Werbung Ausbau der Windenergie in Brandenburg erreicht neue Höchstwerte Finanzierungen Solarenergie Windenergie Windparks Wirtschaft 16. Februar 202616. Februar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Solar-Zubau bricht ein, Windenergie auf Kurs – verlässliche Politik entscheidend für Standort Brandenburg Solar-Ausbau fällt 2025 deutlich zurück, insbesondere bei Freiflächenanlagen Windenergie erreicht neue Höchstwerte bei Zubau und Genehmigungen Stromnetz-Pläne der Bundesregierung schaffen mehr Probleme als Lösungen LEE: Energiewende braucht politische Kontinuität, leistungsfähige Netze, Investitionsanreize (WK-intern) – Potsdam – Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien im Jahr 2025 zeigt sich in Brandenburg ein uneinheitliches Bild. Der Zubau von Photovoltaikanlagen verliert deutlich an Dynamik und fällt auf den Stand von 2022, die Ausbauziele werden schwer erreichbar. Die Windenergie in Brandenburg sowie neue Geothermieprojekte bleiben derweil auf Kurs. Im Jahr 2025 wurden in Brandenburg 874 Megawatt (MW) neue Solarleistung installiert – rund ein Drittel weniger als 2024 und in etwa so viel wie 2022. Im bundesweiten Zubau-Ländervergleich rutscht Brandenburg damit um einen auf den 6. Platz ab. Besonders stark ist der Einbruch bei Freiflächenanlagen: Nach 189 Anlagen mit 991 MW im Jahr 2024 gingen 2025 lediglich 78 Anlagen mit 594 MW ans Netz. In diesem Segment fiel der Leistungszubau somit um rund 40 Prozent zurück. Tatjana Rosenthal, Stellvertretende Vorsitzende des LEE Berlin Brandenburg und Expertin für Freiflächensolar: „Die Rentabilität neuer Freiflächenprojekte zu sichern, wird immer schwerer. Seit 2024 sind viele Kosten gestiegen, etwa für Netzanschlüsse und Finanzierung. Unter diesem Kostendruck können Projekte auch an der Sonderabgabe scheitern, die seit 2025 greift. Denn die 2.000 Euro pro Megawatt und Jahr, die Betreiber an die Standortkommunen in Brandenburg zahlen, berechnen sich an der potenziellen Nennleistung, nicht an der tatsächlichen Einspeisung. Für regelbare Freiflächenanlagen stellt dies eine zusätzliche Unsicherheit dar. So schaffen es insgesamt deutlich weniger Projekte in die Umsetzung. Abhilfe könnten Mehrfachnutzungen mit Zusatzerlösen schaffen, zum Beispiel Agri-PV oder Kombinationen mit Batteriespeichern.“ Insgesamt sind in Brandenburg aktuell Solaranlagen mit rund 8,8 Gigawatt Leistung in Betrieb – das Ausbauziel für 2030 sieht rund doppelt so viel Leistung vor. Um das Ziel noch zu erreichen, müssten in den kommenden fünf Jahre Anlagen mit jeweils rund 2 GW neu installiert werden. Windenergie: Zubau und Genehmigungen auf Rekordniveau Deutlich positiver ist die Bilanz bei der Windenergie. Im vergangenen Jahr gingen in Brandenburg Anlagen mit einer Gesamtleistung von 622 MW ans Netz, knapp doppelt so viel wie 2024. Für weitere rund 1.500 MW wurden Genehmigungen erteilt. Allerdings: Weil schon jetzt absehbar ist, dass die kommenden Ausschreibungen erneut massiv überzeichnet sein werden, werden nicht alle geplanten Anlagen auch tatsächlich in Betrieb gehen. Jan Hinrich Glahr, Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg e.V.: „Wenn wir das aktuelle Tempo halten, sind die Ausbauziele für 2030 erreichbar. Aber noch können wir uns vor dem Ziel verstolpern. Denn mehrere Faktoren treiben die Risiken für Unternehmen in die Höhe. Zum einen sinken die Zuschlagswerte für Windstrom durch den Preiswettbewerb in den überzeichneten Ausschreibungen. Gleichzeitig steigen seit 2020 die Investitionsausgaben, unter anderem durch höhere Rohstoffpreise, Logistik- und Finanzierungskosten.