Werbung Finnland positioniert sich als zentraler Akteur in der europäischen Energiewende Erneuerbare & Ökologie Technik Wasserstofftechnik 27. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Grüne Energie im Überfluss: Finnland hat klimaneutralen Strom für 100 E-Fuel-Anlagen Massiver Ausbau erneuerbarer Energien: 70 Prozent mehr CO2-neutraler Strom bis 2030 schafft die Basis für E-Fuel-Industrie Günstige Strompreise und biogenes CO2 aus nachhaltiger Forstwirtschaft ReFuelEU-Verordnung schafft verlässliche Nachfrage und positioniert Finnland als strategischen Partner (WK-intern) – Helsinki – Das Land stellt derzeit die Weichen, um die Produktion von synthetischen Kraftstoffen massiv auszubauen. Mit einer schnell wachsenden Infrastruktur für erneuerbare Energien und günstigen Strompreisen bietet Finnland bereits heute die Kapazitäten für den Aufbau von bis zu 100 E-Fuel-Produktionsanlagen. Diese Entwicklung ist ein entscheidender Schritt, um die anspruchsvollen Klimaziele der EU in Sektoren wie Luft- und Schifffahrt zu erreichen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. „Die Diskussion über E-Fuels ist heute stark geprägt von der Frage nach Kosten, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit grüner Energie. Genau hier liegt Finnlands Stärke“, erklärt Juha Peltomäki, Head of Industry, Bio & Circular bei Business Finland. „Die hohe Kapazität an sauberer und kostengünstiger Energie macht Finnland zu einem der attraktivsten Standorte für die E-Fuel-Produktion weltweit. Wir schaffen die Grundlage für eine industrielle Herstellung synthetischer Kraftstoffe in einem Maßstab, den Europa dringend benötigt, um seine Abhängigkeit von fossilen Importen zu verringern.“ Das Fundament dieser Strategie ist eine geplante Steigerung der CO2-neutralen Stromerzeugung um 70 Prozent bis 2030 auf dann 140 Terawattstunden (TWh). Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien – die Onshore-Windkraft-Planung beläuft sich auf mehr als 60.000 Megawatt Peak (MWp) und die Solarenergie auf mehr als 26.000 MWp – verfügt Finnland über weitere Standortvorteile. Die Strompreise gehören zu den niedrigsten in Europa, was die energieintensive Herstellung von E-Fuels wirtschaftlich attraktiv macht. Zudem verfügt das Land über reichlich biogenes CO2 aus Nebenströmen seiner nachhaltig bewirtschafteten Forstindustrie, das als Rohstoff für die Synthese von E-Fuels dienen kann. Peltomäki stellt klar: „Für die E-Fuel-Produktion wird kein einziger Baum zusätzlich gefällt. Wir nutzen ausschließlich Nebenströme, die ohnehin anfallen. Unser Modell basiert auf einer intelligenten Kreislaufwirtschaft, nicht auf der Ausbeutung von Ressourcen.“ EU-Regulierung schafft Marktdynamik Die EU-Verordnungen ReFuelEU Aviation und FuelEU Maritime schaffen einen verlässlichen Rechtsrahmen und eine steigende Nachfrage. Sie sehen eine schrittweise Erhöhung des Anteils nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) und eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Seeverkehr vor. Bis 2050 soll der Anteil an synthetischen Kraftstoffen in der Luftfahrt beispielsweise 35 Prozent betragen. Das gibt Unternehmen die notwendige Planungssicherheit, um in neue Technologien und Produktionsanlagen zu investieren. Zahlreiche Ankündigungen von internationalen Unternehmen unterstreichen das Vertrauen in den finnischen Standort. Projekte von Unternehmen wie Norsk e-Fuel, Verso Energy, Liquid Wind, TES und CPC Finland befinden sich in der Planung und zielen auf die Produktion von E-Kerosin, E-Methanol und E-Methan ab. Die enge Zusammenarbeit zwischen finnischen Forschungseinrichtungen wie dem VTT und internationalen Technologieführern wie dem deutschen Unternehmen Ineratec beschleunigt die Entwicklung und Implementierung neuer Verfahren. Klare E-Fuel-Ziele für den Straßenverkehr Auch im Straßenverkehr schafft Finnland bereits Fakten. Als eines der ersten Länder in der EU hat die finnische Regierung ein verbindliches Ziel für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBOs) festgelegt: Bis 2030 müssen vier Prozent der an Tankstellen abgegebenen Kraftstoffe aus dieser Quelle stammen. Der pragmatische Ansatz zielt nicht nur auf die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs ab, sondern schafft auch einen stabilen Heimatmarkt. Er sendet ein klares Signal an Investoren und Technologieentwickler, dass Finnland es mit dem Aufbau einer umfassenden E-Fuel-Wirtschaft ernst meint. Diese nationale Zielsetzung unterstreicht Finnlands ganzheitlichen Ansatz, die eigene Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen und gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung Europas zu leisten. „Mit einer Fülle an Ressourcen, dem politischen Engagement und einer offenen Haltung gegenüber internationalen Partnerschaften sind wir optimal positioniert, um Europas Energiewende gemeinsam mit unseren Partnern entscheidend voranzutreiben“, betont Peltomäki. Weitere Informationen zu Business Finland unter:www.businessfinland.com Über Business Finland: Business Finland ist die offizielle finnische Organisation für Innovationsfinanzierung, Handels-, Investitions- und Tourismusförderung. Sie wurde am 1. Januar 2018 durch die Fusion von Finpro und Tekes gegründet. Als öffentliche Einrichtung unter dem finnischen Ministerium für Beschäftigung und Wirtschaft zielt Business Finland darauf ab, den Wohlstand Finnlands durch nachhaltiges Wachstum zu fördern. Die Organisation beschäftigt 760 Spezialisten an 37 ausländischen Standorten und 16 Büros in Finnland. Business Finland unterstützt Unternehmen bei ihrem globalen Wachstum, fördert Innovationen und Forschung und arbeitet daran, das Land als attraktiven Standort für Investitionen und Tourismus zu positionieren. PM: Sputnik GmbH PB: Die Stadt Oulu entwickelt in ihrem Hafen ein mehrere hundert Hektar großes Wasserstoff-Industriegebiet. Die Abbildung zeigt die erste Phase des dreistufigen Projekts, dessen Fertigstellung für 2030 geplant ist. (Foto: City of Oulu) Weitere Beiträge:Lasertechnik für eine energieeffiziente Herstellung und mehr Leistung von BatteriezellenBosch setzt auf Innovationen, Partnerschaften und Zukäufebadenova erstellt Masterplan Klimaneutralität zur Energie- und Wärmewende