Werbung Öffentlichkeitsbeteiligung zum KMW-Motorenkraftwerk auf der Ingelheimer Aue gestartet Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen Technik 15. Februar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Die KMW (Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG) hat im Oktober 2025 bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd einen Antrag auf Errichtung und Betrieb eines Motorenkraftwerks auf der Ingelheimer Aue eingereicht. (WK-intern) – Seit dem 9. Februar 2026 läuft die öffentliche Beteiligung zum Genehmigungsverfahren. Zudem wurde am 16. Januar 2026 ein Antrag auf Zulassung des vorzeitigen Baubeginns gestellt. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2027 geplant. Flexible Stromerzeugung für die Energiewende Das neue Motorenkraftwerk soll die bestehenden Erzeugungsanlagen der KMW ergänzen und die Zukunftsfähigkeit der Energieerzeugung am Standort sichern. Mit einer elektrischen Gesamtleistung von rund 54 MW aus zwölf Jenbacher Gasmotoren (je ca. 4,5 MW) dient die Anlage der effizienten und flexiblen Stromerzeugung für Grund-, Mittel- und Spitzenlast. „Das neue Gasmotorenkraftwerk ist ein strategischer Meilenstein für die Energieversorgung in Mainz. Es verbindet Effizienz mit Zukunftsfähigkeit und sichert den Betrieb unseres Rechenzentrums auch im Schwarzfall ab“, erklärt Oliver Malerius, Vorstand der KMW. Modularer Aufbau und intelligente Steuerung Durch die modulare Bauweise kann die Anlage bedarfsgerecht betrieben werden. Die Anzahl und Leistung der aktiven Motoren lässt sich flexibel an den tatsächlichen Strombedarf anpassen. Gleichzeitig unterstützt das Motorenkraftwerk die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen in wind- und sonnenarmen Zeiten wirksam und flexibel. Eine besondere Rolle spielt die Schwarz- und Schnellstartfähigkeit der Anlage. Im Falle eines Netzausfalls kann das Motorenkraftwerk die unterbrechungsfreie Stromversorgung des ebenfalls am Standort in Errichtung befindlichen Rechenzentrums Green Rocks sicherstellen – eine kritische Infrastruktur für die digitale Wirtschaft der Region. H2-ready: Vorbereitet für die Zukunft Das Motorenkraftwerk wird zunächst mit Erdgas betrieben, ist jedoch bereits „H2-ready“ ausgeführt. Sobald Wasserstoff am Standort verfügbar ist, besteht die Möglichkeit der zukünftigen Nutzung. Auch die spätere Wärmeauskopplung ist in Hinblick auf Platzbedarf, Anschlussmöglichkeiten und statische Anforderungen bereits berücksichtigt – das Kraftwerk ist sozusagen „Fernwärme-ready“. Moderne Umwelttechnik und zentrale Steuerung Die Abgase werden mit modernen Nachbehandlungssystemen gereinigt, um Schadstoffemissionen zu minimieren. Die Kühlung erfolgt über geschlossene Systeme auf dem Dach. Die gesamte Anlage wird zentral über die bestehende Leitwarte gesteuert. Bauvertrag unterzeichnet – Umsetzung läuft KMW hat im letzten Jahr gemeinsam mit der INNIO Group den Bauvertrag für das neue Gasmotorenkraftwerk unterzeichnet. Damit investiert KMW gezielt in Versorgungssicherheit, Klimaschutz und digitale Resilienz – lokal, flexibel und zukunftsorientiert. Technische Eckdaten: Inbetriebnahme: Ende 2027 (geplant) Betrieb: H2-ready – zu Beginn mit Erdgas Leistung: 12 H2-ready-Gasmotoren mit je ca. 4,5 MW Elektrische Gesamtleistung: ca. 54 MW Status: Genehmigungsverfahren läuft; Öffentlichkeitsbeteiligung seit 9. Februar 2026 Mehr Infos unter: www.kmw-ag.de/zukunftsplaene/motorenkraftwerk ANHANG: Einordnung zum Zukunftskraftwerk (ZKW) Neben dem aktuell im Genehmigungsverfahren befindlichen Motorenkraftwerk plant die KMW langfristig auch die Errichtung eines deutlich größeren wasserstofffähigen Gaskraftwerks, des sogenannten Zukunftskraftwerks (ZKW). Aktueller Status: Projekt pausiert Das ZKW-Projekt befindet sich derzeit in einer Wartephase. Grund dafür sind die noch laufenden politischen Abstimmungsprozesse auf Bundesebene. „Damit KMW die finale Investitionsentscheidung für das Zukunftskraftwerk treffen kann, sind noch konkrete Ausgestaltungen der Kraftwerksstrategie und eine Abstimmung mit den Gremien notwendig“, so Oliver Malerius. KMW ist mit der Sanierung des Baugrundstücks sowie der Ausführungs- und Genehmigungsplanung bereits in Vorleistung gegangen und steht in engem Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern. KMW bleibt in beiden Projekten engagiert und bereit, sobald die regulatorischen Rahmenbedingungen dies ermöglichen, in die klimaneutrale Energiezukunft der Region zu investieren. Mehr Infos unter: www.kmw-ag.de/zkw-in-planung/ Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG KMW ist ein kommunaler, regional fest verwurzelter Erzeuger von Strom, Dampf und Fernwärme. Seit 1931 versorgt das Unternehmen den Großraum Mainz-Wiesbaden zuverlässig mit Energie. Mit ihrer hohen Verfügbarkeit und ihrem exzellenten Wirkungsgrad zählen die Kraftwerke auf der Ingelheimer Aue zu den effizientesten Anlagen weltweit. Knapp 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen bei KMW zuverlässig für die Energieversorgung der Region. Neben der konventionellen Energieerzeugung hat sich KMW in den vergangenen Jahren wichtige Geschäftsfelder im Bereich Erneuerbare Energien, Energiemanagement oder Wasserstoff gesichert. Die Investition in ein Rechenzentrum führt die Diversifikation des Geschäftsmodells der KMW strategisch fort. Die Mainzer Stadtwerke AG und die ESWE Versorgungs AG sind Gesellschafter der KMW mit einem Anteil von jeweils 50 Prozent. www.kmw-ag.de PM: Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG PB: Öffentlichkeitsbeteiligung zum KMW-Motorenkraftwerk auf der Ingelheimer Aue gestartet / ©: Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG Weitere Beiträge:SMA Solar Technology AG weiht zum 30-jährigen Jubiläum das weltweit größte Servicezentrum für Solar-...Horst Piepenburg vorläufiger Insolvenzverwalter der SolarWorld-GesellschaftenIntelligenter Materialmix für optimale Leichtbauanwendung