Werbung Solar-Branche warnt vor Ausbauknick Erneuerbare & Ökologie Solarenergie Technik 20. August 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Solarleistung erreicht neuen Meilenstein EEG-Zwischenziel für 2026 erreicht Bis 2030 müssen weitere rund 87 Gigawatt Solarleistung hinzukommen BSW-Solar warnt vor Investitionsbremsen und fordert mehr Tempo bei Photovoltaik und Batteriespeichern (WK-intern) – Deutschland hat beim Ausbau der Solarenergie einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die bundesweit installierte Photovoltaik-Leistung hat im August die Marke von 128 Gigawattpeak (GWp) überschritten. Damit ist das im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Ausbauziel für 2026 erreicht. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) sind die nächsten Etappenziele jedoch gefährdet. Der Verband warnt vor einem Ausbauknick infolge geplanter Änderungen der politischen Rahmenbedingungen. Nach einer aktuellen Auswertung des BSW-Solar auf Basis des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur sind inzwischen mehr als sechs Millionen Solarstromanlagen in Deutschland installiert. Solarstrom steuerte bereits 2025 rund ein Fünftel zur deutschen Nettostromerzeugung bei. „Der 128-Gigawatt-Meilenstein ist ein Erfolg. Doch wer daraus schließt, der Solarausbau laufe jetzt von allein, irrt“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Bis 2030 müssen noch rund 87 Gigawatt Solarleistung hinzukommen. Dafür muss das jährliche Ausbautempo steigen statt sinken.“ In den Jahren 2024 und 2025 wurden jeweils rund 17,5 GWp Photovoltaik-Leistung neu installiert. Um das gesetzliche Ausbauziel von 215 GWp im Jahr 2030 zu erreichen, sind in den kommenden Jahren im Durchschnitt rund 20 GWp zusätzlicher Solarleistung jährlich erforderlich. Bereits für 2028 sieht das EEG eine installierte Leistung von 172 GWp vor; bis 2040 sollen es 400 GWp sein. Der BSW-Solar appelliert deshalb an den Bundestag, die vom Bundeskabinett beschlossene EEG-Novelle 2027 und das Netzanschlusspaket im parlamentarischen Verfahren nachzubessern. Insbesondere die geplanten Änderungen der Förderung kleiner PV-Anlagen, die stärkere Verpflichtung zur Direktvermarktung sowie der teilweise Wegfall von Entschädigungszahlungen bei netzbedingten Abregelungen würde nach Einschätzung des Verbandes Investitionen bremsen und das Erreichen der gesetzlichen Ausbauziele gefährden. „An einem starken Ausbau von Photovoltaik und Batteriespeichern führt energie- und klimapolitisch kein Weg vorbei. Investitionen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen“, so Körnig. „Wer jetzt die Bedingungen für neue Solaranlagen verschlechtert, riskiert einen Ausbauknick genau in dem Moment, in dem wir mehr Tempo brauchen. Statt neuer Investitionshürden benötigen wir einen beschleunigten Ausbau von Solarenergie und Speichern.“ Auch Batteriespeicher müssten noch deutlich schneller ausgebaut werden. Sie können Solarstrom aus erzeugungsreichen Stunden aufnehmen, zeitversetzt bereitstellen und damit die Markt- und Netzintegration wachsender Solarstrommengen unterstützen. PM: Bundesverband Solarwirtschaft e. V. PB: Solarwirtschaft begrüßt Vereinfachungen für Speicher / ©: BSW Weitere Beiträge:Versorgungssystem: ZVEH begrüßt BMWi-Eckpunktepapier zu Smart MeteringSachsen: WT Energiesysteme GmbH feiert Richtfest in RiesaWEMAG-Stromspeicher für Umweltpreis nominiert