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Systemkosten: Deutschland braucht Finanzierung für 600 GWh Batteriespeicherkapazität

PB: Thomas Hartauer CAV Partners AG
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Neue CAV-Analyse: Deutschland braucht bis 2045 Batteriespeicher das 25-fache seiner heutigen Kapazität – Wer die Finanzierung stemmen soll

(WK-intern) – Deutschland muss seine installierte Batteriespeicherkapazität von derzeit rund 22 Gigawattstunden (GWh) auf bis zu 600 GWh bis 2045 erhöhen.

Nur so lassen sich die Stromnetze wirksam entlasten und die Energiewende systemstabil umsetzen.

Die aktuell zunehmende Netzüberlastung ist dabei nicht Folge eines zu schnellen Ausbaus erneuerbarer Energien, sondern vor allem Ergebnis eines über viele Jahre hinweg verzögerten Netzausbaus, der mit der Dynamik der Erzeugung nicht Schritt gehalten hat. Gleichzeitig sind die Systemkosten für große Batteriespeicher in den vergangenen Jahren deutlich gesunken und könnten langfristig um mehr als 60 Prozent unter dem früheren Niveau liegen. Aus dieser Entwicklung ergibt sich ein erheblicher Investitions- und Infrastrukturbedarf im Energiesystem. Ökologisch als auch ökonomisch sind Investitionen spannend.

Regenstauf – Deutschland muss seine installierte Batteriespeicherkapazität von derzeit rund 22 Gigawattstunden (GWh) auf bis zu 500 bis 600 GWh bis 2045 erhöhen – also auf etwa das 25-fache. Nur so kann das Stromnetz stabil bleiben, wenn der Stomverbrauch steigt und immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen kommt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der CAV Partners AG auf Grundlage veröffentlichter Verbrauchsdaten und Langfristszenarien maßgeblicher Institutionen wie Bundesnetzagentur, BMWK, BDEW, Fraunhofer ISE sowie energieökonomischer Klimaneutralitäts-Szenarien.

Der Bruttostromverbrauch dürfte sich nach verschiedenen Szenarien bis 2045 von derzeit rund 512 Terawattstunden (TWh) auf in der Spitze 1.300 TWh mehr als verdoppeln. Treiber sind die schrittweise Umstellung auf Elektromobilität, Wärmepumpen, industrielle Elektrifizierung sowie zusätzliche Rechenzentrumsleistungen.

Parallel steigt der Anteil erneuerbarer Energien weiter an, während konventionelle Erzeugungskapazitäten aus politischen und wirtschaftlichen Gründen schrittweise aus dem Markt ausscheiden. Aus diesem Grund ist eine Zwischenspeicherung von Strom unumgänglich.

Deutliche Lücke zwischen Bestand und Zielpfad
Die installierte Batteriespeicherkapazität ist in den vergangenen Jahren zwar dynamisch – von 0,2 GWh im Jahr 2018 auf rund 22 GWh zur Jahresmitte 2025 gewachsen. Gemessen an den diskutierten Zielpfaden und den bereits seit zwei Jahren stetig wachsenden Phasen von Negativstunden am Strommarkt, bleibt der Ausbau jedoch deutlich hinter dem notwendigen und zukünftig absehbaren Bedarf zurück. Bereits bis 2030 wird in verschiedenen Szenarien ein Wert von rund 125 GWh als erforderlich angesehen – das Sechsfache der heute installierten Kapazität und rechnerisch gleichbedeutend mit den Batterien von 1,7 Millionen Elektroautos. Langfristszenarien zur Klimaneutralität 2045 gehen – abhängig von Elektrifizierungsgrad, beispielsweise bei Fahrzeugen oder Heizungen, den Verbrauchsmustern und dem grundsätzlichen Aufbau des Energiesystems – von einem Speicherbedarf von 500 bis 600 GWh aus. Batteriespeicher übernehmen dabei zentrale Funktionen: Sie gleichen kurzfristige Schwankungen aus Wind- und Solarstrom aus, stabilisieren Frequenz und Netzbetrieb und erhöhen die Flexibilität im Gesamtsystem. Großer Vorteil gegenüber den von regierungsseite favorisierten Gaskraftwerken ist die schnelle Reaktionsgeschwindigkeit bei Strommangel oder -überschuß.