“ „Zum anderen fehlen in einigen Landesteilen weiterhin rechtswirksame Regionalpläne, und in vielen Bereichen geht der Aus- und Umbau des Stromnetzes nur schleppend voran. Ihn konsequent voranzutreiben und dabei ausgewiesene Windgebiete frühzeitig zu berücksichtigen, ist entscheidend. Als Landesverband wollen wir gemeinsam mit allen Akteuren nach guten Lösungen für Brandenburg suchen“, so Jan Hinrich Glahr weiter. „Gerade jetzt bedarf es also politischer Kontinuität, auch von einer Landesregierung, die sich mitten in den Koalitionsverhandlungen befindet.“ Batteriespeicher in der Region erhöhen Flexibilität der Netze Positiv bewertet Glahr, dass in Berlin und Brandenburg bereits zehntausende Batteriespeicher installiert sind: „Eine dezentrale Netzstruktur trägt zur Flexibilität, zur Resilienz gegenüber Krisen und Preisschocks sowie zur Versorgungssicherheit bei.“ Der LEE Berlin Brandenburg schlägt deshalb vor, Brandenburg als Modellregion für flexible, speicherbasierte Energiesysteme zu positionieren. Biomasse und Geothermie: Stabil und mit großem Potenzial Erfolgreiche Geothermie-Projekte gibt es aktuell in mehreren Brandenburger Städten. In Potsdam ging 2025 ein Heizwerk in Betrieb, das mit 4 MW mehr als doppelt so viel Erdwärmeleistung erbringt als prognostiziert. Die Stadtwerke Prenzlau planen eine Geothermische Heizzentrale für bis zu 60 % des städtischen Fernwärmebedarfs. Auch die Stadtwerke Neuruppin arbeiten an Wärmebohrungen. Biomasse ist eine wichtige Einnahmequelle für landwirtschaftliche Betriebe in Brandenburg und ebenso wichtig für Versorgungssicherheit. Allerdings ist die wirtschaftliche Perspektive vieler Anlagen unsicher, notwendige Investitionen stocken. Hier braucht es einen zügigen Ausbau geeigneter Strom- und Gasnetze sowie einfachere Regelungen für den eigenständigen Bau von Netzanschlüssen. Jan Hinrich Glahr: Netze und Netzanschlüsse sind Schlüsselfaktoren für Brandenburg „Leistungsfähige Stromnetze und Netzanschlüsse ist nicht nur essenziell für das Gelingen der Energiewende, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Brandenburg. Die Erneuerbaren ziehen Investitionen an, schaffen Arbeitsplätze und sorgen für Einnahmen, mit denen die Kommunen langfristig rechnen können“, kommentiert Jan Hinrich Glahr vom LEE Berlin Brandenburg. Glahr weiter: „Dass sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit der Zukunft der Netze beschäftigt, begrüßen wir natürlich. Doch der Referentenentwurf zum Netzanschlusspaket, der nun auf dem Tisch liegt, schafft keine Lösungen, sondern zementiert bestehende Probleme. Mit großer Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass die Bundesregierung offenbar entschlossen ist, den EE-Zubau komplett auszubremsen und damit einen zentralen Standortvorteil Brandenburgs aufs Spiel zu setzen. Die neue Landesregierung ist daher sofort gefordert, energisch zu intervenieren und echte Lösungen vom Bund zu fordern. Was wir brauchen, ist die Modernisierung und Digitalisierung der Stromnetze und eine Entbürokratisierung des Netzausbaus. Die aktuelle Dynamik der Energiewende gilt es zu erhalten.“ Über den LEE Berlin Brandenburg Der Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg e. V. vertritt die Interessen von Unternehmen aus den Bereichen Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie, Speicher und Wärme in der Hauptstadtregion. Er arbeitet für einen zügigen und naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien, für wirtschaftliche Perspektiven im ländlichen Raum und für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung. Weitere Informationen: www.lee-bb.de PM: Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg e. V. BWE Landesvorstand Jan Hinrich Glahr / Pressebild Weitere Beiträge:Bis 2030 werden nur noch 6% der Windenergieleistung Europas Unterstützungsmaßnahmen benötigenMaximale Leistung, höchste Energieeffizienz: Aktuelle Trends bei Wälzlagern für IndustriemotorenPALFINGER MARINE unterzeichnet Vertrag mit neuen Service-Partner für Windkrane