Werbung Leitungsbauvorhaben: Elbquerung von Korridor B ist beauftragt Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen Technik Windenergie 6. März 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Amprion verpflichtet die Firmen BEMO Tunnelling und ÖSTU-STETTIN für den Bau der Elbquerung ElbB von Korridor B (WK-intern) – Eine Bau-ARGE aus den Tunnelbau-Unternehmen BEMO Tunnelling GmbH und ÖSTU-STETTIN Hoch- und Tiefbau GmbH erhält den Auftrag zum Bau der Elbquerung „ElbB“ von Korridor B. Für den über fünf Kilometer langen Elbtunnel der Gleichstromverbindung Korridor B hat Amprion den Auftrag für die Bauausführung vergeben. Vorausgegangen ist ein mehrstufiges Vergabeverfahren, an dem sich führende Bauunternehmen aus der D-A-CH-Region beteiligt haben. Das Gesamtauftragsvolumen von ElbB beträgt rund 300 Millionen Euro. „ElbB, ein Schlüsselprojekt von Korridor B, erreicht eine neue Dimension: Der über fünf Kilometer lange Tunnel wird aus tausenden präzise gefertigten Stahlbetonteilen – sogenannten Tübbingen – zusammengesetzt. Der Bau der rund 20 Meter tiefen Elbquerung markiert eine besondere logistische Meisterleistung innerhalb des gesamten Projekts. Ich freue mich, dass wir mit BEMO Tunnelling und ÖSTU-STETTIN ausgewiesene Experten für den Bau von ElbB gewinnen konnten. Besonders wichtig bei der Wahl unserer Auftragnehmer war uns auch die Bewertung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit“, sagt Thomas Hüging, Projektleiter ElbB. „Wir lieben anspruchsvolle Projekte – besonders dann, wenn sie echte Verbindungen schaffen“, so Mario Fankhauser, Geschäftsführer der BEMO Tunneling GmbH. „Unser Leitspruch ‚Building Connections‘ bedeutet beim Projekt ElbB nicht nur Tunnelbau, sondern ebenso Ingenieurbauten und Spezialtiefbau sowie das intelligente Zusammenführen aller Gewerke. Gemeinsam mit unserem ARGE-Partner ÖSTU-STETTIN bündeln wir Erfahrung aus Jahrzehnten, um nachhaltige und technisch durchdachte Lösungen zu realisieren. Unser Anspruch ist klar: komplexe Herausforderungen in Infrastruktur zu verwandeln, die verbindet und langfristig Bestand hat.“ „ElbB ist ein Projekt mit außergewöhnlicher technischer und logistischer Dimension. Der Zuschlag durch Amprion ist für ÖSTU-STETTIN ein klarer Vertrauensbeweis in unsere technische Expertise und Innovationskraft. Wir freuen uns, auch in diesem Projekt unsere Erfahrung in der partnerschaftlichen Abwicklung von Großprojekten einzubringen“, so Harald Pacher, Geschäftsführer von ÖSTU-STETTIN. „Gemeinsam mit BEMO Tunnelling bündeln wir unsere Kompetenzen für die Elbquerung ElbB und werden das Projekt mit höchstem Qualitäts- und Sicherheitsanspruch umsetzen. Frei nach unserem Motto ‚wir bauen alles‘ freuen wir uns darauf, gemeinsam Großes zu schaffen.“ Derzeit beantragt Amprion die bauvorbereitenden Maßnahmen für ElbB, die von der Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG im zweiten Quartal 2026 umgesetzt werden sollen. Der Planfeststellungsbeschluss wird für Ende 2026 erwartet. Sobald dieser vorliegt, kann mit dem Tunnelbau begonnen werden. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 6,5 Jahre. Über Schachtbauwerke in Wewelsfleth (Schleswig-Holstein) und Wischhafen (Niedersachsen) werden nach Fertigstellung von ElbB die Erdkabel für Korridor B eingezogen. Das Gleichstromprojekt Korridor B Korridor B umfasst die Leitungsbauvorhaben Heide/West – Polsum (Nr. 48) und Wilhelmshaven – Hamm (Nr. 49). Sie sind seit 2021 im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) verankert. Die Vorhaben werden in Höchstspannungs-Gleichstrom-Technologie als Erdkabel mit einer Spannung von 525 Kilovolt umgesetzt. Die Übertragungskapazität beträgt insgesamt vier Gigawatt elektrische Leistung (zuzüglich Leerrohrsysteme). Korridor B kann damit den Bedarf von etwa vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen aus klimafreundlich gewonnenem Strom von den Küstenregionen decken. Die Entfernung zwischen den Netzverknüpfungspunkten Heide/West und Polsum beträgt rund 440 Kilometer. Die Netzverknüpfungspunkte Wilhelmshaven und Hamm sind rund 270 Kilometer voneinander entfernt. Korridor B verläuft durch Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Amprion verbindet Die Amprion GmbH ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. Unser 11.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz transportiert Strom in einem Gebiet von der Nordsee bis zu den Alpen. Dort wird ein Drittel der Wirtschaftsleistung Deutschlands erzeugt. Unsere Leitungen sind Lebensadern der Gesellschaft: Sie sichern Arbeitsplätze und Lebensqualität von 29 Millionen Menschen. Wir halten das Netz stabil und sicher – und bereiten den Weg für ein klimaneutrales Energiesystem, indem wir unser Netz ausbauen. Mehr als 3.100 Beschäftigte in Dortmund und an mehr als 30 weiteren Standorten tragen dazu bei, dass die Lichter immer leuchten. Zudem übernehmen wir übergreifende Aufgaben für die Verbundnetze in Deutschland und Europa. PM: Amprion GmbH PB: Gruppenfoto (v. l. n. r.): Reinhard Zenz (ÖSTU-STETTIN, stellv. Geschäftsbereichsleiter Untertagebau), Dr. Hendrik Neumann (Amprion, Chief Technical Officer), Mario Frankhauser (BEMO Tunnelling, Geschäftsführer), Harald Pacher (ÖSTU-STETTIN, Technischer Geschäftsführer), Peter Rüth (Amprion, Chief Financial Officer), Andreas Bichl (BEMO Tunnelling, Standortleiter Hamburg). / ©: Amprion Weitere Beiträge:Antwort auf: In vier Wochen gehen die Lichter ausBWE: Netzpaket europarechtlich unzulässigVDE-Studie zeigt den Weg zum atmenden Stromnetz