Werbung GlobalData sieht Belastungsprobe für die Netzstabilität in Frankreich Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik 18. August 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Frankreich steht vor einer großen Belastungsprobe für die Netzstabilität, da die Kernkraftproduktion steigt und der Ausbau erneuerbarer Energien voranschreitet – so GlobalData (WK-intern) – Frankreich festigt seine Abhängigkeit von der Kernenergie und beschleunigt den Einsatz von Energiespeichern, um die Netzstabilität zu stärken, während gleichzeitig die Verbindungsleitungen zu den Nachbarländern ausgebaut werden. Angesichts des zunehmenden Anteils schwankender erneuerbarer Energien besteht die eigentliche Bewährungsprobe für das Land darin, ob Speicher, Flexibilitätsoptionen und Reservekapazitäten bereitstehen und ob Märkte sowie regulatorische Rahmenbedingungen jene Kapazitäten honorieren, die unmittelbar reagieren können. Dies geht aus einer Analyse von GlobalData hervor, einer führenden Plattform für Marktinformationen und Produktivitätslösungen. Der aktuelle Bericht von GlobalData mit dem Titel „France Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035“ zeigt, dass die installierte Kernkraftleistung im Zeitraum 2025–2035 voraussichtlich im Bereich von 61 bis 63 GW verharren wird; ein moderater Zuwachs ist dabei auf Reaktor-Upgrades und Laufzeitverlängerungen zurückzuführen. Die Kapazität erneuerbarer Energien – insbesondere Photovoltaik und Windkraft – soll sich bis 2035 nahezu verdoppeln, doch die Volatilität ihrer Einspeisung erhöht den Bedarf an flexiblen Ressourcen. Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Power Analyst bei GlobalData, kommentiert: „Frankreich sollte die Marktmechanismen stärken, damit Flexibilität und Abrufbarkeit angemessen honoriert werden – etwa durch Kapazitätszahlungen, Systemdienstleistungen sowie stabile Verträge für Speicher und Backup-Kraftwerke. Zudem muss das Land die Genehmigungsverfahren für Speicher vereinfachen, die Infrastruktur für Pumpspeicherkraftwerke erhalten, den Ausbau von Batteriespeichern beschleunigen sowie klare regulatorische Rahmenbedingungen und Investitionsförderungen für kleine modulare Reaktoren (SMRs) schaffen.“ Große Wasserkraft- und Pumpspeicheranlagen erweisen sich als entscheidende Faktoren für mehr Flexibilität, da sie dazu beitragen, die täglichen und saisonalen Schwankungen bei der Erzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Batteriespeichersysteme gewinnen für kurzfristige Lastverschiebungen (im Stunden- oder Minutenbereich) an Bedeutung, etwa bei der Frequenzregelung oder zur Deckung von Spitzenlasten am Abend. Gaskraftwerke sind – trotz ihres sinkenden Anteils an der Gesamtstromerzeugung – weiterhin wichtig als schnell hochfahrbare Backup-Kapazität, insbesondere während der Wartung von Kern- oder Wasserkraftwerken oder in längeren Phasen geringer Einspeisung aus erneuerbaren Energien. Frankreich hat sich verpflichtet, die Kohleverstromung bis 2027 einzustellen; der Betrieb mehrerer bestehender Kohlekraftwerke wird bereits schrittweise heruntergefahren oder auf andere Energieträger umgestellt. Gleichzeitig wird der Ausbau der grenzüberschreitenden Verbindungen vorangetrieben: Bestehende Leitungen wie IFA-2 und Savoie-Piémont werden modernisiert oder neu errichtet, und Projekte wie der „Celtic Interconnector“ zielen darauf ab, die Import- und Exportkapazitäten durch Hochspannungs-Fernleitungen zu erhöhen. Diese Verbindungen helfen dabei, Schwankungen bei den erneuerbaren Energien abzufedern, den Handel mit überschüssigem CO₂-armem Strom zu ermöglichen und die Abhängigkeit von inländischen Backup-Kapazitäten zu verringern. Saibasan ergänzt: „SMRs werden zunehmend als potenzielle Kapazitätsbrücken für die Zeit nach 2035 wahrgenommen. Dank geringerem Kapitalbedarf, modularer Bauweise und verbesserter Sicherheitsmerkmale könnten sie zusätzliche, zuverlässige und CO₂-arme Kapazitäten in Regionen bereitstellen, in denen Großprojekte der Kernkraft auf Hindernisse bei Standortwahl, Genehmigungsverfahren oder Kosten stoßen.“ Zu den zentralen Herausforderungen gehören die Kosten für die Instandhaltung alternder Kernkraftwerke, langwierige behördliche Genehmigungsverfahren für neue Kernkraft- oder SMR-Projekte, die Sicherung von Materialien und robusten Lieferketten sowie die Abstimmung des Ausbaus von Speichern und Batteriesystemen auf Marktregeln und stabile Einnahmequellen. Auch umweltrechtliche Genehmigungsverfahren, die gesellschaftliche Akzeptanz, der Netzanschluss und die Zeitpläne für den Kohleausstieg bergen erhebliche Risiken. Saibasan resümiert: „Wenn die erforderlichen Rahmenbedingungen und Technologien gut umgesetzt werden, kann Frankreich auch bei einem starken Ausbau der erneuerbaren Energien eine zuverlässige Grundlastversorgung durch Kernkraft aufrechterhalten. Dabei puffern Speicher und grenzüberschreitende Verbindungsleitungen die Schwankungen ab, halten die CO2-Emissionen niedrig und die Versorgungssicherheit hoch, während die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sinkt. Ohne diese Voraussetzungen birgt der rasche Ausbau erneuerbarer Energien Risiken wie Versorgungsinstabilität, eine erhöhte Abhängigkeit von Gas in Spitzenlastzeiten sowie höhere Systemkosten für die Verbraucher.