über das Tool auch Anfragen für deutlich jüngere Anlagen ein — 40 Auswertungen für Baujahr 2017, 39 für 2025, 19 für 2026. Das sind typischerweise Anfragen von Käufern und Projektentwicklern, die Akquisitionsziele für institutionelle Investoren prüfen. Hersteller und Anlagentypen: Eine Branchen-Archäologie Enercon-Anlagen führen die Auswertungen mit 346 Bewertungen an — knapp ein Drittel der gesamten Datenbasis. Vestas folgt mit 165, Nordex mit 76, GE Energy mit 45, Senvion mit 41. In der Liste tauchen aber auch Hersteller auf, die längst vom Markt verschwunden sind: NEG Micon (38 Auswertungen), DeWind (30), Bonus (32), Tacke (13), Südwind (10), dazu Einzelfälle wie Nordtank, Enron Wind oder Wind World. Deren Anlagen stehen weiterhin im Bestand und werden bewertet. Für Betreiber und Käufer hat das direkte Konsequenzen: Bei manchen Altanlagen entscheidet die Ersatzteilfrage darüber, ob sich der Weiterbetrieb überhaupt darstellen lässt. Das meistbewertete Einzelmodell ist die Enercon E-40 in der 500-kW-Variante mit 48 Auswertungen — ein echtes „Eisenschwein“, wie derlei robuste Modelle der alten Generation in der Branche liebevoll genannt werden. Das Tool liefert für diesen Klassiker eine konkrete Zahl: Über alle 48 Auswertungen liegt der ermittelte Durchschnittswert bei minus 24.895 Euro. Die kalkulierten Rückbaukosten am Lebensende übersteigen die verbleibenden Cashflows. Auf dem Papier also ein reines Minusgeschäft – das muss man aber jedoch erst einmal wissen. Drei Marktsegmente, drei Realitäten Die Auswertung nach Leistungsklassen zeigt die Spreizung am deutlichsten. Im Segment unter 1,5 MW bewegen sich die Durchschnittswerte zwischen wenigen tausend und knapp 30.000 Euro je Anlage. Im Mittelsegment 2 bis 2,5 MW — mit 218 Auswertungen die größte Einzelklasse — liegt der Durchschnitt bei rund 508.000 Euro. Im oberen Segment ab 3 MW reichen die Werte von 1,6 Millionen bis 7,7 Millionen Euro für Anlagen über sieben Megawatt. Mit der Leistungsklasse wechseln auch die Akteure. Im oberen Segment finden sich institutionelle Investoren, die ganze Portfolios aufbauen. Im Untersegment geht es für Betreiber um eine andere Frage: Rechnet sich der Rückbau, oder erschließt ein Repowering am Standort einen neuen Wert? Die regionale Verteilung Niedersachsen führt mit 168 Auswertungen, gefolgt von NRW (146) und Schleswig-Holstein (140). Zusammen 43 Prozent aller Anfragen. Bemerkenswert: Bayern und Brandenburg liegen mit 63 bzw. 64 Auswertungen nahezu gleichauf — für ein Bundesland, in dem die 10H-Abstandsregelung den Ausbau über Jahre ausbremste, ist die bayerische Bewertungsaktivität ein Signal. Ein geordneter Anlagen-Generationswechsel Die offiziellen Branchenzahlen bestätigen, was sich in den Tool-Daten spiegelt. Im Gesamtjahr 2025 gingen 279 Repowering-Anlagen mit 1.548 Megawatt in Betrieb — knapp 30 Prozent des gesamten Brutto-Leistungszubaus von 5.232 Megawatt. 456 Anlagen mit 631 Megawatt wurden endgültig stillgelegt. Der Großteil der Altanlagen macht Platz für leistungsstärkere Nachfolger am selben Standort. Die ersten 1.070 Auswertungen sind ein strukturierter Blick auf einen Bestand, den die Branche bisher überwiegend nach Bauchgefühl bewertet hat. Mit jeder weiteren Anfrage wird das Bild dichter und die Vergleichswerte belastbarer, wie auch Weidmann bestätigt: „Besonders spannend ist für mich zu sehen, wie stark der Bedarf an belastbaren Vergleichswerten und Erfahrungswerten aus realen Transaktionen inzwischen geworden ist. Verlässliche und verifizierte Daten entwickeln sich zunehmend zum eigentlichen Werttreiber im Markt.“ Genau darin sehe er auch die nächsten Entwicklungsschritte für wind-turbine.com: „Digitale Services aufzubauen auf der Basis belastbarer Daten, die der Branche mehr Transparenz, Vergleichbarkeit und Geschwindigkeit ermöglichen — und das perspektivisch nicht nur in Deutschland, sondern global.“ Wertermittlung starten: MaStR-Nummer eingeben und in wenigen Minuten die Wertbandbreite für Windenergieanlagen oder Windparks erhalten — kostenfrei unter https://www.wind-turbine.com/wertermittlung PM: wind-turbine.com PB: Wertermittlungs-Tool auf wind-turbine.com – was es über den deutschen Windparkbestand verrät Wertermittlungs-Tool Weitere Beiträge:Großprojekt nimmt erste Hürde bei der staatlichen Förderung im Bereich WasserstofftechnologienVestas gibt aktuelle Daten zum Aktienrückkauf-Programm bekanntCollett liefert Enercon E-138-Windkraftanlagen an Dragon LNG-Terminal