Werbung 17. WindEnergy trend:index: Gedämpfte Stimmung in der Windindustrie Finanzierungen Offshore Produkte Techniken-Windkraft Veranstaltungen Windenergie WindEnergy Hamburg Windparks Wirtschaft 11. Juni 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Deutschland und Europa verlieren weiter an Dynamik, Nordamerika schwächste Region (WK-intern) – Die aktuelle Ausgabe des WindEnergy trend:index (WEtix) zeigt gegenüber der Befragung aus dem vierten Quartal 2025 in vielen Segmenten erneut rückläufige Bewertungen. Die Windindustrie blickt weiterhin grundsätzlich positiv auf die Entwicklung der Märkte, bewertet die aktuelle Dynamik jedoch deutlich vorsichtiger als noch vor einem halben Jahr. Während Asien weiterhin die besten Bewertungen erzielt, verliert auch dort die Stimmung spürbar an Dynamik. Deutschland und Europa bewegen sich in mehreren Onshore- und Offshore-Indikatoren nur noch knapp oberhalb des neutralen Indexwerts. Nordamerika bleibt durch die aktuellen Rahmenbedingungen die mit Abstand schwächste Region und wird in nahezu allen betrachteten Segmenten negativ bewertet. Deutschland und Europa mit angezogener Handbremse Die aktuelle Befragung zeigt über Onshore- und Offshore-Windenergie hinweg ein insgesamt positives, jedoch deutlich abgeschwächtes Stimmungsbild. Deutschland und Europa verlieren gegenüber der vorherigen Erhebung klar an Dynamik. Mehrere Markt- und Rahmenbedingungsindikatoren fallen spürbar zurück und liegen teilweise nur noch knapp im positiven beziehungsweise neutralen Bereich. Auch Europa bleibt insgesamt positiv bewertet, verzeichnet jedoch sowohl im Onshore- als auch im Offshore-Bereich eine deutliche Abschwächung. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Branche zwar weiterhin von Wachstum ausgeht, die aktuellen Rahmenbedingungen jedoch zunehmend kritischer bewertet. Abbildung 1: Bewertung des globalen Markts für die Offshore-Windenergie in den kommenden zwölf Monaten Asien bleibt Spitzenreiter – Nordamerika bleibt Schlusslicht Asien erreicht weiterhin die höchsten Bewertungen aller betrachteten Regionen. Gegenüber der vorherigen Befragung zeigt sich jedoch auch hier eine deutliche Eintrübung der Erwartungen. Der „Rest der Welt“ bleibt ebenfalls positiv bewertet, weist jedoch schwächere Einschätzungen auf als noch Ende 2025. Nordamerika ist dagegen der klare negative Ausreißer. Die Bewertungen liegen in nahezu allen untersuchten Segmenten unterhalb des neutralen Indexwerts. Die Befragten sehen insbesondere die veränderten energie- und umweltpolitischen Rahmenbedingungen als Belastungsfaktor für die weitere Entwicklung der Windenergiebranche in der Region. Rahmenbedingungen bleiben zentrale Herausforderung Die Ergebnisse machen deutlich, dass politische Zielsetzungen allein nicht ausreichen, um die notwendige Dynamik beim Ausbau der Windenergie zu gewährleisten. Aus Sicht der Befragten bleiben vornehmlich Genehmigungsverfahren, Netzausbau, Investitionssicherheit und belastbare Lieferketten die zentralen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Marktentwicklung. Diese Faktoren werden weiterhin als die wichtigsten Bremsen für den Ausbau der Windenergie identifiziert. Abbildung 2: Bewertung der aktuellen Entwicklung der Rahmenbedingungen für die Onshore-Windenergie Erwartete Turbinengrößen stabilisieren sich Die Erwartungen an die Leistung neu installierter Windenergieanlagen bis zum Jahr 2030 haben sich gegenüber den vergangenen Erhebungen weitgehend stabilisiert. Für Onshore-Windenergieanlagen erwarten die Befragten weiterhin durchschnittlich rund 8,3 Megawatt pro Anlage. Im Offshore-Bereich wird eine durchschnittliche Leistung von rund 19,1 Megawatt erwartet und damit leicht weniger als in den vorherigen Befragungen. Das zuvor starke Wachstum der erwarteten Turbinengrößen flacht damit weiter ab. Die Branche orientiert sich zunehmend an wirtschaftlich tragfähigen und technisch bewährten Anlagengrößen. Abbildung 3: Einschätzung der Turbinengröße von Offshore-Windenergieanlagen im Jahr 2030 Regionale Wertschöpfung rückt stärker in den Fokus Ergänzend wurden die Erwartungen hinsichtlich des inländischen beziehungsweise kontinentalen Wertschöpfungsanteils untersucht. Dabei werden Asien und Europa von den Befragten deutlich stärker eingeschätzt als Nordamerika und der „Rest der Welt“. Für Deutschland zeigt die Befragung ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis zwischen erwartetem inländischem und ausländischem Wertschöpfungsanteil. Die Ergebnisse unterstreichen damit die zunehmende Bedeutung regionaler Lieferketten und lokaler Wertschöpfung für die Wettbewerbsfähigkeit der Windenergieindustrie. Abbildung 4: Einschätzung der