Werbung MSEwasserstoff: H2-Lösungen für die Energiewende Behörden-Mitteilungen Veranstaltungen Wasserstofftechnik 31. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Zum bereits 13. Mal lud die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) am 29.01.2026 zur digitalen MSEwasserstoff Vier namhafte Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik geben einen Überblick über die aktuelle Situation der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland, über bereits verfügbare Projekte und Produkte und über die politische Unterstützung entsprechend dem Koalitionsvertrag Konsens herrscht darüber, dass für eine Energiewende an Wasserstoff kein Weg vorbei führt Erst mit dem Ausbau des Wasserstoff-Kernnetzes kann der Wasserstoffhochlauf gelingen (WK-intern) – Demmin/Waren (Müritz): Vier spannende Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gaben den rund 60 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern im fünften Jahr der Veranstaltungsreihe einen Überblick über den aktuellen Stand und die Zukunft der Energiewende, über innovative industrielle Wasserstoff-Lösungen und über die politische Realität. Den Anfang machte Prof. Dr. Werner Tillmetz, Mitglied des e2connect Bodensee-Netzwerkes und der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie der Bundesregierung mit einem Überblick über die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende. Wasserstoff ist laut Prof Tillmetz als Speichermedium für den Import erneuerbarer Energien unverzichtbar. Genauso, wie das neue Ökosystem ganzheitlich, gemeinsam, strategisch und regional umzusetzen – unter Verzicht auf Renditen und mit einer gezielten Investition in Zukunftstechnologien und Arbeitsplätze. Nur so könne der Wasserstoffhochlauf gelingen. Dr.-Ing. Nurettin Tekin, Wasserstoff-Produkt-Manager bei der Kawasaki Gas Turbine Europe GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Kawasaki Heavy Industries Ltd. Japan, zeigte das Engagements des Konzerns hinsichtlich innovativer H2-Technologien. Dr. Tekin belegte, dass viele Wasserstoff-Produkte bereits verfügbar sind. Allerdings bestehe derzeit immer noch kein echter Wasserstoff-Markt. Den prognostizierte er für Deutschland als wichtigster Wasserstoff-Markt in Europa für 2026, beginnend mit dem Hochlauf des Wasserstoffkernnetzes über 10.000 km. Das machte Dr. Tekin auch an zahlreichen Projekten fest, die derzeit in Entwicklung sind – auch auf politischer Ebene. „Wasserstoff hatte es 2024 und 2025 schwer im Markt. Aber ab 2026 dürfte das „Tal der Tränen“ durchschritten sein und der Markthochlauf starten.“ Dennis Wehmeyer, Leiter Geschäftsentwicklung und Nachhaltigkeit der GASCADE Gastransport GmbH, ging besonders auf den Dreh- und Angelpunkt eines erfolgreichen Wasserstoff-Hochlaufs ein, das Wasserstoff-Kernnetz. Als umfangreichstes Wasserstoff-Kernnetz Europas mit rund 10.000 km und Investitionen von 19 Mrd. Euro verbindet das Pipelinenetz, das zu 60 Prozent aus umgestellten Gas-Pipelines besteht, Deutschland mit acht Nachbarstaaten. In drei Ausbaustufen bis 2035 wird GASCADE sein, rund 3.700 km langes, Pipeline-Netz von Lubmin bis nach Tschechien umstellen. Am 11.12.2025 wurden die ersten 400 km von Lubmin bis Bobbau erfolgreich in Betrieb genommen. Die Finanzierung des ambitionierten Projektes läuft dabei nicht über Förderungen, sondern als Vorfinanzierung über ein Amortisationskonto. Was bezahlbare Tarife sichert und bis 2050 wieder ausgeglichen werden soll. Insgesamt positioniert sich GASCADE, so Wehmeyer, national und international als Betreiber von Wasserstoff-Importstrukturen in Nord- und Ostsee, zuverlässiger Partner für regionale Kooperationen in Erzeugung, Speicherung und Abnahme und bei der kostengünstigen Umrüstung von Bestandsleitungen zu Wasserstoff-Pipelines. “Wir versorgen Deutschland und verbinden Europa.“ Das ist der Anspruch GASCADES an sich selbst und sein Versprechen an Partner und Kunden. Einen aufschlussreichen Einblick in politische Hintergründe der Wasserstoff-Thematik gab Martin Klausch, Referent Umwelt und Bauen des Deutschen Landkreistages (DLT). Der Spitzenverband aller 294 Landkreise in Deutschland, der 96 Prozent der Fläche und 68 Prozent der Bevölkerung politisch vertritt, befürwortet Wasserstoff ganz klar als Baustein des energiewirtschaftlichen Gesamtkonzeptes mit Chancen für regionale Räume als Produktions- und Verbrauchsstandort von Wasserstoff. Wie bereits die Vorredner auch unterstrich Klausch die Bedeutung einer modernen Wasserstoffinfrastruktur in der Fläche, die Förderung des Wasserstoffhochlaufes und eine Öffnung für alle Wasserstoffarten. Bezugnehmend auf die Versprechen des Koalitionsvertrages machte Klausch aber auch klar, dass die Umsetzung anstehender Gesetze politisch hinterherhinkt. Sein Fazit: Wichtig ist, alle Beteiligten mitzunehmen, Maßnahmen im Zusammenhang zu diskutieren und keine Einzelvorhaben voranzutreiben, Planungssicherheit und Konstanz für Kommunen und Investoren zu schaffen. Wenn das gelingt, kann die Regierung die Bedingungen für einen erfolgreichen Wasserstoffhochlauf vereinfachen und diesen vorantreiben. „Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt: Ohne Wasserstoff ist die Energiewende nicht realisierbar – weder technisch noch strategisch. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurde deutlich, dass Wasserstoff längst kein Zukunftsthema mehr ist, sondern sich zunehmend zu einem systemrelevanten Baustein unseres Energie- und Industriesystems entwickelt“, fasste WMSE-Geschäftsführerin Sabine Lauffer die Veranstaltung zusammen. „Die Wasserstoff-Transformation ist eine gemeinsame Aufgabe von Technologie, Infrastruktur, Politik und Verwaltung. Die Grundlagen sind gelegt. Jetzt geht es um die gemeinsame, zielorientierte Umsetzung, um Geschwindigkeit und strategische Konsequenz.“ Den Mitschnitt der Veranstaltung, die Vorträge und Kontaktdaten der Referenten sind hier abrufbar. Über die MSEwasserstoff Seit 2021 unterstützt die Wirtschaftsförderung MSE mit der Veranstaltungsreihe MSEwasserstoff die Umsetzung von Wasserstoff-Projekten in der HyStarter-Region Mecklenburgische Seenplatte. MSEwasserstoff ist eine Plattform für Austausch, Information und Diskussion, für die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und den Regionen. Mit der MSEwasserstoff will die WMSE die Technologie verständlich, praxisnah und konkret machen, zeigen, wie Wasserstoff zu einem echten Beitrag für die Energiewende werden kann. PM: Wirtschaftsförderung MSE PB: Wirtschaftsförderung MSE Weitere Beiträge:Ostküstenleitung: Bürgerkonferenz als Auftakt zum DialogverfahrenDresdner Leichtbau für die Elektromobilität von morgenWegweisende Produkte und Lösungen für die Verkehrswende auf der micromobility expo