„Mit wachsender Elektrifizierung steigt der Bedarf an flexiblen Systemkomponenten deutlich“, warnt Thomas Hartauer, Vorstandsvorsitzender der CAV Partners AG. „Batteriespeicher werden damit zu einer strukturell notwendigen Infrastruktur für ein Stromsystem, das zunehmend aus erneuerbaren Energien besteht.“

Sinkende Systemkosten verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Parallel zum steigenden Bedarf sind die Systemkosten für Batteriespeicher deutlich gesunken. Nach Daten des Fraunhofer ISE lagen diese 2018 noch bei rund 650 Euro pro Kilowattstunde, aktuell bei etwa 320 Euro. „Für die kommenden Jahre werden mit größeren Produktionskapazitäten und einem erwarteten technischen Fortschritt weitere Kostendegressionen prognostiziert, sodass langfristig eine Reduktion um mehr als 60 Prozent gegenüber früheren Niveaus möglich erscheint“, so Hartauer. Dem entgegen stünden, wie in anderen Bereichen auch, der verlässliche Zugang und die Preisentwicklung der relevanten Rohstoffe. Die Kombination aus wachsender Systemrelevanz und sinkenden Technologiepreisen macht Speicherprojekte zugleich wirtschaftlich wesentlich attraktiver. Neben zusätzlicher Speicherkapazität rückt vor allem die Art des Einsatzes in den Fokus: Systemdienliche Anwendungen wie Regelenergie, also der Notfallpuffer des Stromnetzes, Flexibilitätsmärkte und netzstabilisierende Dienstleistungen gewinnen zunehmend an Bedeutung, weil sie Erzeugung, Netz und Verbrauch effizient miteinander ausgleichen.

Regionale Konzentration und strukturelle Fragmentierung
Regional konzentriert sich der Ausbau derzeit stark auf wenige Bundesländer. Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg vereinen mehr als die Hälfte der installierten Leistung, während der Markt laut Hartauer strukturell weiterhin fragmentiert ist: „Ein Großteil entfällt auf dezentrale Klein- und Hausspeicher, großskalige Batteriespeicherprojekte haben bislang noch einen vergleichsweise geringen Anteil.“ Nach Einschätzung der Experten der CAV Partners AG wird der beschleunigte Ausbau von Batteriespeichern damit zu einer zentralen infrastrukturellen Aufgabe der kommenden Jahre – auch, weil hierfür verstärkt privates Kapital, etwa von (semi-)institutionellen Investoren, mobilisiert werden muss. „Die Stabilität der Stromversorgung wird zunehmend von Flexibilitätsoptionen abhängen“, so Hartauer. „Der Ausbau von Speicher- und Netzinfrastruktur ist damit eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und zugleich attraktiver Investmentsektor.“

Über die CAV Unternehmensgruppe:
Die Unternehmensgruppe der CAV (Clean, Assets & Values) widmet sich der maßgeschneiderten Gestaltung von nachhaltigen Kapitalanlagen für Institutionelle und Semiprofessionelle Investoren sowie ausgewählte Partner aus dem Kapitalmarktbereich. Zusätzlich zu ihrem Kerngeschäft hat die CAV seit 2021 auch die Realisierung eigener Photovoltaikprojekte in Deutschland und Italien übernommen. Im Windbereich hat die CAV 2025 eine neue strategische Partnerschaft aufgenommen und ist im Rahmen des CAV WindProjekt Bayern am Aufbau von mehreren Windenergieanlagen an insgesamt neun Standorten in Bayern beteiligt. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf der Entwicklungsphase bis zur Baureife, sondern ebenso auf dem Bau und nachhaltigen Betrieb der Photovoltaik- und Windanlagen innerhalb der firmeneigenen Kapitalanlagen. Seit dem Jahr 2022 erweitert die CAV Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum ständig weiter, indem sie nicht nur die kaufmännische Betriebsführung für die hauseigenen Anlagen übernimmt, sondern diese Expertise europaweit auch externen Wind- und Solarfonds als Geschäftsführung anbietet.. All dies spiegelt sich auch in der positiven Leistungsbilanz wider. Mittlerweile ist die CAV Unternehmensgruppe mit 33 Mitarbeitenden an den Standorten Regenstauf und Nürnberg/Erlangen sowie in 6 europäischen Ländern aktiv.
www.cav-partners.de

PM: CAV Unternehmensgruppe

PB: Thomas Hartauer CAV Partners AG








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