“ Frankreich steht vor einer großen Belastungsprobe für die Versorgungssicherheit, da die Kernkraftleistung steigt und die erneuerbaren Energien ausgebaut werden – so GlobalData. Frankreich festigt seine Abhängigkeit von der Kernenergie und beschleunigt den Einsatz von Energiespeichern zur Stärkung der Netzstabilität, während gleichzeitig die Verbindungen zu den Nachbarländern ausgebaut werden. Angesichts des wachsenden Anteils schwankender erneuerbarer Energien besteht die eigentliche Herausforderung für das Land darin, ob Speicher, Flexibilitätsoptionen und Reservekapazitäten bereitstehen und ob Märkte sowie regulatorische Rahmenbedingungen Kapazitäten honorieren, die unmittelbar reagieren können. Dies geht aus einer Analyse von GlobalData hervor, einer führenden Plattform für Marktinformationen und Produktivitätslösungen. Der aktuelle Bericht von GlobalData mit dem Titel „France Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035“ zeigt, dass die installierte Kernkraftleistung im Zeitraum 2025–2035 voraussichtlich im Bereich von 61 bis 63 GW bleiben wird; ein moderater Zuwachs soll dabei durch Reaktor-Upgrades und Laufzeitverlängerungen erzielt werden. Die Kapazität erneuerbarer Energien – insbesondere Photovoltaik und Windkraft – wird sich bis 2035 voraussichtlich nahezu verdoppeln, doch die Schwankungen in der Erzeugung erhöhen den Bedarf an flexiblen Ressourcen. France faces major resilience test as nuclear output rises and renewables scale up, says GlobalData France is solidifying its reliance on nuclear power generation and accelerating energy storage deployment to bolster grid stability, while scaling up interconnections with neighbors. As variable renewables scale, the true resilience test that the country faces is whether storage, flexibility, and backup options are ready, and whether markets and regulation reward capacity that can respond instantly, according to GlobalData, a leading intelligence and productivity platform. GlobalData’s latest report, “France Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035,” reveals that nuclear power capacity is expected to remain in the range of 61-63GW during 2025-35, with incremental growth driven by reactor upgrades and life extensions. Renewables, particularly solar PV and wind, are set to nearly double in capacity by 2035, but variability in their output heightens the need for flexible resources. Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Power Analyst at GlobalData, comments: “France should strengthen market mechanisms so that flexibility and dispatchability are properly rewarded through capacity payments, ancillary services, and stable contracts for storage and backup power. The country also needs to streamline permitting for storage, maintain pumped hydro infrastructure, speed up battery deployment, and establish clear regulatory pathways and investment support for small modular reactors (SMRs).” Large hydropower and pumped storage are emerging as critical flexibility enablers, helping smooth daily and seasonal fluctuations from renewables. Battery storage systems are growing in importance for short-duration shifts (hours to sub-hour response), including frequency regulation and evening peaks. Gas-fired thermal plants, though declining in overall generation share, are still important as fast-ramp backup, particularly when nuclear or hydro assets undergo maintenance or during extended low renewable periods. France has committed to phasing out coal-fired power by 2027, with several existing coal plants already winding down or being converted. At the same time, interconnection enhancements are underway: cross-border links such as IFA-2 and Savoie-Piémont are being upgraded or built, and projects like the Celtic Interconnector aim to increase export-import capacities through high-voltage, long-distance lines. These interconnections will help absorb renewable variability, enable trading of surplus clean energy, and reduce reliance on domestic backup capacity. Saibasan adds: “SMRs are gaining recognition as potential capacity bridges beyond the 2035 horizon. With lower capital intensity, modular deployment, and enhanced safety features, they may provide additional firm low-carbon capacity in regions where large-scale nuclear projects face siting, permitting, or cost constraints.” Key challenges include the cost of maintaining aging nuclear assets; lengthy regulatory and licensing processes for new nuclear or SMR projects; securing materials and robust supply chains; and ensuring storage and battery scale-ups are matched by market rules and stable revenue streams. Environmental permitting, social acceptance, grid interconnection, and coal-exit timelines also pose significant risks. Saibasan concludes: “If the enablers are well-implemented, France can sustain reliable baseload power through nuclear even as renewables surge, with storage and interconnections buffering variability and keeping carbon emissions low, energy security high, and fossil fuel dependency diminishing. Without them, rapid renewable expansion risks supply volatility, increased reliance on gas during stress periods, and higher system costs for consumers.” PM: GlobalData PB: Frankreich steht vor einer großen Belastungsprobe für die Netzstabilität, da die Kernkraftproduktion steigt und der Ausbau erneuerbarer Energien voranschreitet – so GlobalData / ©: GlobalData Weitere Beiträge:HanseWerk Natur nimmt erstes kaltes Nahwärmenetz in BetriebErneuerbaren Energien: EU-Studie stellt Deutschland schlechtes Zeugnis ausVerbänden und Energiepolitik fordert Abschaffung von Ausschreibungen für die Bürgerenergie