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eFuels als Baustein europäischer Resilienz und Verteidigungsfähigkeit

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eFuel Alliance legt Positionspapier vor

(WK-intern) – Die eFuel Alliance hat ein neues Positionspapier mit dem Titel „eFuels For A Secure And Resilient European Energy Supply“ veröffentlicht.

Darin ordnet die eFuel Alliance erneuerbare, strombasierte Kraftstoffe als sicherheitspolitisch relevanten Faktor für die Versorgungssicherheit und Verteidigungsfähigkeit Europas ein.

Hintergrund ist die zunehmende geopolitische Verwundbarkeit der EU durch fossile Importabhängigkeiten, die sich durch den Krieg in der Ukraine seit 2022 und den Konflikt um den Iran im Jahr 2026 offengelegt haben.

Importierte fossile Energieträger deckten 2023 rund 58 Prozent des EU-Energieverbrauchs, während erneuerbare Energien nur etwa 23 Prozent des Endenergieverbrauchs ausmachten. Nahezu alle Fahrzeuge des Zivil- und Katastrophenschutzes sowie des Militärs sind auf flüssige Kraftstoffe angewiesen. eFuels sind als Drop-in-Lösung ohne technische Anpassungen in bestehenden Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen einsetzbar und chemisch mit NATO-Standardkraftstoffen kompatibel.

„Die Debatte über eFuels darf nicht länger ausschließlich unter klima- und verkehrspolitischen Gesichtspunkten geführt werden. Versorgungssicherheit und Resilienz werden zu zentralen Standortfaktoren. Europa braucht ein diversifiziertes Energiesystem, und eFuels sind ein unverzichtbarer Bestandteil davon“, erklärt Ralf Diemer, Hauptgeschäftsführer der eFuel Alliance.

Das Positionspapier formuliert drei zentrale politische Forderungen:

  • Erstens müssen die Produktionsregeln für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs (RFNBOs) praxistauglich werden. Dazu zählen eine Verschiebung der Zusätzlichkeitskriterien bis 2035, ein Bestandsschutz für laufende Projekte sowie eine Ausweitung zulässiger CO₂-Quellen um industrielle Punktquellen.
  • Zweitens braucht es eine klare Marktnachfrage durch ambitionierte, sektorspezifische eFuel-Unterquoten im Rahmen der anstehenden Revision der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED IV).
  • Drittens sollen Investitionen in eFuel-Produktionskapazitäten auf das NATO-Ziel von 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anrechenbar sein. Das verringert die Importabhängigkeit und stärkt die industrielle Basis. Ergänzend sollen doppelseitige Auktionen, nach dem Vorbild von H2Global, mit mehr Mitteln und einem breiteren Produktspektrum, etwa für eDiesel, ausgestattet werden, um militärische sowie zivile Vorsorgebedarfe zu ergänzen.

„Die militärische Nachfrage allein trägt keine Produktionsstätte. Ohne zivile Nachfrage lohnt sich keine eFuel-Anlage. Deshalb brauchen wir einen regulatorischen Rahmen, der zivile und sicherheitspolitische Bedarfe zusammenbringt“, fordert Diemer.

Am 22. Juli 2026 billigte die NATO das Fuel Supply Chain Capability Programme mit rund 27 Milliarden Euro für Lager- und Verteilinfrastruktur und unterstreicht damit den wachsenden sicherheitspolitischen Stellenwert von Kraftstoffinfrastruktur. Vor diesem Hintergrund fordert die eFuel Alliance die europäischen Gesetzgeber auf, die Revision der Erneuerbare-Energien-Richtlinie sowie der CO₂-Flottenregulierung zeitnah für eine technologieoffene, resilienzorientierte Ausrichtung zu nutzen.

PM: eFuel Alliance e.V.








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