Werbung Stuttgart ist endlich kohlefrei Erneuerbare & Ökologie Ökologie Technik 31. März 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Die Ära der Strom- und Fernwärmeerzeugung aus Kohle im Kraftwerk Stuttgart-Münster endgültig abgeschlossen (WK-intern) – Mit Ablauf des ersten Quartals endete Reservefunktion des alten Kohleblocks Neue Gasturbinenanlage übernimmt vollständige Versorgung Die Landeshauptstadt wird von nun an vollständig kohlefrei mit Strom und Fernwärme versorgt: Nach der Heizsaison endete wie geplant der Parallelbetrieb des neuen wasserstofffähigen Gaskraftwerks mit den alten Kohlekesseln. Die Kohleanlage wurde als mögliche Reserve in den ersten Monaten nach kommerzieller Inbetriebnahme der Gasturbinenanlage im Oktober letzten Jahres vorgehalten. Zum Einsatz kamen die alten Kohlekessel allerdings nur noch, um den Bestand an Restkohle zu verfeuern, letztmals am 20. Februar. Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, bilanziert: „Die neue Gasturbinenanlage hat sich im Betrieb als zuverlässig erwiesen. Für die Landeshauptstadt sind das gute Nachrichten auf dem Weg zur klimaneutralen Versorgung mit Strom und Fernwärme. Die neue Gasturbinenanlage reduziert den CO₂-Ausstoß um rund 60 Prozent und ist bereits für die spätere Nutzung mit Wasserstoff ausgelegt. Die gute Bilanz nach der Inbetriebnahme von Stuttgart-Münster bestärkt uns darin, unsere Fuel Switch Strategie mit dem Umbau weiterer Standorte fortzusetzen. Über die Bauprojekte in Altbach/Deizisau und Heilbronn hinaus können wir uns weitere Investitionen vorstellen, sofern die regulatorischen Rahmenbedingungen einen wirtschaftlichen Betrieb erlauben.“ Die neue Anlage Das neue wasserstofffähige Gasturbinenkraftwerk mit einer Leistung von 124 Megawatt Strom und 370 Megawatt Wärmeleistung ist nun deutlich besser auf die aktuellen Erfordernisse der Transformation des Energiesystems ausgerichtet: Es kann hochflexibel gefahren werden und punktgenau Schwankungen im Stromnetz ausgleichen, wenn wetterbedingt nicht genügend Leistung aus erneuerbaren Energien vorhanden ist. Gemeinsam mit der thermischen Abfallverwertung und der Großwärmepumpe weist der Standort Stuttgart-Münster eine auskoppelbare Fernwärmeleistung von 450 Megawatt auf. Historie Die Kohleerzeugung am Standort Stuttgart-Münster geht bis auf den Dezember 1908 zurück, im Dezember 1956 wurde der Schiffsanleger für die Kohleanlieferung eröffnet. Nach über 100 Jahren endete nun diese Ära. Die Kohle garantierte gemeinsam mit der thermischen Abfallverwertung die Versorgungssicherheit und Wärmeversorgung der Region Stuttgart. Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG Mit rund 31.500 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW?Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin sollen rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040. PM: EnBW PB: Wasserstofffähiges Gaskraftwerk Stuttgart-Münster. (Quelle: EnBW) Weitere Beiträge:Strom-Großhandelspreis sinkt am Spotmarkt im Mittel auf 6,9 Cent/kWhRotec bietet einen neuen Sensortester anDer CO2-Steuer-Lohn: CO2-Steuer und bedingungsloses Grundeinkommen