inländischen/kontinentalen Wertschöpfungsanteile der Offshore-Windenergie im Jahr 2030 Breite Beteiligung aus allen Teilen der Wertschöpfungskette Im Rahmen der aktuellen Umfrage haben von Mitte März bis Anfang Mai 2026 insgesamt 718 Personen an der Befragung teilgenommen. Davon haben 399 Teilnehmende den Fragebogen vollständig beziehungsweise nahezu vollständig beantwortet. Die Befragten decken erneut ein breites Spektrum der Windenergie-Wertschöpfungskette ab und sorgen für ein repräsentatives Bild der weltweiten Onshore- und Offshore-Windindustrie. Zum WindEnergy trend:index Der WindEnergy trend:index ist ein Stimmungsbarometer für die Branche, das von der WindEnergy Hamburg, der globalen Leitmesse für die Windenergie, in Zusammenarbeit mit wind:research, einem der führenden Marktforschungsinstitute für Windenergie, erstellt wird. Die Befragung fokussiert dabei die Untersuchung der Potenziale in der Windenergie im On- und Offshore-Bereich. Im Rahmen der aktuellen Umfrage haben von Mitte März bis Anfang Mai 2026 mehr als 700 Personen ihre Einschätzung zu den Entwicklungen der weltweiten On- und Offshore-Windindustrie abgegeben. Der WEtix umfasst alle weltweiten On- und Offshore-Regionen. Als Marktregionen wurden Deutschland, Europa (inkl. DE), Nordamerika, Asien und der „Rest der Welt“ definiert. Rund 19 % der Teilnehmenden arbeiten ausschließlich im Offshore-Bereich, während ca. 42 % überwiegend im Onshore-Bereich aktiv sind. Etwa 32 % fokussieren sich sowohl auf Onshore als auch Offshore. Unternehmen, die in dem Bereich „Sonstige“ (5 %) angesiedelt sind, stammen z.B. aus den Branchen Wasserstoff und Photovoltaik. Der WEtix findet seit der 15. Ausgabe zusätzlich in spanischer Sprache statt. Über wind:research: Das Marktforschungsinstitut wind:research liefert mit Marktstudien und Analysen sowie Gutachten bis hin zu M&A-Leistungen für die Windenergie detaillierte Ansätze zur Strategieentwicklung für Energieversorger, Projektentwickler, Betreiber, Hersteller von Komponenten und Anlagen sowie für Kommunen, Länder und Bund. Zudem bietet es wöchentliche Clippings zu einem weiten Themenspektrum, zum Beispiel auch Wasserstoff. Weitere Informationen: www.windresearch.de Über die WindEnergy Hamburg Die WindEnergy Hamburg, die Weltleitmesse der Windenergiebranche, wird vom 22. bis 25. September 2026 erneut zum zentralen Networking-Hub für Experten, Unternehmen und Investoren aus der ganzen Welt: Im Herzen der pulsierenden Hansestadt präsentieren mehr als 1.600 Unternehmen aus rund 40 Ländern auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress in elf Hallen den 43.000 Teilnehmenden aus rund 100 Ländern ihre Innovationen und Lösungen. Anlagenhersteller und Zulieferer entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Onshore- und Offshore-Windenergie geben auf 83.000 m² einen umfassenden Marktüberblick. Mit einem neuen Expo-Bereich Energy Storage in einer eigenen Halle (A2) auf rund 3.600 Quadratmetern rückt das Thema Speichertechnologie in den Fokus der Weltleitmesse. Begleitet wird die Messe von frei zugänglichen und hochkarätig besetzten Konferenz-Sessions zu allen Schwerpunktthemen, die die Branche bewegen. Das Team der WindEnergy Hamburg gestaltet dieses kostenlose Konferenzprogramm mit über 300 Top-Speakern auf fünf Open Stages gemeinsam mit seinen Partnern, unter anderem dem globalen Windenergieverband GWEC, dem europäischen Verband WindEurope, den nationalen Verbänden VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und BWE (Bundesverband WindEnergie) sowie führenden Medien und Unternehmen der Branche. Öffnungszeiten und weitere Informationen Die WindEnergy Hamburg 2026 ist von Dienstag, 22. September, bis Donnerstag, 24. September, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr sowie am Freitag, 25. September, von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Der Zutritt ist über die Eingänge Messeplatz (Mitte), St. Petersburger Straße (Ost), Karolinenstraße (Süd) und Lagerstraße (West) möglich. Für alle Besuchenden, die ein Online-Ticket besitzen, ist die Weltleitmesse noch nachhaltiger zu erreichen: Jedes online gekaufte Besucherticket enthält ein Ticket für die An- und Abreise im Hamburger Nahverkehr. Weitere Informationen sowie Fotos und Pressemeldungen zum Download gibt es auf Join the global on & offshore event – WindEnergy Hamburg sowie auf LinkedIn und Instagram PM: Hamburg Messe und Congress GmbH PB: WindEnergy Hamburg Weitere Beiträge:Nordex erhält aus Irland den bisher größten Auftrag, Bord Gais Energy bestellt 17 N90/2500-TurbinenErneuerbare lassen die fossilen Energieträger bereits 2030 hinter sichAalen - Windenergie in Suchräume werden geprüft