Werbung Neues Automobilpaket der EU-Kommission soll jetzt das Klima retten Behörden-Mitteilungen Bioenergie E-Mobilität Ökologie 18. Februar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Neue Fahrzeugklasse für CO2-neutrale Kraftstoffe und Fuel Credits: Pragmatismus mit Handbremse (WK-intern) – Zum Vorschlag der EU-Kommission zum „Automobilpaket“ veröffentlicht die eFuel Alliance ein neues Positionspapier. Darin fordert der Verband eine neue Fahrzeugklasse für ausschließlich mit CO2-neutralen Kraftstoffen betriebene Fahrzeuge und eine Stärkung der sogenannten „Fuel Credits“. Das „Automobilpaket“ ermöglicht ab 2035 begrenzte Flexibilität und senkt die Emissionsminderung von 100 % auf 90 %. Ein Teil der Emissionsminderung kann über CO2‑reduzierte Materialien wie grünen Stahl und über erneuerbare Kraftstoffe (Fuel Credits) erbracht werden. Für CO2‑neutrale Kraftstoffe sieht der Vorschlag ein Anrechnungslimit von 3 % vor: „Ein erster Schritt, doch das liegt weit unterhalb des technischen und wirtschaftlichen Potenzials. Die EU riskiert, Chancen für Klimaschutz, Beschäftigung und industrielle Wertschöpfung zu verschenken“, warnt Ralf Diemer, Hauptgeschäftsführer der eFuel Alliance. Für den Blick auf den Lebenszyklus sind zwei Änderungen in den CO2-Standards notwendig: erstens, die Definition einer neuen Fahrzeugklasse für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, die ausschließlich mit CO₂‑neutralen Kraftstoffen betrieben und in der CO2‑Flottenregulierung als Nullemissionsfahrzeuge definiert werden. „Die EU-Kommission geht in der eigenen wissenschaftlichen Folgeabschätzung davon aus, dass die Einführung einer solchen Fahrzeugklasse zu einer schnelleren Emissionsminderung führt. Dennoch fehlt diese Fahrzeugklasse im Koalitionsvorschlag. Die Definition derselben ist ein Versprechen der Kommission an die Bundesregierung und eine Kernaufgabe der Überarbeitung der Flottenstandards. Wir erwarten hier Ergebnisse“, erklärt Diemer. Damit diese Fahrzeuge ihr Potenzial entfalten können, müssen zweitens erneuerbare Kraftstoffe über „Fuel Credits“ angerechnet werden dürfen. Mittels sogenannter „Fuel Credits“ erkennt die EU‑Kommission erstmals Emissionsminderungen an, die durch den Einsatz CO2‑neutraler Kraftstoffe im Betrieb von Fahrzeugen erzielt werden. „Das ist ein großer Erfolg auf dem Weg, Emissionen entlang der Wertschöpfungskette zu messen. Unsere Mitglieder sehen darin ein Signal für Investitionen in nachhaltige Kraftstoffe wie eFuels. Dieses Signal muss sich jetzt konkret umsetzen lassen“, erklärt Diemer. Die eFuel Alliance fordert daher konkret für die Flexibilitätsoption ‚fuel credits‘: die Streichung der 3‑Prozent‑Obergrenze für Fuel Credits, die sofortige Gültigkeit von Fuel Credits, alle nach der erneuerbaren Energierichtlinie gültigen Kraftstoffe auf die Fuel Credits anzurechnen. Ihre Forderungen begründet die eFuel Alliance auf aktuellen Mengenprognosen für erneuerbare Kraftstoffe im EU-Verkehrssektor. Laut einem Report der Working Group on Monitoring Methodologies liegt das Potenzial auf Seite der Hersteller erneuerbarer Kraftstoffe bis 2050 zwischen 238,8 und 386 Megatonnen Ölequivalent. Die Nachfrage des EU-Verkehrssektors schwankt zwischen 80 und 170 Megatonnen. Das Potenzial erneuerbarer Kraftstoffe liegt damit höher, als der Straßenverkehr konsumieren kann. Eine Konkurrenz der Kraftstoffmengen mit der Luft- und Schifffahrt schließt sich damit aus. Insbesondere der Rat und das EU-Parlament sind nun gefordert, pragmatische Änderungen in den CO2-Standards umzusetzen. PM: eFuel Alliance e.V. Bio-Diesel aus der Landwirtschaft, ohne Stickoxid- und ohne Feinstaub-Ausstoß: Dieses alte Auto kann mit Bioöl, Salatöl, Pommesfett vollkommen schwefelfrei und CO2-neutral fahren. Wir sehen die EU ist jetzt schon in der modernen Zeit angekommen / Foto: HB Weitere Beiträge:Verlust der Artenvielfalt bedroht auch uns MenschenSchadensersatz für AKW-Betrieb, nicht für AKW-Stilllegung!Arbeitsplätze in Gefahr: Wind-Branche gerät zunehmend unter Druck