Werbung Bei der EVN nimmt die Batteriespeicherstrategie Fahrt auf Erneuerbare & Ökologie Solarenergie Technik 27. Juli 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Der Energiekonzern nimmt in Nordmazedonien das landesweit größte System für Batteriespeicher in Betrieb. (WK-intern) – Mittelfristig soll daraus ein neues Geschäftsfeld entstehen, das am boomenden Flexibilitätsmarkt kräftig mitverdient. Für die EVN ist es eine weitere Schlüsseletappe auf dem Weg, die eigenen Kapazitäten für Energiespeicher bis 2030 massiv auszubauen. In Probishtip in Nordmazedonien hat der Energiekonzern aus Niederösterreich gerade das aktuell größte Batteriespeichersystem des Balkanstaats in Betrieb genommen. Mit einer installierten Leistung von 10 MW und einer Speicherkapazität von 20 MWh ist Probishtip zugleich das bislang größte laufende Batteriespeicherprojekt der EVN. In einer nächsten Ausbaustufe will die EVN die Speicherkapazität auf 40 MWh verdoppeln. Auf dem Heimatmarkt baut die EVN den landesweit größten Batteriespeicher im niederösterreichischen Theiß. Rund 46 Millionen Euro investiert das Unternehmen in das Projekt mit 70 MW Batterieleistung und 140 MWh Speicherkapazität, das im dritten Quartal 2027 den Betrieb aufnehmen soll. Weitere 16 MW entstehen am Kraftwerk-Standort Dürnrohr. Die aktuelle Großbatteriekapazität der EVN beläuft sich einschließlich des Speichers in Nordmazedonien auf 22 MW. Erklärtes Ziel der EVN im Rahmen des auf 2030 angelegten Strategieprogramms ist es, die Kapazitäten auf 300 MW auszubauen. Davon sollen rund 200 MW an bestehenden Kraftwerksstandorten oder bei Photovoltaik- und Windparks in Niederösterreich entstehen. Für die EVN spielen Großspeicher eine zentrale Rolle bei den Energiespeicherplänen, die den forcierten Ausbau der Wind- und Solarenergie absichern sollen. Mit den Großbatteriespeichern will EVN nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Stefan Szyszkowitz Lastspitzen glätten und damit die Stromversorgung stabiler und planbarer machen. „Mehr Strom aus Wind und Sonne führt zu Erzeugungsspitzen, die mit der steigenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien häufiger auftreten und immer höher ausfallen“, erläutert der Konzernchef. Je nach Standort, so Technikvorstand Stefan Stallinger, wird die EVN dabei Batterien verwenden, die Strom für zwei bis vier Stunden speichern können: „Bei einer angestrebten Gesamt-Speicherleistung von 300 Megawatt können wir damit den Tagesausgleich von bis zu 120.000 Haushalten mit erneuerbarem Strom bewerkstelligen.“ Die aus den temporären Speicherungen resultierenden Überschüsse will die EVN am Day-Ahead- oder Intraday-Strommarkt verkaufen. Mittelfristig will sich der Konzern über den Betrieb der Großbatteriespeicher damit eine neue Einnahmequelle erschließen. Die für das Management der Flexibilität bei den Einspeisungen verwendete Software wurde konzernintern entwickelt. Sie stammt vom früheren Start-Up CyberGrid, das von der EVN übernommen und in die Konzernstrukturen integriert wurde. Beim Aufbau der Batteriespeicher nutzt die EVN bestehende Kraftwerksstandorte und ihre Netzanbindungen. Diese Niederlassungen werden zu multifunktionalen Drehscheiben für die Energieversorgung umgebaut. Mit dieser Strategie will die EVN am aktuell exponentiellen Wachstum des Batteriespeichermarktes mitverdienen. Aktuelle Marktstudien zum globalen Ausbau der Energieleistung für Batteriespeicher gehen davon aus, dass die Leistung zwischen 2022 und 2045 um mehr als das 13-Fache von 52 auf 664 GW nach oben geht. Die von den Endmärkten größten Wachstumstreiber sind absatzseitig Datencenter für Künstliche Intelligenz und aufbringungsseitig Erneuerbaren Energien. Das gesamte Technologiesegment der Energiespeicher für Batterien, kurz BESS, soll in den nächsten Jahren voraussichtlich zweistellige jährliche Wachstumsraten liefern. Globale Player wie Samsung SDI, Panasonic, BYD oder CATL haben sich als weltgrößte Batteriehersteller in diesen Markt eingeklinkt. Für diese Unternehmen ist die Wachstumsphantasie des Batteriegeschäfts zurzeit die treibende Kraft für steigende Aktienkurse. Darüber hinaus richtet sich der Blick auf Spezialisten für Erneuerbare Energien und Stromnetzbetreiber, denen eine zentrale Rolle zukommt, um den globalen Energiehunger zu stillen. Mit dem Geschäftsfokus auf Erneuerbare Energien hat sich die EVN in diesen Zukunftsmärkten bereits etabliert und wird die Equity Story noch stärker auf die Wachstumspotenziale ausrichten, die sich aus der Energiewende erschließen. Der Betrieb von Großbatterien als eigenständiges, wirtschaftlich attraktives Geschäftsmodell wird dabei eine wichtige Rolle spielen. PM: EVN PB: Bei der EVN nimmt die Batteriespeicherstrategie Fahrt auf / ©: Severin Wurnig / EVN Weitere Beiträge:New Energy Husum aktuell: Solarreinigung dank neuer Spezialbürste ROTAQLEEN 100 noch wirtschaftliche...Schleswig-Holstein Netz hat schon 58 % LNG-Gas aus Brunsbüttel im Gas-NetzZweite Phase des Forschungsprogramms Deep Sea Sampling hat begonnen