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EIWA-CfD-Modell fördert 10 GW Elektrolyseleistung

EIWA-CfD-Modell fördert 10 GW Elektrolyseleistung
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Das EIWA-CfD-Modell fördert 10 GW Elektrolyseleistung für eine sichere, heimische Wasserstoffversorgung

(WK-intern) – CfD-Fördermodell der Elektrolyse-Industrie-Wirtschaftsallianz (EIWA) sichert den wirtschaftlichen Aufbau von 10 GW Elektrolyseleistung für eine resiliente heimische Wasserstoffversorgung

Der Ausbau der Wasserstoffproduktion in Deutschland kommt trotz ambitionierter energie- und industriepolitischer Ziele nur schleppend voran.

Ohne ein investitionsfähiges Förderinstrument wird das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 Elektrolysekapazitäten von 10 GW aufzubauen, deutlich verfehlt werden. Die Elektrolyse-Industrie-Wirtschaftsallianz (EIWA) legt deshalb ein CfD-basiertes Fördermodell vor, das den wirtschaftlichen Hochlauf einer heimischen Wasserstoffproduktion ermöglicht und gleichzeitig Versorgungssicherheit, Windenergieausbau und industrielle Wettbewerbsfähigkeit stärkt.

Die vom Wuppertal Institut im Auftrag der EIWA erstellte Analyse zeigt, dass der Hochlauf von 10 GW Elektrolysekapazität bereits mit jährlichen CfDFörderkosten von rund 800 Millionen Euro ermöglicht werden kann. Voraussetzung hierfür ist eine regulatorische Ausgestaltung der Wasserstoffnachfrage, die eine ausreichende Zahlungsbereitschaft für grünen Wasserstoff schafft. Dadurch wird die Sonstige Direktvermarktung des erzeugten Wasserstoffs wirtschaftlich attraktiver, sodass ein wachsender Anteil der Produktion außerhalb des CfD-Mechanismus vermarktet werden kann. Die Folge sind sinkende staatliche Förderkosten bei gleichzeitig zunehmender Marktentwicklung. „Deutschland braucht jetzt einen investitionsfähigen Marktmechanismus für die heimische Wasserstoffproduktion. Ohne zusätzliche Maßnahmen werden die Ausbauziele nicht erreicht. Unser CfDModell schafft die notwendige Investitions- und Finanzierungssicherheit und ermöglicht gleichzeitig einen marktwirtschaftlichen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft“, erklärt Andreas Rimkus der Sprecher der EIWA. 



Wasserstoffhochlauf als Beschleuniger der Energiewende 



Das vorgeschlagene Elektrolyse-Industrie-Wirtschaftsprogramm leistet nicht nur einen Beitrag zum Aufbau einer heimischen Wasserstoffwirtschaft, sondern unterstützt zugleich den weiteren Ausbau der Windenergie. Die ersten 10 GW Elektrolysekapazität schaffen eine zusätzliche flexible Stromnachfrage von über 30 TWh jährlich und eröffnen damit insbesondere in windstarken Netzengpassgebieten neue Vermarktungsmöglichkeiten für erneuerbaren Strom. Elektrolyseure können nicht bedarfsgerecht erzeugte Windstrommengen direkt aufnehmen, Netzengpässe reduzieren und die Abregelung erneuerbarer Energien verringern. Dadurch entstehen zusätzliche Investitionsanreize für neue Windenergieanlagen, während gleichzeitig Redispatchkosten und der Bedarf für kostenintensive Netzausbaumaßnahmen reduziert werden können. Das EIWA-Konzept verbindet damit den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft unmittelbar mit einer optimalen Integration erneuerbarer Energien in ein versorgungssicheres, resilientes, nachhaltiges und wirtschaftliches Energiesystem der Zukunft. 



Bestehender Energiemarkt statt Aufbau künstlicher Nachfrage



Die Besonderheit des EIWA-Konzepts besteht darin, dass die Wasserstoffproduktion nicht auf den kurzfristigen Aufbau neuer Absatzmärkte angewiesen ist. Stattdessen wird der erzeugte Wasserstoff in den bestehenden Erdgasmarkt integriert. Mit einem Erdgasverbrauch von rund 864 TWh im Jahr 2025 verfügt Deutschland bereits heute über einen hochliquiden Energiemarkt. Die durch das EIWA-Konzept abgesicherte Wasserstoffproduktion von rund 800.000 Tonnen jährlich entspricht lediglich etwa 26 TWh und damit rund drei Prozent des heutigen Erdgasmarktes. Dadurch entsteht ein entscheidender Vorteil: Der Absatz des erzeugten Wasserstoffs ist nicht von einzelnen industriellen Großabnehmern oder dem kurzfristigen Aufbau spezifischer Wasserstoffmärkte abhängig, sondern erfolgt in einen bereits bestehenden, aufnahmefähigen und hochliquiden Energiemarkt.



