Werbung Bislang gibt es nur Prototypen von Wellen- und Strömungskraftwerken Behörden-Mitteilungen Bioenergie Erneuerbare & Ökologie Offshore Technik 26. Mai 202626. Mai 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Die Energie der Wellen abschöpfen: Umweltminister Goldschmidt und Forschungsministerin Stenke übergeben Förderbescheid für innovatives Wellenkraft-Vorhaben „Aurelia WINO“ (WK-intern) – Energiewendeminister Tobias Goldschmidt: „Das Wellenkraftwerk Aurelia WINO zeigt, wie innovative Ideen aus Schleswig-Holstein die Energiewende voranbringen können.“ Forschungsministerin Dr. Dorit Stenke betont: „Das Projekt steht beispielhaft dafür, was Schleswig-Holstein in der Energiewendeforschung auszeichnet: die enge Verbindung von wissenschaftlicher Stärke und technologischer Innovation.“ KIEL. Das Land Schleswig-Holstein fördert innovative Energiewende-Technologien: Um erneuerbare Energien aus der Kraft der Nordseewellen zu generieren, erhält das Innovationsprojekt „Aurelia WINO“ einen Förderbescheid des Landes in Höhe von 921.898 Euro. Energiewendeminister Tobias Goldschmidt und Forschungsministerin Dr. Dorit Stenke überreichten den Förderbescheid heute in Kiel an die Projektpartner F&E GmbH und die O.S. Energy GmbH. Mit Hilfe der Förderung aus EU-Mitteln soll im Innovationsprojekt „Aurelia WINO“ der Prototyp eines Wellenkraftwerkes zur erneuerbaren Stromerzeugung in der Nordsee installiert und über mehrere Monate getestet werden. „Die endlose Energie der Wellen abschöpfen und nutzbar machen – das ist die Idee von Wellenkraftwerken. Mit unserer Förderung für das innovative Projekt Aurelia WINO aus Kiel wird dieses Projekt schneller zur Marktreife und praktischen Umsetzung gebracht – damit aus Ideen rasch ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz entsteht. Es ist eine Stärke des Energiewendelandes Schleswig-Holstein, dass wir uns hier nicht mit Erreichtem zufrieden geben, sondern stets auch um die Ecke denken und neuen Klimaschutztechnologien eine Chance geben“, sagte Energiewendeminister Goldschmidt bei der Übergabe des Förderbescheids. „Schleswig-Holstein verbindet ideale Standortbedingungen mit langjähriger Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energien – ein klarer Vorteil für die Entwicklung von Offshore-Technologien unter realen Bedingungen“, sagte Forschungsministerin Dr. Stenke. Im Projekt „Aurelio WINO“ soll ein Wellenkraftwerk in Form einer Stabboje in unmittelbarer Nähe zur Forschungsplattform FINO3 installiert werden, die 80 Kilometer westlich von Sylt liegt. Der Prototyp wurde in einem Vorgängerprojekt entwickelt und soll nun mindestens sechs Monate unter realen Umgebungsbedingungen auf hoher See getestet werden. Der wissenschaftliche Leiter, Prof. Dr.-Ing. Christian Keindorf von der HAW Kiel erklärt: „Das schwimmende Wellenkraftwerk kann als eine Art mobile und autarke Tankstelle auf hoher See fungieren, um Endverbraucher wie etwa Forschungsplattformen, Messstationen oder Service-Schiffe mit Elektroantrieb mit grünem Strom zu versorgen.“ Während die F&E GmbH zusammen mit der HAW Kiel das Forschungsvorhaben durchführt, ist die O.S. Energy GmbH für Planung und Durchführung der Transport- und Installationsarbeiten zuständig. Zudem stellt die German Naval Yards Kiel GmbH im Unterauftrag Kapazitäten für Kräne und Stellflächen zur Verfügung, damit die Mobilisierung im Basishafen erfolgen kann. Die Anschubfinanzierung des Vorhabens kam im Jahr 2023 von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GbmH (EKSH); mit rund 140.000 Euro förderte die EKSH die Konzeptentwicklung für den Transport und die Installation schwimmender Wellenkraftwerke auf hoher See. Bislang gibt es nur Prototypen von Wellen- und Strömungskraftwerken mit einer Nennleistung im Kilowatt(kW)-Bereich. Hersteller streben zukünftig zwischen 200 kW bis 1000 kW pro Offshore-Anlage an. Allein in Europa wird mit einem Marktpotenzial von mehreren Zehntausend