Werbung Wattenmeerkonferenz: Nullnutzungszonen für den Nationalpark Wattenmeer Behörden-Mitteilungen Ökologie Veranstaltungen 29. Mai 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Zur internationalen Wattenmeerkonferenz zieht Tobias Goldschmidt ein gemischtes Fazit und fordert marine Ranger und mehr Nullnutzungszonen für den Nationalpark Wattenmeer (WK-intern) – „Nach 40 Jahren Nationalpark Wattenmeer ist viel erreicht, aber noch ebenso viel zu tun. Der Anstieg des Meeresspiegels ist eine massive Bedrohung, und der Weltnaturerbestatus ist auf dem Prüfstand. Wir müssen im Wattenmeerschutz ein neues, größeres Kapitel aufschlagen. Dribbelschritte reichen nicht mehr aus“ ESBJERG/KIEL. Bei der 15. Trilateralen Regierungskonferenz zum Schutz des Wattenmeeres im dänischen Esbjerg hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt zu einem neuen, kraftvollen Anlauf zum Schutz des Wattenmeeres aufgerufen. Im Lichte der Warnungen der UNESCO vor zunehmenden menschengemachten Belastungen forderte Goldschmidt eine neue, gemeinsame Kraftanstrengung für einen stärkeren Schutz des Wattenmeers. „Die Wattenmeerkonferenz in Esbjerg war ein sehr gutes Arbeitstreffen. Das Team Wattenmeerschutz steht und geht auch beim internationalen Schutz für diesen weltweit einzigarten Lebensraum ambitioniert und voller Tatendrang voran. Gleichzeitig ist der Anstieg des Meeresspiegels eine massive Bedrohung, und der Weltnaturerbestatus ist angesichts zu vieler menschlicher Aktivitäten in diesem fragilen Lebensraum auf dem Prüfstand. Ich nehme die konkrete politische Verantwortung mit, dass der Status als Weltnaturerbe nicht gefährdet werden darf“, sagte Goldschmidt. Für einen besseren Schutz des Wattenmeers sagte Goldschmidt außerdem: „Es kann nicht sein, dass nach vier Jahrzehnten gerade einmal drei Prozent des Nationalparks wirklich nutzungsfrei sind. Um diesen sensiblen Naturraum für die Zukunft zu erhalten, müssen wir zügig die Flächen vergrößern, in denen Natur Natur sein darf. In Schleswig-Holstein haben mit der Landes-Biodiversitätsstrategie klar festgelegt, dass das für mehr als die Hälfte des Nationalparks gelten soll. Die Zeit der Dribbelschritte im Naturschutz ist vorbei.“ Wattenmeer-Länder wollen Nationalparkranger auf See Ein neues Kapitel im Wattenmeerschutz möchten Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen auch mit Blick auf das Durchsetzen von Regeln und die Naturbeobachtung im Nationalpark aufschlagen. „Auch 40 Jahre nach der Gründung findet die Nationalparkarbeit ausschließlich von Land aus statt. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Neben unseren hervorragenden Rangern an Land brauchen wir künftig auch Nationalparkranger auf dem Wasser. Zusammen mit Niedersachsen und Hamburg haben wir einen Antrag bei der DBU gestellt, um ein Ranger-Team mit Schiffen und der nötigen Ausrüstung für die Betreuung des Nationalparks und der Schutzgebiete auf See aufzubauen“, sagte Goldschmidt. Die Ranger sollen für eine Vernetzung der bundesweiten Meeresschutzgebiete sorgen, diese auf See betreuen und Besucher lenken, informieren, Schutzmaßnahmen umsetzen und zum Beispiel Wasserproben zur Überwachung nehmen. Wattenmeerkonferenz ohne offizielle Deklaration Die Konferenz ging in diesem Jahr ohne offizielle Deklaration zu Ende. Grund war die ausstehende Regierungsbildung des Gastgebers Dänemark. „Ich wünsche mir sehr, dass sich in Dänemark bald eine Regierung bildet, die sich erneut voll hinter den Meeresschutz stellt und gemeinsam mit uns an einem Strang zieht“, sagte Goldschmidt. Deutschland war auf der Konferenz vollständig vertreten: Die Bundesregierung vertrat Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin des BMUKN, auf Länderebene waren von deutscher Seite neben Tobias Goldschmidt auch Katharina Fegebank, Umweltsenatorin von Hamburg, und Anka Dobslaw, Umweltstaatssekretärin Niedersachsen, vor Ort. PM: MEKUN Die umstrittene Erdölplattform Mittelplate im Naturerbe Wattenmeer / Foto: HB Weitere Beiträge:Öko-Fernwärme von Forschern unter die Lupe genommenEMH metering GmbH & Co. KG präsentiert auf den metering days 2022 (11. und 12. Oktober) in Fulda die...Nachwuchswissenschaftlerin Ellen Schuch, Diplomarbeit zum -Wald der Zukunft- ausgezeichnet