Werbung Politiker*inne übernehmen noch immer keine Verantwortung für Ahrtalflut-Fehlverhalten und Lachen Mitteilungen Ökologie Verbraucherberatung 15. Juli 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Umfrage: Fünf Jahre nach der Ahrtalflut – viele Bürger*innen fühlen sich nicht ausreichend geschützt Der Abriss von zuvor bestehenden Rückhaltebecken und das Ignorieren von internationalen Warnhinweisen bleibt wie mittlerweile in Deutschland üblich ganz ohne politische Konsequenzen Das Volk fühlt sich alleingelassen und betrogen von sich an Steuergeldern mästenden Politikern (WK-intern) – Fünf Jahre nach der Ahrtalflut ist der Schutz vor Hochwasser weiterhin unzureichend – das sagt ein Großteil der Befragten einer vom BUND beauftragten Umfrage. Auch eine aktuelle BUND-Recherche deckt viele Versäumnisse der Bundesländer im Hochwasserschutz auf. Was hat sich also getan? Nur gut ein Drittel sieht den eigenen Wohnort als ausreichend vorbereitet an 45 Prozent der Befragten fühlen sich an ihrem Wohnort unzureichend geschützt, lediglich 36 Prozent der Menschen halten Bund, Länder und Kommunen für ausreichend auf Hochwasser vorbereitet. Ein deutliches Signal: Hochwasserschutz hat wohl aus Sicht der Bevölkerung vielerorts nicht mehr den gewünschten Stellenwert, wie einst im Kaiserreich als viele Rückhaltebecken gebaut wurden, die von jetzigen Politikern abgerissen sind. Die Aussichten für die Zukunft sind nicht gut: Angetrieben durch klimatische Veränderungen finden Starkregenereignisse immer häufiger statt und sind stärker. Der Wahrscheinlichkeit für gefährliche Hochwasser steigt. Im Land der Häuslebauer und Dämmlebauer – Deutschland baut weiterhin fleißig entlang von Flüssen und Bächen Laut Zahlen des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) wurden zwischen 2019 und 2023 Überschwemmungsgebiete im Umfang von fast 300 Hektar (400 Fußballfeldern) bebaut – trotz Bebauungsverbot. Die geringen Fortschritte, die es durch Deichrückverlegungen gibt, werden durch immer neue Flächenversiegelungen vernichtet. Neu ist das Thema nicht: „Wir müssen den Flüssen ihren Raum lassen“, sagte Helmut Kohl nach der Oder-Katastrophe im Sommer 1997. Fast 30 Jahre später kann man festhalten: Das ist nicht gelungen. BUND-Recherche analysiert 79 Flüsse in Deutschland und deckt Ausgaben der Bundesländer auf Nur etwa ein Prozent der heutigen Auen ist weitestgehend im natürlichen Zustand erhalten geblieben. Auf 43 Prozent der Fläche ehemaliger Auen ist heute Grünland zu finden, gefolgt von Ackerland mit 26 Prozent. Sieben Prozent dienen als Siedlungs-, Verkehrs- und Gewerbefläche. Das sind die Flächen, die bei Hochwasser die meisten Schäden hervorrufen. Wie sehr die Flüsse in Ihrem Bundesland eingeengt sind, sehen Sie in der gesamten Recherche. Dabei gibt Deutschland viel Geld für den Hochwasserschutz aus: Zwischen 2014 und 2024 flossen im Durchschnitt rund 301 Millionen Euro pro Jahr in Deiche und andere technische Maßnahmen. Dagegen wurden nur rund sieben Millionen Euro in Deichrückverlegungen investiert – eine wichtige Maßnahme im ökologischen Hochwasserschutz. Fazit der BUND-Recherche Bund, Länder und Kommunen investieren vor allem in technischen Hochwasserschutz. Dieser ist teurer als ökologischer Hochwasserschutz, der richtig umgesetzt Hochwasserkatastrophen vermeiden oder abschwächen kann und gleichzeitig der Natur und Umwelt hilft. Wie Hochwasser entsteht, was mit technischen und ökologischen Hochwasserschutz gemeint ist und welche Maßnahmen besonders gut sind, erfahren Sie hier. Mehr Informationen Alles über das Thema Hochwasser BUND-Recherche: So steht es um Deutschlands Hochwasserschutz https://www.deutschlandfunk.de/laschets-lachen-im-hochwassergebiet-warum-ueber-den-fauxpas-100.html PM: BUND PB: Eine verheerende Katastrophe: Hochwasser im Ahrtal 2021 (Christoph Hardt/Geisler-Fotopress / picture alliance) / ©: BUND Weitere Beiträge:Ex-NABU-Präsident Flasbarth wird Chef der bundeseigenen (ATOM-)Zwischenlager-Gesellschaft BGZ Am 15. Juni feiert die Windindustrie den jährlichen Global Wind DaySiemens-Softwarelösung unterstützt Städte bei der Verbesserung der Luftqualität