Werbung Zu wenig Strom für Klimaanlagen trotz Überschuss durch PV-Strom Erneuerbare & Ökologie Ökologie Technik 6. Juli 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Hitzewellen in Städten: Die beste Klimaanlage wächst aus dem Boden (WK-intern) – BdB: Mehr große Bäume statt teurer Einzelmaßnahmen – Stadtgrün wirksam, langfristig und wirtschaftlich Selbst im sonnigen und trockenem Hitzerekordsommer 2026 ist nicht genug Strom für Klimaanlagen vorhanden, was soll erst werden wenn der Sommer vorbei ist und Strom für Wärmepumpen gebraucht wird? Die aktuelle Hitzewelle hat erneut deutlich gemacht, vor welchen Herausforderungen Städte und Gemeinden künftig stehen. Während vielerorts über zusätzliche Kühlräume, technische Lösungen und kurzfristige Schutzmaßnahmen diskutiert wird, weist der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. auf die wirksamste, nachhaltigste und zugleich wirtschaftlichste Maßnahme hin: mehr große Bäume im urbanen Raum. „Der beste Hitzeschutz für Städte wächst seit Jahrhunderten direkt vor unserer Haustür“, erklärt BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl,. „Große Bäume spenden Schatten, senken die Umgebungstemperatur, verbessern die Luftqualität und erhöhen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Kein Kälteraum kann die flächendeckende Wirkung eines gesunden Stadtbaumbestandes ersetzen.“ Anders als punktuelle Maßnahmen entfalten Straßen- und Parkbäume ihre Wirkung überall dort, wo Menschen leben, arbeiten und sich bewegen. Sie kühlen nicht nur einzelne Orte, sondern ganze Quartiere. Besonders während längerer Hitzeperioden wird die Bedeutung beschatteter Wege, Plätze und Aufenthaltsflächen immer deutlicher. Der BdB appelliert daher an Bund, Länder und Kommunen, die Pflanzung von Stadtbäumen konsequent auszubauen und bestehende Hindernisse kritisch zu überprüfen. Dazu gehören insbesondere hohe technische Vorgaben und Standards, die Neupflanzungen oftmals unnötig verteuern und damit die Zahl möglicher Pflanzungen begrenzen. Hier kann man zur Not auch über eine Lösung in großen Pflanzkübeln nachdenken, bevor man Leitungen umlegt und schlechten Boden unter dem aufgerissenen Asphalt aufwendig und teuer auszutauschen. „Natürlich benötigen Stadtbäume geeignete Standorte und ausreichend Wasser. Doch angesichts der zunehmenden Klimabelastungen sollten pragmatische Lösungen Vorrang haben. Lieber pflanzen wir mehr Bäume und schaffen schnell mehr Schatten, als dass überzogene Anforderungen zahlreiche Projekte verhindern“, so Markus Guhl. Gleichzeitig verweist der BdB auf die enorme Vielfalt geeigneter Baumarten. Für die Zukunft der Städte werde die gesamte Bandbreite des verfügbaren Sortiments benötigt – heimische ebenso wie nichtheimische Arten. Entscheidend sei ihre Eignung für die jeweiligen Standorte sowie ihre Anpassungsfähigkeit an Trockenheit, Hitze und veränderte Klimabedingungen. Auch die Bewässerung von Stadtbäumen müsse als Investition in die kommunale Daseinsvorsorge verstanden werden. Die Kosten für Pflege und Wasserversorgung seien gering im Vergleich zu den volkswirtschaftlichen Schäden durch Hitzebelastung, sinkende Lebensqualität und gesundheitliche Risiken. Der Bund deutscher Baumschulen fordert deshalb eine deutliche Beschleunigung bei der Begrünung von Städten und Gemeinden. Jeder neu gepflanzte Baum sei ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, zur Klimaanpassung und zur Lebensqualität kommender Generationen. „Wenn wir unsere Städte wirksam vor Hitze schützen wollen, brauchen wir nicht weniger, sondern deutlich mehr große Bäume. Sie sind die natürlichste, wirksamste und langfristig wirtschaftlichste Klimaanlage, die wir haben“, betont Markus Guhl. PM: Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. Typischer Hitzerekordsommer 2026 / Foto: HB Weitere Beiträge:BEE: Klimafreundliche Mobilität braucht mehr DynamikGemeinsamen Initiative: Erneuerbare Energiewende Jetzt! - Kundgebung ab 13.30 UhrForschungsprojekt REGEES untersucht Marktdesign & Netzbetriebsführung für die Stromnetze der Zukunft