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Neue Geothermie-Förderung setzt wichtigen Impuls für kommunale Wärmeversorgung

Geothermiebohrung / Foto: HB
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Der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE NDS/HB) begrüßt das Ende 2025 von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gemeinsam mit Munich Re und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf den Weg gebrachte Programm für Tiefengeothermieanlagen zur kommunalen Wärmeversorgung.

(WK-intern) – Insbesondere die Absicherung der Fündigkeit geothermischer Bohrungen stellt einen entscheidenden Meilenstein für den Hochlauf der Geothermie in Deutschland dar.

„Die Absicherung des Fündigkeitsrisikos bei Geothermieprojekten ist eine wichtige Voraussetzung, um mittelfristig das große Potenzial der Erdwärme in der Wärmeversorgung zu heben“, erklärt Silke Weyberg, Geschäftsführerin des LEE NDS/HB.

„Die Förderung verbessert die Investitionsbedingungen für Projektentwickler und stärkt die Rahmenbedingungen für die deutsche Erdwärmebranche. Insbesondere die Einstiegshürden für die Projekte sind somit auch im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung geringer. Gleichzeitig bleiben eine hohe tiefengeothermische Expertise und Vorerkundung unerlässlich.“

Neben dem Geothermiebeschleunigungsgesetz stellt der neue KfW-Förderkredit ein weiteres wichtiges Instrument dar, um auch Kommunen den Einstieg in eigene Geothermieprojekte zu erleichtern. „Dadurch erhält die Geothermiebranche den dringend benötigten Rückenwind für den Markthochlauf. So kann sie eine tragende Rolle in der Wärmewende und kommunalen Wärmeplanung einnehmen“, so Weyberg weiter. „Zugleich schafft sie regionale Wertschöpfung, sichert qualifizierte Arbeitsplätze und ermöglicht in Verbindung mit weiteren erneuerbaren Wärmequellen eine resiliente, heimische Wärmeversorgung vor Ort.“

Wärmewende braucht Verlässlichkeit und Planungssicherheit

Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung geplanten Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) mahnt der LEE NDS/HB verlässliche politische Leitplanken an: „Kommunen brauchen Planungssicherheit, um Investitionsentscheidungen für eine klimaneutrale und regionale Wärmeversorgung treffen zu können“, erklärt Weyberg. „Heute kann vielleicht Bioenergie oder die Abwärme eines Betriebs die Wärmequelle in einem lokalen Wärmenetz sein. In Zukunft kann an deren Stelle geothermisches Potenzial stehen. Wichtig ist die Wärmeinfrastruktur aufzubauen, die aus unterschiedlichen Quellen gespeist werden kann.“

Im Zentrum der aktuellen Debatte steht die im Gesetz verankerte Vorgabe, dass neue Heizungsanlagen künftig mindestens 65 Prozent der bereitgestellten Wärme aus Erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme erzeugen müssen. Diese Regelung greift nach Abschluss der kommunalen Wärmeplanung, die für Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern bis spätestens 2026 vorgesehen ist.

„Wir sprechen uns klar dafür aus, an der 65-Prozent-Vorgabe und den Zielen der Wärmewende festzuhalten, um gleiche Voraussetzungen und die notwendige Planungssicherheit zu gewährleisten“, so Weyberg abschließend. „Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen gelingt die Wärmewende und Technologien wie die Geothermie können ihr volles Potenzial entfalten. In vielen niedersächsischen Gemeinden und Städten werden aktuell Wärmeprojekte geplant. Diese Entwicklungen dürfen nicht von unambitionierten Zielen zurückgeworfen werden.“

PM: Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen|Bremen e.V.

Geothermiebohrung / Foto: HB








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