Werbung Alternative zum Redispatchvorbehalt Erneuerbare & Ökologie Solarenergie Technik Windenergie 21. April 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels EnBW und EWE stellen Konzept für flexible Netzanschlüsse als Alternative zum Redispatchvorbehalt vor (WK-intern) – Modell berücksichtigt sowohl Interessen von Netzbetreibern als auch von Erzeugern und schafft bessere Planbarkeit für EE-Investoren Karlsruhe/Oldenburg – Die Energieunternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG und EWE AG haben ein gemeinsames Konzept für flexible Netzanschlussverträge erarbeitet. Ziel ist es, den Ausbau der Erneuerbaren Energien trotz begrenzter Netzkapazitäten fortzuführen und gleichzeitig die Netzstabilität zu sichern. Flexible Netzanschlussverträge als temporäre Lösung bei überlasteten Betriebsmitteln Mit den sogenannten Flexible Connection Agreements (FCA) schlagen EnBW und EWE eine standardisierte, flexible Lösung für Einspeiser vor, die insbesondere bei überlasteten Betriebsmitteln als temporäre Maßnahme dienen soll. Bislang werden solche Verträge kaum genutzt. Das neue Modell soll sowohl die Interessen von Netzbetreibern als auch von Erzeugern berücksichtigen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben. Hintergrund ist die laufende Diskussion um das von der Bundesregierung geplante Netzanschlusspaket, das Maßnahmen für mehr Steuerung und Transparenz bei Netzanschlüssen vorsieht. Redispatchvorbehalt könnte den Ausbau Erneuerbarer Energien ausbremsen EnBW und EWE begrüßen grundsätzlich die Synchronisierung von Netzausbau und Erneuerbaren-Ausbau, bewerten jedoch den im Paket enthaltenen Redispatchvorbehalt kritisch. Dieser sieht vor, dass Netzbetreiber bei Engpässen den Anschluss von Erneuerbare-Energien-Anlagen einschränken können und Anlagenbetreiber zeitweise auf finanzielle Ausgleiche bei Abregelungen verzichten müssen. Aus Sicht beider Unternehmen würde diese Regelung den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausbremsen. „Mit unserem Vorschlag für flexible Netzanschlussverträge schaffen wir eine ausgewogene Lösung, die sowohl den Ausbau der Erneuerbaren Energien als auch die Anforderungen an eine sichere Netzinfrastruktur berücksichtigt“, betont Georg Stamatelopoulos, Vorstandsvorsitzender der EnBW. Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, ergänzt: „Wir müssen Netze und Erneuerbare als Einheit denken und innovative Lösungen schaffen. Unser gemeinsames FCA-Konzept bietet einen pragmatischen Weg, um bestehende Engpässe zu überwinden und gleichzeitig Investitionssicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten.“ EnBW und EWE möchten die Debatte versachlichen Das gemeinsame Konzept sieht unter anderem vor, auf die Ausweisung kapazitätslimitierter Netzgebiete zu verzichten und stattdessen Transparenz über limitierte Netzbetriebsmittel zu schaffen. Zudem soll der Anschlussvorrang für Erneuerbare-Energien-Anlagen erhalten bleiben. Ein vollumfänglicher Entfall von Redispatch-Entschädigungen ist nicht vorgesehen, jedoch sollen Stromkunden durch eine Senkung der Systemkosten entlastet werden. Um günstige Finanzierungskonditionen zu erhalten, sind EE-Projekte in besonderem Maße darauf angewiesen, dass Kosten und Risiken ex-ante bekannt sind. Die Einführung eines Anspruchs auf Abschluss eines standardisierten FCA ist nur für Neuanschlüsse geplant. EnBW und EWE wollen mit ihrem Vorschlag die Debatte um Netzanschlüsse versachlichen und einen konstruktiven Beitrag zur anstehenden Gesetzgebung leisten. PM: EnBW PB: EnBW-Windpark auf dem Gießbacher Kopf bekommt Battertiespeicher / ©: EnBW Weitere Beiträge:Studie: Die Höhe der EEG-Umlage hat sich seit 2010 verdreifacht, ein Ende ist nicht in SichtEberstalzell wird SolarVallye: Energie AG und Land OÖ starten OffensiveDaimler die Schallmauer von 1.500 Ladepunkten an insgesamt 22 Werksstandorten durchbrochen