Werbung Ausschreibungen: BWE fordert schnellere Verfahren und mehr Investitionssicherheit Finanzierungen Windenergie Windparks Wirtschaft 26. Juni 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Die Bundesnetzagentur hat heute die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. Mai 2026 bekanntgegeben. (WK-intern) – Insgesamt wurden 270 Gebote mit einem Gebotsvolumen von 2.499.468 kW bezuschlagt. BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek erklärt: „Die zahlreichen bezuschlagten Projekte belegen erneut den Tatendrang der Windenergiebranche. Enttäuschend ist jedoch, dass die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde erst 55 Tage nach dem Gebotstermin veröffentlicht wurden. Gerade angesichts der weiterhin bestehenden Unklarheiten bei EEG-Novelle und Netzpaket brauchen Projektierer schneller Planungssicherheit. Für den letzten Gebotstermin 2026 im November muss deshalb sichergestellt werden, dass die Ergebnisse in jedem Fall noch vor Jahresende veröffentlicht werden. Andernfalls drohen gefährliche Investitionsunsicherheiten, sollte bis dahin kein beihilferechtlich genehmigtes EEG vorliegen.“ Zwar erhielten im Vergleich zur vorherigen Ausschreibungsrunde mehr Projekte in Süddeutschland einen Zuschlag. Mit lediglich vier Zuschlägen in Bayern und acht in Baden-Württemberg bleibt der Süden jedoch weiterhin deutlich hinter dem zurück, was für einen ausgewogenen Ausbau nötig wäre. „Genehmigte Projekte sind ausreichend vorhanden. Bund und Länder müssen jetzt für verlässliche Rahmenbedingungen und ausreichende Ausschreibungsvolumina sorgen, damit auch in Süddeutschland deutlich mehr Windenergieanlagen ans Netz gehen können“, so Heidebroek. Der niedrigste Zuschlagswert liegt in dieser Ausschreibungsrunde bei 4,44 ct/kWh. Durchschnittlich ergibt sich ein Zuschlagswert von nur 5,06 ct/kWh. Das zeigt eindringlich, unter welchem enormen Druck die Windenergiebranche inzwischen steht. So lässt sich mittlerweile bei jeder Ausschreibungsrunde ein Rückgang der Zuschlagswerte um etwa 0,5 Cent feststellen. Vor einem Jahr lag der durchschnittliche Zuschlagswert noch bei 6,83 ct/kWh. Das stellt einen Rückgang um 1,77 Cent dar. Während die Preise in allen Bereichen steigen, wird von der Windbranche eine Realisierung zu Grenzkosten erwartet. Der BWE mahnt, dass es einer hohen Realisierungsrate der bezuschlagten Projekte benötigt, um den Ausbaupfad zu erreichen und den wachsenden Strombedarf zu decken. Dass 20 Zuschläge unter Widerrufsvorbehalt erteilt wurden, ist ein Störsignal. In der Ausschreibung vom 1. Februar 2026 waren es noch sechs. Für die BWE-Präsidentin zeigt dies, wie verunsichert die Branche auf das Jahr 2027 blickt: „Die laufenden Rechtsmittelverfahren machen deutlich, wie groß der Druck in der Branche inzwischen ist und wie viel Unsicherheit aufgrund der fehlenden EEG-Novelle vorherrscht. Das erhöht die Klagebereitschaft drastisch.“ „Die aktuelle Ausschreibungsrunde zeigt erneut: Es fehlt nicht an genehmigten Projekten oder Leistungsbereitschaft der Projektierer. Was fehlt, sind verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung muss mit der EEG-Novelle jetzt für mehr Planungssicherheit sorgen, fehlgeleitete Pläne für einen Redispatch-Vorbehalt begraben und stattdessen den Windenergieausbau konsequent als Rückgrat unseres Stromsystems stärken“, betont Heidebroek. PM: Bundesverband WindEnergie e. V. BWE fordert schnellere Verfahren und mehr Investitionssicherheit / Foto: HB Weitere Beiträge:Vestas secures 20 V126-3.3 MW turbines with 66 MW order in TurkeyIm ersten Quartal 2020 installierte die Nordex Group 269 Windenergieanlagen in 21 LändernVestas stellt Mittel zu einer neuen kurzfristigen Windenergieprognoselösung und Systemintegration fü...