solcher Anlagen gerechnet. Die EU will bis 2030 mindestens 1 Gigawatt (GW), bis 2050 sogar 40 GW aus Meeresenergie gewinnen. Im Rahmen des Förderprogramms „Energiewende in Schleswig-Holstein“ des Landesprogramms Wirtschaft (LPW) 2021-2027 wurden im ersten Förderaufruf 6 von 13 innovativen anwendungsnahen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit Energiewendebezug zur Förderung ausgewählt, etwa aus den Bereichen Leistungselektronik, Tiefengeothermie, Wärmenetze, Regelungstechnik und Ressourceneffizienz. Informationen zu den Unternehmen: Die F&E GmbH ist Tochtergesellschaft der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Kiel. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Forschungs- und Entwicklungszentrums zur Förderung von Technologien und Innovationen sowie der Technologietransfer und die Personalqualifikation. Es ist nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Die O.S. Energy GmbH ist Reederei mit Sitz in Glücksstadt. Das Unternehmen besitzt langjährige Erfahrungen in der Offshore-Branche. Die Reederei hat sich zu einem Offshore-Dienstleister mit einem großen Portfolio entwickelt, inkl. für Offshore-Windparks. Sie besitzt spezialisierte Mehrzweck-Serviceschiffe, wovon eines im Projekt zum Einsatz kommen soll. Weitere Standorte sind Flensburg, Esbjerg (Dänemark) und Newcastle (UK). German Naval Yards Kiel GmbH ist spezialisiert auf die Planung und den Bau großer Marineschiffe wie Fregatten, Korvetten und Offshore Patrol Vessels. Das Unternehmen ist Teil der europäischen Schiffbaugruppe CMN NAVAL. Weiterführende Informationen: Das Förderprogramm „Energiewende in Schleswig-Holstein“ wurde vom Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN) und dem Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur (MBWFK) ins Leben gerufen und soll innovative klimaschutz- und energierelevante Technologien und Anwendungen im Kontext Erneuerbarer Energien erforschen und in der Praxis erproben, um daraus perspektivisch marktreife neue Produkte zu entwickeln. Gefördert wird als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung gemäß der Richtlinie des Landes Schleswig-Holstein für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von anwendungsorientierter Forschung, Innovationen, zukunftsfähigen Technologien und des Technologie- und Wissenstransfers (FIT-Richtlinie) vom 16. Dezember 2024. Dafür stehen Fördermittel aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE SH) zur Verfügung. Die Maßnahme ist Bestandteil des Programms Europäischer Fonds für regionale Entwicklung in Schleswig-Holstein (EFRE SH) 2021-2027. Das Programm besteht aus verschiedenen Maßnahmen zu übergeordneten politischen Zielen. Die jetzt veröffentlichte Fördermaßnahme ist im politischen Ziel 2 („Ein grünerer, CO2-armer Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft und einem widerstandsfähigen Europa“) verankert, den übergeordneten Rahmen bildet das Landesprogramm Wirtschaft (LPW) 2021-2027. Das LPW bündelt im Zeitraum 2021-2027 Fördermittel der Europäischen Union: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE SH), der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW–Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) sowie Landesmittel für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein. Mehr Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de/lpw. Verantwortlich für diesen Pressetext: Clara van Biezen, Carolin Wahnbaeck, Jonas Hippel| Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur PM: Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Umweltminister Goldschmidt und Forschungsministerin Stenke übergeben Förderbescheid für innovatives Wellenkraft-Vorhaben „Aurelia WINO“ / Foto: HB Weitere Beiträge:Fristen für Betreiber von Biomasse-KWK-Anlagen sind vom Deutschen Bundestag verlängertSystemdienlichkeit muss deshalb der Leitgedanke des Wasserstoffhochlaufs seinDie Flugaufgaben der Offshore Drone Challenge 2024