Werbung Regenerative Kraftstoffe wie Methanol und Ammoniak reduzieren CO₂-Ausstoß von Schiffen Erneuerbare & Ökologie Ökologie Technik 1. September 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels SMM 2026: Bosch präsentiert Einspritztechnik für zukunftsfähige Großmotoren Internationale Schifffahrt verursacht 2 bis 3 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Bosch entwickelt Einspritzlösungen für den Betrieb von Großmotoren mit alternativen Kraftstoffen. Ein neuer Injektor von Bosch kann mit Wasserstoff, Methanol, Ethanol oder Ammoniak betrieben werden. (WK-intern) – Stuttgart / Hamburg – Schiffe sichern rund 80 Prozent des internationalen Warenverkehrs. Doch sie verursachen auch zwei bis drei Prozent aller menschengemachten CO2-Emissionen weltweit. Bosch als ein führender Zulieferer für Einspritzsysteme von Schiffsmotoren entwickelt zusammen mit Partnern Lösungen, um regenerative Kraftstoffe künftig effizient und zuverlässig in Schiffen nutzbar zu machen. Damit leistet Bosch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der ambitionierten Klimaziele der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) auf dem Weg zu Netto-Null Treibhausgasemissionen bis 2050. Das Technologieunternehmen zeigt auf der internationalen Messe SMM in Hamburg einen neuen Injektor für alternative Kraftstoffe, der sich sowohl für flüssige als auch für gasförmige Kraftstoffe nutzen lässt. „Der Schiffsmarkt wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, gleichzeitig soll die Umweltbelastung drastisch sinken“, sagt Dr. Stefan Schenk, im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions verantwortlich für den Produktbereich Large Engines. „Um nachhaltige Kraftstoffe wirklich in der Schifffahrt zu etablieren, müssen Politik, Kraftstoffindustrie, Schiffsbauer und Reeder weltweit an einem Strang ziehen.“ Den Prognosen der UN-Handels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD zufolge wird der weltweite Seeverkehr bis 2030 um durchschnittlich rund zwei Prozent pro Jahr wachsen. Weitere langfristige Szenarien des International Transport Forum gehen parallel davon aus, dass sich die globale Güterverkehrsleistung von 2019 bis 2050 annähernd verdoppeln könnte. Die Schifffahrt bleibt dabei der mit Abstand wichtigste Verkehrsträger des globalen Handels. „Der Markt für klimafreundliche Schiffsantriebe wird in den kommenden Jahren dynamisch wachsen“, so Schenk. Mehr Nachhaltigkeit in maritimen Anwendungen – und darüber hinaus Aktuelle Einspritzsysteme von Bosch arbeiten bislang meist mit Diesel oder dieselbasierten Kraftstoffen und werden überwiegend in mittelschnell- und schnelllaufenden Großmotoren eingesetzt. Diese sind beispielsweise in Fähren, Schleppern, Yachten oder in Generatoren für die Onboard-Stromversorgung bei großen Containerschiffen und Frachtern zu finden. Bereits heute sind die Bosch-Komponenten für die Nutzung von Drop-in-Kraftstoffen wie Biodiesel und paraffinischem Diesel geeignet. So können sie schon jetzt bei entsprechender Betankung zur CO2-Einsparung beitragen. „Der Schwerpunkt unserer Entwicklung liegt mittlerweile auf Einspritz- und Einblaskomponenten für flüssige und gasförmige alternative Kraftstoffe“, sagt Schenk. Der neue Injektor von Bosch kann unter anderem mit Wasserstoff, Methanol, Ethanol und Ammoniak betrieben werden. Sein Design lässt sich je nach Applikation entsprechend anpassen. Er ist sowohl für die Saugrohreinspritzung als auch für Niederdruck-Direkteinspritzung nutzbar. Derzeit ist er bei asiatischen Kunden in der Erprobung. Entwicklungsthemen bei der Methanol-Nutzung sind beispielsweise angepasste Brennverfahren, eine sichere Kaltstartfähigkeit sowie Materialverträglichkeit und Verschleiß durch die veränderte Schmierfähigkeit. Denn ohne entsprechende Anpassung sind bestehende Erzeugnisse für Methanol- oder Ammoniakanwendung nicht geeignet. Zur gasförmigen Einblasung im Saugrohr von Erdgas, Wasserstoff oder Ammoniak bietet Bosch spezielle Einblasventile an. Neben maritimen Anwendungen kommt die Bosch-Technik unter anderem auch in stationären Großmotoren, Baumaschinen und Lokomotiven zum Einsatz. Millionen-Investitionen am Standort Hallein Um die Entwicklungen weiter voranzutreiben, hat Bosch kürzlich eine Methanol-Infrastruktur am Entwicklungsstandort Hallein/Österreich in Betrieb genommen und dafür einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Der Standort ist innerhalb der Bosch-Gruppe das weltweite Kompetenzzentrum für Großmotoren-Einspritzsysteme. „Für die Dekarbonisierung von Großmotoren braucht es technologische Vielfalt – insbesondere dort, wo Elektrifizierung an ihre Grenzen stößt und regenerative Kraftstoffe künftig eine wichtige Rolle spielen“, sagt Schenk. „Mit der neuen Methanol-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, diese Technologien weiterzuentwickeln und für den Einsatz bei unseren Kunden zur Serienreife zu bringen.“ PM: Bosch PB: Ein neuer Injektor von Bosch kann mit Wasserstoff, Methanol, Ethanol oder Ammoniak betrieben werden. / ©: Bosch Weitere Beiträge:CrossPower ein hybrides und mobiles Energiesystem zur Errichtung von MicrogridsRail-Weltneuheit mit Brennstoffzellen-Antrieb von Proton MotorZum zweiten Mal in Folge erhält Ørsted die prestigeträchtige Note „A“ für die Bekämpfung des Klimawa...