Werbung Die Bundesnetzagentur veröffentlicht heute Strommarktdaten für das Jahr 2025 Behörden-Mitteilungen Erneuerbare & Ökologie Offshore Solarenergie Windenergie Windparks 5. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Bundesnetzagentur veröffentlicht Daten zum Strommarkt 2025 (WK-intern) – Datengrundlage ist die Informationsplattform der Bundesnetzagentur für Strom- und Gasmarktdaten SMARD. Erzeugung und Verbrauch Die realisierte Stromerzeugung* im abgelaufenen Jahr betrug insgesamt 437,6 TWh und blieb damit nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (437,7 TWh). 257,5 TWh davon entfielen auf erneuerbare Energieträger**, was einem Anteil von 58,8 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 58,5 Prozent. Den größten Anteil der einzelnen Energieträger an der Gesamterzeugung machte die Windkraft aus. Wind-Offshore-Anlagen speisten 26,1 TWh ins Netz der allgemeinen Versorgung ein (2024: 25,7 TWh), Wind-Onshore-Anlagen 106,5 TWh (2024: 112,6 TWh). Photovoltaikanlagen*** speisten 74,1 TWh ein (2024: 63,2 TWh), während 36,0 TWh aus Biomasse stammten (2024: 36,2 TWh). Neben überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden im Sommer trug auch der Ausbau der installierten Leistung dazu bei, dass Photovoltaik einen deutlichen Anstieg verzeichnete. Die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern belief sich auf insgesamt 180,1 TWh, was einem Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Erzeugung durch Steinkohle stieg um 3,0 Prozent auf 28,2 TWh, die Erzeugung durch Braunkohle fiel um 5,4 Prozent auf 67,2 TWh. Die Stromerzeugung aus Erdgas stieg um 6,4 Prozent auf 60,6 TWh. Der Anteil von Erdgas an der Gesamterzeugung stieg leicht auf 13,8 Prozent (2024: 13,0 Prozent). Großhandelsstrompreise Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis am Day-Ahead-Markt lag im abgelaufenen Jahr bei 89,32 €/MWh. Das entspricht einem Anstieg von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 78,51 €/MWh. Negative Großhandelspreise traten in 573 von 8.760 Stunden auf. Im Vorjahr waren es 457 von 8.784 Stunden. Großhandelspreise von mehr als 300 €/MWh traten im abgelaufenen Jahr in 40 von 8.760 Stunden auf, 2024 waren dies in 41 von 8.784 Stunden der Fall (da 2024 ein Schaltjahr war, unterscheidet sich die Anzahl der Gesamtstunden). Im Jahr 2024 kostete ein Jahresprodukt mit Lieferung im Jahr 2025 (Jahresfuture) im Schnitt rund 88,70 €/MWh. Der Preis entsprach damit fast genau dem Durchschnittspreis am Day-Ahead Markt. Im Jahr 2023 lag der Preis für Jahresfutures für 2025 im Schnitt bei 122,03 €/MWh, deutlich über dem durchschnittlichen Day-Ahead-Großhandelspreis. Grenzüberschreitender Stromhandel Im kommerziellen Außenhandel importierte Deutschland insgesamt 76,2 TWh Strom (2024: 77,2 TWh) und exportierte 54,3 TWh (2024: 48,9 TWh). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Importe um rund 1,3 Prozent gefallen und die Exporte um 11,1 Prozent gestiegen, wodurch der Nettoimport um 22,6 Prozent auf 21,9 TWh sank. Strom wird in aller Regel dann importiert, wenn die inländische Produktion teurer wäre. Angebot und Nachfrage bilden ein gesamteuropäisches Zusammenspiel. Strom wird im europäischen Verbund dort erzeugt, wo dies am günstigsten möglich ist. Deutschland und die anderen europäischen Länder können so wechselseitig von den jeweils günstigsten Erzeugungsbedingungen profitieren. Weitere Kennzahlen und Erläuterungen zum Strommarkt im Jahr 2025 finden Sie im Jahresrückblick auf der Plattform für Strom- und Gasmarktdaten der Bundesnetzagentur SMARD.de Die Daten auf der Plattform werden von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern bereitgestellt und können aufgrund neuer Erkenntnisse aktualisiert werden. * Bei der realisierten Erzeugung handelt es sich um die Nettostromerzeugung. Sie beziffert die Einspeisung in das Netz der allgemeinen Versorgung, abzüglich des Eigenverbrauchs der Kraftwerke. Die Erzeugung im Netz der Deutschen Bahn sowie innerhalb von Industrienetzen und geschlossenen Verteilnetzen ist nicht Bestandteil der realisierten Erzeugung. ** Der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms an der Gesamterzeugung unterscheidet sich von der Berechnungsgrundlage für die Zieldefinitionen der Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien gemäß EEG, die sich am Bruttostromverbrauch bemisst. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch lag nach ersten Berechnungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) am Umweltbundesamt (UBA) im Dezember 2024 bei rund 54 Prozent. *** Bei privaten Photovoltaikanlagen werden gemäß der gesetzlichen Grundlage nur die Strommengen erfasst, die ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist werden. Direkt im Haushalt wieder verbrauchter Strom, sogenannter „PV-Eigenverbrauch“, wird in der auf SMARD gezeigten „realisierten Erzeugung“ nicht erfasst. PM: Bundesnetzagentur Erneuerbare Energien / Fotos: HB Weitere Beiträge:Basler & Hofmann etabliert ein Kompetenzzentrum für Erneuerbare EnergienAltair unterstützt spanisches Crowd-Funding Windenergieprojekt, flügelloser elektrischer Windgenerat...Vacuumschmelze: höchste Ansprüche beim Symposium Photovoltaische Solarenergie