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AGEB e.Verein erstellt seit 55 Jahren die Energiebilanz für Deutschland

PB: AGEB e.Verein erstellt seit 55 Jahren die Energiebilanz für Deutschland / ©: AGEB
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Aktuelle und verlässliche Informationen/Hohe wissenschaftliche Qualität der Ergebnisse

(WK-intern) – Die AGEB e. Verein erstellt seit nunmehr 55 Jahren die jährliche Energiebilanz für Deutschland und erbringt umfangreiche zusätzliche energiestatistische Dienstleistungen für Politik, Wirtschaft und Verbraucher.

Gegründet wurde die AG Energiebilanzen am 26. März 1971 von sieben Verbänden der deutschen Energiewirtschaft und drei energiewirtschaftlichen Forschungsinstituten.

Seither wertet die 2004 in einen Verein umgegründete Vereinigung vorhandene Statistiken aus allen Gebieten der Energiewirtschaft auf wissenschaftlicher Grundlage aus, erstellt regelmäßig eine Energiebilanz und macht diese der Öffentlichkeit zugänglich. Gegenwärtig sind drei Vereine/Verbände der Energiewirtschaft und fünf Forschungsinstitute Mitglied der Arbeitsgemeinschaft, zwei weitere energiewirtschaftliche Vereine/Verbände unterstützen die Arbeit der AGEB.

Die von der AG Energiebilanzen e. Verein aus allen Bereichen der Energiewirtschaft zusammengetragenen Daten werden nach einheitlichen Kriterien ausgewertet und zu einem geschlossenen und konsistenten Bild zusammengefügt. Diese Methodik vermeidet Unterschiede und Widersprüche in der Bilanzierung des Energieverbrauchs. Die jährliche Energiebilanz liefert in Form einer Matrix Zahlen zum Aufkommen, der Umwandlung und der Verwendung von Energie in Deutschland. Das von der AG Energiebilanzen seit 1995 verwendete Schema umfasst 33 Spalten und 68 Zeilen, also mehr als 2.200 Einzeldaten. Die Matrix erfasst alle Energieträger, die in Deutschland genutzt werden, und gliedert ihr Aufkommen, ihre Umwandlung sowie den Verbrauch detailliert auf.

Um die jährliche Energiebilanz zu erstellen, nutzt die AG Energiebilanzen rund 50 verschiedene Quellen: Daten des Statistischen Bundesamt und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Informationen von zahlreichen Wirtschaftsverbänden sowie eigene Berechnungen. Die Energiebilanzen ermöglichen es, die Energieströme für die im Inland verwendeten Energieträger vom Aufkommen bis zur Verwendung zu verfolgen und diese Energieströme auch grafisch darzustellen (Energieflussbilder). Seit Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahre 2000 veröffentlicht die AG Energiebilanzen auf Grundlage von Daten der AGEE-Stat auch eine Satellitenbilanz Erneuerbare Energien. Unterjährig erstellt die AG Energiebilanzen alle drei Monate Berichte zum Energieverbrauch in den einzelnen Quartalen. Diese aktuellen Informationen werden bereits wenige Wochen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums publiziert.

Um frühzeitig verlässliche Daten bereitzustellen, erstellt die AG Energiebilanzen eine Frühschätzung und veröffentlicht diese bereits im Februar des Folgejahres. Im Mai des Folgejahres folgt eine erste vorläufige Energiebilanz einschließlich der Satellitenbilanz für die erneuerbaren Energien. Die endgültigen Energiebilanzen eines Jahres werden von der AG Energiebilanzen im Februar des übernächsten Kalenderjahres veröffentlicht.

Die Energiebilanzen liefern nicht nur Daten zum Energieverbrauch. Die Datensätze sind auch Grundlage für die Ermittlung der nationalen Treibhausgasemissionen. Zusammen mit der Jahresprognose zum Primärenergieverbrauch veröffentlicht die AG Energiebilanzen eine vorläufige Abschätzung der energiebedingten Treibhausgasemissionen. Die Energiebilanzen liefern zudem wichtige Grundlagen für die Berichterstattung der Bundesregierung zur Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und dem Übereinkommen von Paris.

