Werbung Projektlandkarte zeigt Erdwärmeausbaudynamik – politische Weichenstellung jetzt entscheidend Erneuerbare & Ökologie Geothermie Technik 24. Februar 202624. Februar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Die Landkarte „Tiefe Geothermieprojekte in Deutschland“, die alle bestehenden Projekte sowie jene im Bau und in Planung aufführt, macht den stetigen Aufwärtstrend der Geothermiebranche deutlich sichtbar. (WK-intern) – Mit der aktuellen Ausgabe seiner einzigartigen Landkarte appelliert der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) auch an die Politik, nun die richtigen Weichen zu stellen, damit der Ausbau der tiefengeothermischen Fernwärme in Deutschland weiter Fahrt aufnehmen kann. Gegenwärtig sind in Deutschland so viele tiefengeothermische Anlagen in Betrieb wie noch nie zuvor: Insgesamt 45 Anlagen nutzen mit Bohrungen von meist mehreren tausend Metern Tiefe Erdwärme zur Bereitstellung von Wärme oder Strom. Zum Vorjahresbeginn waren es noch 42 Anlagen. Insgesamt 43 der 45 Anlagen in Betrieb dienen zur Bereitstellung von Wärme. Zwölf speisen Strom in die Netze ein, der Großteil ergänzend zur Fernwärmelieferung. In Bau sind derzeit 18 Anlagen, zwei mehr als im Vorjahr. Bei den geplanten Anlagen wird der Aufwärtstrend besonders deutlich: Aktuell liegt ihre Zahl bei 178. Das sind 23 mehr als noch im Jahr zuvor. Bereits 2024 hatte sich die Zahl der erteilten Aufsuchungserlaubnisse im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt (von 82 auf 155 Anlagen). Das zeigt: Das Interesse an der Tiefen Geothermie als Instrument zur Dekarbonisierung der Wärmenetze ist deutlich gestiegen. Mit dem kürzlich in Kraft getretenen Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG) sowie dem von der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Munich Re entwickelten „Förderkredit Tiefengeothermie“ hat die Politik Rahmenbedingungen geschaffen, die den Erdwärmeausbau in Deutschland erleichtern. Der Bundesverband Geothermie sieht es als entscheidend an, dass sich die Bundesregierung ambitionierte Ausbauziele für die Erneuerbaren Energien insgesamt setzt. Vorgaben zur Nutzung von Erneuerbaren Energien – beispielsweise in Form von Quoten im Rahmen des Gebäudenergiegesetzes – haben sich als erfolgreiches Steuerungselement erwiesen und sollten weiter Kern einer langfristigen Energiewende sein. „Viele heimische Unternehmen stehen in den Startlöchern und wollen Projekte realisieren, die Arbeitsplätze schaffen, zur Versorgungssicherheit beitragen und unsere Umwelt erhalten. Jetzt ist es wichtig, klare Signale zu senden, dass die Wärme- und Kältewende ungebremst weitergehen soll“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geothermie. „Wir brauchen verlässliche Förderprogramme und ein zugkräftiges Ordnungsrecht. Beim Gebäudemodernisierungsgesetz muss die Bundesregierung so schnell wie möglich für Klarheit sorgen, wie sie das aktuelle Gebäudeenergiegesetz überarbeiten will und dabei gleichzeitig europarechtliche Verpflichtungen einhalten kann. Ebenfalls sollten die Förderprogramme, die Investitionen in Milliardenhöhe auslösen und die heimische Wirtschaft stärken, zukunftsfähig ausgestaltet werden“, so Dilger weiter. Aktuell kommen die tiefengeothermischen Anlagen in Deutschland auf eine installierte Wärmeleistung von 442 MW. Das Potenzial ist sehr viel größer: „Perspektivisch könnten tiefengeothermische Anlagen allein mindestens ein Viertel des Wärme- und Kältebedarfs in Deutschland decken“, so Dilger. Wenn wie geplant die Tiefe Geothermie von derzeit 1,8 TWh auf 10 TWh pro Jahr ausgebaut wird, könnten in Deutschland rund 24.000 neue Arbeitsplätze entstehen, 34 Millionen Tonnen CO2 vermieden und Importkosten für fossile Brennstoffe von bis zu 9 Milliarden Euro eingespart werden, schätzt der BVG. PM: BVG PB: BVG-TG-Poster GEO-Landkarte Weitere Beiträge:Mit Lichtgeschwindigkeit zur E-MobilityStrom statt Diesel: Elektrobusse können Millionen für die Gesellschaft und die Umwelt sparenTenneT verbindet im Probebetrieb Norwegen und Deutschland mit NordLink