Werbung




Seewasserwärmepumpe von Muscheln und Reinigungsmolche passieren lassen

PB: Verlegung der neuen Seewasserleitung im Genfer See / ©: Sistag AG
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Von Muscheln, Molchen und grüner Energie aus dem See:

(WK-intern) – Für die Seewasserwärmepumpe der EPFL & UNIL in Lausanne musste eine neue Armatur her, die im geschlossenen Zustand den Hauptzulauf absperrt und im offenen Zustand neben Genfer Seewasser auch Reinigungsmolche passieren lässt.

Mit dem in der Schweiz gefertigten Wey Full Bore Plattenschieber FB ist seit kurzer Zeit beides möglich.

Pionierarbeit in der Seethermie
Der Campus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne ist Vorreiter in der thermischen Seewassernutzung. Seit 1978 werden die Hochschulgebäude mit Seewasser gekühlt. Heute wird auch Heizenergie nachhaltig aus dem See gewonnen. In den vergangenen Jahren hat die Energiezentrale am Genfer See einen neuen Gegner bekommen: Die Quaggamuschel.

Gefahr aus der Tiefe
Die invasive Quaggamuschel breitet sich seit einigen Jahren rasant in europäischen Gewässern aus. Im Gegensatz zu anderen Muschelarten wie der Zebramuschel, überlebt die Quaggamuschel in tieferen und kälteren Lagen und besiedelt dort Anlagen, die bislang von Muschelbefall weitgehend verschont blieben. Rohrleitungen, die in betroffene Oberflächengewässer wie den Genfersee führen, müssen regelmässig per Molch von Ablagerungen im Inneren befreit werden.

Freier Durchgang für den Molch
Für den Hauptzulauf der Seewasseranlage wurde im Schweizer Produktionswerk von Sistag ein Plattenschieber im Full Bore Design gefertigt. Dieser ermöglicht das Absperren der Leitung für Revisionsarbeiten in der Zentrale. Anders als herkömmliche Armaturen verfügt der Wey Schieber über einen vollfreien Durchgang, der exakt dem Rohrdurchmesser entspricht und das Passieren von Molchen erlaubt. Spezielle Schaber aus Bronze befreien die Schieberplatte bei jedem Öffnen von Ablagerungen. Ein einzigartiges Dichtsystem sorgt für 100% Dichtheit in beiden Fliessrichtungen.

Vom Prototyp zur Erfolgsgeschichte
Nach ausgiebigen Tests und einem ersten erfolgreichen Reinigungszyklus wurde eine zweite Armatur durch einen baugleichen Wey Plattenschieber ersetzt. Das besondere Armaturdesign hat sich bewährt – so sehr, dass Sistag die Spezialanfertigung kurzerhand zu einer neuen Produktreihe weiterentwickelt hat: Dem Wey Plattenschieber FB. In verschiedenen Schweizer Seewasseranlagen, etwa am Bielersee oder Zugersee, ist die Full Bore Armatur seither im Kampf gegen die Quaggamuschel im Einsatz.

Sistag AG

Hauptsitz der Sistag Gruppe ist die Sistag AG, ein Schweizer Unternehmen und Hersteller der bekannten Wey Absperrarmaturen. Das Familienunternehmen wurde 1964 gegründet und hat seinen Sitz in Eschenbach LU, Schweiz. Neben der Tochtergesellschaft in Deutschland existiert ein weiterer Produktionsstandort in den USA. Seit 2023 auβerdem ein Vertriebsstandort in Singapur. Hinzu kommt ein Netz von mehr als 100 Vertriebspartnern, das Sistag zu einem weltweit führenden Anbieter von Armaturentechnik macht. Mit einem 1956 angemeldeten Patent revolutionierte Sistag die Bauweise von Plattenschiebern. Der Name des Ingenieurs: Joseph Wey. Seither sind Wey Plattenschieber, Absperr- und Rückschlagklappen und gehäuselose Armaturen bekannt für ihre Qualität, Leistung und Zuverlässigkeit in zahlreichen Anwendungen, wie der Wasseraufbereitung, der chemischen Industrie oder der Lebensmittelproduktion.

PM: Sistag AG

PB: Verlegung der neuen Seewasserleitung im Genfer See / ©: Sistag AG








Top