Bei allen Aufgaben wird die AG Energiebilanzen durch das EEFA-Forschungsinstitut (Münster) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) unterstützt. Beim ZSW in Stuttgart werden auch die Energiebilanzen sowie alle für die Erstellung benötigten Daten in einer zentralen Datenbank gespeichert. Die Aufbereitung und Speicherung von Daten haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten grundlegend verändert. Anfänglich erfolgte die Veröffentlichung der Energiebilanzen in Form von gedruckten Tabellen. Heute werden die Aufgaben mit Datenbanken und Modellen erfüllt und die Ergebnisse über das Internet sowie die sozialen Netzwerke breit und transparent veröffentlicht.

Die Anforderungen an die Erstellung der Energiebilanzen sind im Laufe der zurückliegenden Jahre deutlich gewachsen: Die Bereitstellung zeitnaher und verlässlicher Daten zur Entwicklung des Energieverbrauchs erfordert langjährige Erfahrungen und Kenntnisse der beteiligten Wissenschaftler*innen sowie komplexe Rechenmodelle. Unabdingbare Voraussetzung ist jedoch eine breite und dauerhafte Bereitschaft zur Datenlieferung durch alle an der Energieversorgung Beteiligten. Nur auf der Basis verlässlicher Ausgangsdaten sind zielgerichtete politische Entscheidungen in der Energie- und Klimapolitik möglich.

Statements

Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der deutschen Energie-und Wasserwirtschaft (BDEW): „Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen liefert eine der wichtigsten Grundlagen für die energiepolitische Debatte in Deutschland: verlässliche, wissenschaftlich fundierte Daten. Gerade in Zeiten zunehmender Desinformation sind solche belastbaren Zahlen unverzichtbar. Sie sorgen für Transparenz, ordnen komplexe Entwicklungen ein und ermöglichen einen faktenbasierten Diskurs. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag für belastbare, verantwortungsvolle Entscheidungen in der Energie-und Klimapolitik und sind wertvoller Bestandteil unserer politischen Arbeit.“

Prof. Dr. Hubertus Bardt, Geschäftsführer des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln: „Ohne gute Daten kann es keine guten Empfehlungen für die Energiepolitik geben. Die AG Energiebilanzen liefert diese Daten in unbestrittener Qualität.“

Dr. Sylwia Bialek-Gregory, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität Köln (EWI): „Die Energiebilanz und die vielen weiteren Statistiken der AG Energiebilanzen sind aus der energiewirtschaftlichen Forschung in Deutschland nicht wegzudenken. Die hohe Detailtiefe der Daten sowie ihre verlässliche Qualität bilden das Fundament für zahlreiche Publikationen, auch für viele Analysen des EWI. Als Mitglied der AG Energiebilanzen freuen wir uns, seit vielen Jahrzehnten zu dieser wichtigen Grundlagenarbeit, die letztendlich eine faktenbasierte öffentliche Debatte über Energie- und Klimapolitik ermöglicht, beitragen zu können.“

Prof. Dr. Andreas Löschel, Inhaber des Lehrstuhls Umwelt-/Ressourcenökonomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universität Bochum und Vorsitzender der Expertenkommission zum Energiewende-Monitoring: „Seit Jahrzehnten schafft die AG Energiebilanzen mit wissenschaftlicher Kompetenz und methodischer Sorgfalt eine verlässliche Datengrundlage für die Energieberichterstattung in Deutschland. Als Expertenkommission zum Monitoring der Energiewende greifen wir in unseren Berichten regelmäßig auf die Daten der AG Energiebilanzen zurück – nicht nur auf die Energiebilanzen selbst, sondern auch auf die unterjährigen Schätzungen. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken und zugleich – auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen – zum 55-jährigen Jubiläum gratulieren.“

Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW): „Meinen Glückwunsch zu einer bemerkenswerten Leistung! Denn seit mehr als einem halben Jahrhundert liefern die Energiebilanzen der AGEB verlässliche Daten nicht nur auf nationaler Ebene, sondern sorgen durch ihren methodisch fundierten Rahmen insbesondere auch dafür, dass statistische Erhebungen und Rohdaten einheitlich verarbeitet und konsistent an supranationale Stellen wie die EU-Kommission oder die Internationale Energieagentur gemeldet werden können. Gleichzeitig erlauben die Energiebilanzen durch ihre Kompaktheit und etablierte Struktur einen umfassenden, aber für alle leicht zugänglichen Einblick in das komplexe Energiesystem Deutschlands.“

PM: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. Verein

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