Werbung Netzanschlusspaket: Alterric warnt vor Vollbremsung beim Windkraftausbau Finanzierungen Produkte Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 2. Juli 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Der Energieparkentwickler Alterric sieht die weitere Verzögerung der geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2027) und des neuen Netzanschlusspakets mit großer Sorge. (WK-intern) – Die bisher nur als Leaks bekannten Gesetzesentwürfe der Bundesregierung würden die Finanzierbarkeit neuer Windenergieprojekte gefährden. Damit drohe eine erhebliche Bremse für die Versorgung des deutschen Industriestandorts mit dringend benötigter, günstiger Energie. Statt die Transformation zu beschleunigen, sollen aktuelle Herausforderung einseitig zulasten der Erzeuger gelöst werden, statt das Gesamtsystem zu optimieren. Redispatch-Vorbehalt gefährdet Projektfinanzierung Ein zentraler Kritikpunkt von Alterric ist der geplante „Redispatch-Vorbehalt“ im Netzanschlusspaket. Demnach sollen Betreiber neuer Anlagen bei Netzengpässen bis zu zehn Jahre lang ohne finanzielle Entschädigung abgeregelt werden können. Das Unternehmen sieht darin ein existenzielles Risiko für die Plan- und Finanzierbarkeit neuer Windparks. Der schleppende Netzausbau dürfe nicht zulasten der Erzeuger gehen. Ohne wirksame Ausbauanreize für Netzbetreiber drohe hier ein massiver Investitionsstopp. Auch wenn kürzlich seitens des Bundeswirtschaftsministeriums Gesprächsbereitschaft über Alternativinstrumente signalisiert wurde, bleibt die Debatte darauf verengt, erneuerbare Anlagen an überlasteten Netzpunkten stärker einzubremsen. Alterric hält das für den falschen Fokus: Nicht die Erzeugung muss gebremst werden, sondern der Netzausbau muss das notwendige Tempo aufnehmen. Verbindliche Fristen und wirksame Sanktionen für Netzbetreiber fehlen in den Entwürfen bislang vollständig. „Die bisherigen Ansätze lösen das zentrale Problem nicht: Der Netzausbau hinkt dem Ausbau der Erneuerbaren weit hinterher“, sagt Dr. Frank May, CEO von Alterric. „Statt dieses Ungleichgewicht zu korrigieren, werden die Kosten einseitig den Erzeugern aufgebürdet.“ „Der konsequente Ausbau einer sicheren und günstigen Energieversorgung in Deutschland wirkt sich direkt auf die Investitionsbereitschaft von Industrie und Wirtschaft aus. Unternehmen investieren dort, wo Energie verlässlich, sicher und günstig verfügbar ist. Darum ist der Ausbau der Erneuerbaren kein Branchenthema, sondern zentral für die Zukunft des Standorts Deutschland.“ Fehlende Ausschreibungsimpulse verlangsamen Ausbau auch im Süden Ein zentraler Bestandteil dieses investitionsfreundlichen Rechtsrahmens ist die Bereitstellung ausreichender Ausschreibungsvolumina. Die im Klimaschutzprogramm festgeschriebenen 12.000 Megawatt an zusätzlichen Ausschreibungsmengen für Wind an Land fehlen jedoch im bislang geleakten EEG-Entwurf. Gerade eine kluge Ausgestaltung der Verteilung dieser zusätzlichen Mengen ist aber elementar, um den Windenergieausbau weiterhin auch im Süden Deutschlands zu ermöglichen und damit eine systemdienliche Verteilung der Erzeugung, sowie geringere Netzausbau- und Redispatchkosten sicherzustellen. Auch eine Absenkung des sogenannten Korrekturfaktors für windschwächere Standorte lehnt Alterric entschieden ab, weil dies den regionalen Ausbau zusätzlich abwürgen würde. Fortschritte bei Speichern und Förderrahmen – aber Nachbesserungen nötig Das Unternehmen beobachtet mit Sorge, dass in parallellaufenden Prozessen über räumliche Steuerungssignale, auch durch Baukostenzuschüsse, für Erneuerbare nachgedacht wird. Dies kann zu unnötigen und nicht aufeinander abgestimmten Doppelbelastungen führen. Positiv bewertet Alterric hingegen die Erleichterungen für den Anschluss von Batteriespeichern an bestehenden Standorten. Diese Technologieoffenheit müsse nun jedoch konsequent auf die gemeinsame Nutzung von Netzanschlüssen für Wind- und Solaranlagen ausgeweitet werden. Nur durch eine solche Überbauung lassen sich die bestehenden Netzkapazitäten optimal und kosteneffizient ausnutzen. Investitionsrahmen marktwirtschaftlich ausgestalten – CfDs mit Marktwertkorridor einführen Alterric begrüßt zwar, dass das Bundeswirtschaftsministerium mit der Einführung zweiseitiger, produktionsabhängiger Differenzverträge (CfDs) europäische Vorgaben zur Weiterentwicklung der EE-Absicherung aufgreift. In der vorliegenden Ausgestaltung bleibt das Modell jedoch deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Insbesondere das Fehlen eines Marktwertkorridors sieht Alterric kritisch: Der Betrieb Erneuerbarer wird weiter vom Markt weggerückt, es gibt damit weniger Anreize systemintegrierend zu bauen und zu betreiben – kurzum: Damit droht der Ausbau weniger marktwirtschaftlich und weniger effizient zu erfolgen. Für einen systemdienlichen und investitionsfreundlichen Ausbau sind daher gezielte Nachschärfungen erforderlich. Dies gilt insbesondere für die Absicherung von PPAs, wie sie von der Bundesregierung bereits im Herbst 2025 angekündigt wurde. Wichtig ist nun, dass die Bundesregierung zügig offizielle Gesetzesentwürfe vorlegt und das parlamentarische Verfahren starten kann, auch weil vor Inkrafttreten zum 01. Januar 2027 die Europäische Kommission noch die beihilferechtliche Genehmigung erteilen muss. Die aus der Verzögerung entstehende Unsicherheit für Unternehmen und die deutsche Wirtschaft ist inakzeptabel. Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier: https://www.alterric.com/politische-interessenvertretung/positionspapiere Über Alterric Alterric entwickelt, projektiert, betreibt und vermarktet Energieparks an Land, insbesondere in Deutschland, Frankreich und Griechenland. Aktuell betreibt das Unternehmen über 2.500 Megawatt installierte Leistung im eigenen Bestand, die Pipeline für neue Projekte umfasst über 11.000 Megawatt. Als eigenständiger europäischer Energieparkbetreiber ist Alterric überzeugt, dass wettbewerbsfähige Energie aus heimischen erneuerbaren Quellen ein zentraler Standortfaktor für Industrie und Wirtschaft in Europa ist. Bezahlbarer Grünstrom sichert industrielle Wertschöpfung, stärkt die Versorgungssicherheit und macht Europa unabhängiger von Energieimporten. Über 600 erfahrene Expertinnen und Experten arbeiten an 19 Standorten in Deutschland sowie in internationalen Büros in Frankreich und Griechenland daran, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Alterric ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Aloys Wobben Stiftung und der EWE AG. PM: Alterric PB: Alterric Windkraftanlage / ©: Alterric Weitere Beiträge:Bundesregierung muss Finanzhilfen für Kohleausstieg verbindlich an Ausbau der Erneuerbaren koppelnHochspannungskabel-Verleger NKT Victoria als Sieger des prestigeträchtigen Schiffs des Jahres ausgez...Offshore-Windkraft-Konferenz fordert Planungssicherheit für Windparks auf See