Werbung ABO Energy und Stadt Oulu unterzeichnen Vereinbarung zur Vorbereitung einer Wasserstoff-Anlage Erneuerbare & Ökologie Wasserstofftechnik 31. August 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels (WK-intern) – BO Energy und die finnische Stadt Oulu haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Planung und Entwicklung einer Großanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff im Norden Finnlands voranzutreiben. Die Vereinbarung gründet auf einer 2025 gesicherten Flächenreservierung und schafft den Rahmen für die Zusammenarbeit beider Parteien bei Projektentwicklung, Raumplanung, Genehmigungsverfahren sowie die notwendigen Untersuchungen und Studien. ABO Energy treibt derzeit die Planungen für eine Wasserstoffproduktionsanlage in Oulu voran. Die Elektrolyseleistung könnte dabei in zwei bis drei Entwicklungsphasen auf bis zu 600 MW ausgebaut werden. Neben der Produktion von grünem Wasserstoff prüft das Unternehmen auch die Errichtung nachgelagerter Anlagen zur Herstellung von synthetischem Methanol sowie nachhaltigem Flugkraftstoff (e-SAF). Dadurch könnte die Wertschöpfungskette am Standort erheblich erweitert werden. Die bei der Produktion entstehende Abwärme soll in das lokale Fernwärmenetz eingespeist werden. Für das Gesamtprojekt wird eine Fläche von bis zu 41 Hektar benötigt. Meilenstein auf dem Weg zur Investitionsentscheidung Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung haben ABO Energy und die Stadt Oulu einen Meilenstein im Entwicklungsprozess erreicht. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die weitere gemeinsame Planung und Vorbereitung des Projekts. „Die Entwicklung von grünen Wasserstoffprojekten erfordert die Kombination aus Infrastruktur, Erneuerbaren-Energien-Ressourcen und enger Zusammenarbeit mit lokalen Stakeholdern. Wir freuen uns darauf, das Potenzial dieses Projekts gemeinsam mit unseren Partnern weiter auszuloten“, sagt Amanda Cardwell, Head of Project Development bei ABO Energy Suomi. ABO Energy Suomi ist Teil des deutschen Projektentwicklers für erneuerbare Energien ABO Energy. Eine Investitionsentscheidung soll nach Abschluss weiterer Entwicklungsarbeiten, technischer Bewertungen und wirtschaftlicher Analysen getroffen werden. Parallel dazu laufen bereits die Arbeiten am Teilbebauungsplan für das vorgesehene Industriegebiet. Bei der Planung sollen während des gesamten Entwicklungsprozesses Biodiversitätsaspekte berücksichtigt werden. Oulu baut Rolle als Wasserstoff-Hub im Ostseeraum aus Oulu verfügt derzeit über die größte Projektpipeline zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Ostseeraum und verfolgt das Ziel, sich als führender nordischer Wasserstoffstandort zu etablieren. „Unser Ziel ist es, die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette aufzubauen – von der Produktion über die Weiterverarbeitung bis hin zu Endanwendungen. Ich freue mich sehr, dass unsere langjährige Zusammenarbeit mit ABO Energy nun den nächsten wichtigen Schritt macht“, erklärt Ari Alatossava, Bürgermeister von Oulu. Die Wasserstoffstrategie der Stadt stützt sich auf die Kombination aus wettbewerbsfähiger erneuerbarer Stromerzeugung, einer starken industriellen Basis und umfangreicher Forschungskompetenz. Finnland zählt zu den Ländern mit den niedrigsten Strompreisen Europas. Gleichzeitig ist die Region Oulu das wichtigste Zentrum für die Erzeugung erneuerbarer Energien im Land. Die Stadt Oulu investiert gezielt in den Ausbau der Infrastruktur für wasserstoffbasierte Industrien. Auf nationaler Ebene arbeitet Gasgrid Finland an Plänen für ein Wasserstofftransportnetz, das zentrale Produktions- und Verbrauchsstandorte miteinander verbinden soll. Darüber hinaus profitiert Oulu von seiner strategisch günstigen Lage mit einem internationalen Tiefwasserhafen, der Teil des europäischen TEN-T-Kernnetzes ist, sowie von leistungsfähigen Schienen- und Straßenverbindungen für nationale und internationale Lieferketten. Ein weiterer Standortvorteil ist die Universität Oulu, die als eines der führenden Zentren für Wasserstoffforschung in Finnland gilt und sowohl Forschungs- und Entwicklungskapazitäten als auch qualifizierte Fachkräfte für die Wasserstoffwirtschaft bereitstellt. Foto: Stadt Oulu Weitere Beiträge:Wer seine Anlage jetzt noch in Betrieb nimmt, sichert sich 20 Jahre EinspeisevergütungFinnischer Wasserstoff per Pipeline nach Deutschland – EU fördert Transportprojekt NBHCGeneralzolldirektion: Neue Regelungen bei der Energie- und Stromsteuer