Gashändler als Brücke zwischen Wasserstofferzeugung und Markt



Eine zentrale Rolle übernehmen dabei etablierte Gashändler. Sie verfügen bereits heute über die erforderlichen Handels- und Beschaffungsstrukturen, Bilanzkreis- und Portfoliomanagementsysteme, industrielle Kundenbeziehungen sowie umfangreiche Markt- und Preisexpertise. Für Betreiber von Elektrolyseanlagen reduziert sich dadurch das Absatzrisiko erheblich. Langfristige Einzelabnahmeverträge mit Industrieunternehmen werden nicht mehr zur Voraussetzung für die Finanzierung neuer Projekte. Die Folge sind verlässliche und langfristig kalkulierbare Zahlungsströme – eine wesentliche Voraussetzung für die Finanzierung großer Elektrolyseprojekte.



Grundlage für Investitionen in Milliardenhöhe



Durch die Kombination aus CfD-Absicherung und bestehender Marktinfrastruktur entsteht erstmals ein Finanzierungsrahmen, der den Anforderungen institutioneller Investoren, Infrastrukturfinanzierer und Banken entspricht. Die frühzeitige Investitions- und Vermarktungssicherheit

reduziert bereits in der Projektentwicklung die wirtschaftlichen Risiken und damit die Entwicklungskosten. Gleichzeitig ermöglichen geringere Finanzierungsrisiken höhere Fremdkapitalquoten und niedrigere Kapitalkosten. Beides zusammen trägt wesentlich zur Senkung der Wasserstoffgestehungskosten bei.



Das Modell ermöglicht:

  • langfristige Investitions- und Planungssicherheit,
  • hohe Fremdkapitalquoten in der Projektfinanzierung,
  • eine deutliche Reduzierung von Absatz- und Preisrisiken,
  • wettbewerbliche Ausschreibungen zur Ermittlung effizienter Förderhöhen,
  • sowie einen marktwirtschaftlichen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.

Zusätzliche Stabilität entsteht durch die Nutzung etablierter Handelsplattformen wie Trading Hub Europe (THE) und des europäischen Referenzmarktes TTF. Transparente Preisbildung, standardisierte Abwicklung und hohe Marktakzeptanz stärken das Vertrauen von Investoren, Finanzierungsinstitutionen und Marktteilnehmern zusätzlich. Marktwirtschaftliche Flexibilität bleibt erhalten Das CfD-Modell schließt eine Sonstige Direktvermarktung nicht aus. Wasserstoffproduzenten können bei attraktiven Marktbedingungen weiterhin direkte Lieferverträge mit Industrieunternehmen abschließen. Dadurch entsteht ein doppelter Effekt: Einerseits wird die notwendige Investitionssicherheit gewährleistet, andererseits bleibt ein starker Anreiz zur Entwicklung eigenständiger Wasserstoffmärkte erhalten. Das System verbindet damit die Sicherheit eines langfristigen Fördermechanismus mit den Chancen eines sich entwickelnden Marktes. 



Wasserstoff als Beitrag zur Versorgungssicherheit und industriellen Souveränität



Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen verdeutlichen, dass Energieversorgungssicherheit zunehmend auch eine Frage technologischer und industrieller Souveränität ist. Der Aufbau heimischer Elektrolysekapazitäten Importabhängigkeiten und schafft die Grundlage für eine wettbewerbsfähige

europäische Wasserstoffwirtschaft. Gleichzeitig erhöht die heimische Produktion von grünem Wasserstoff die Krisenfestigkeit des Energiesystems. Wasserstoff kann als speicherbarer Energieträger flexibel in Industrie, Stromversorgung, Wärmeversorgung sowie als saisonaler Energiespeicher eingesetzt werden und trägt damit zu einer diversifizierten und resilienten Energieversorgung bei. Das EIWA-CfD-Modell verbindet erstmals langfristige Investitionssicherheit, hohe Marktliquidität, systemische Nachfrageabsicherung, marktwirtschaftliche Flexibilität, Netzentlastung und regulatorische Verlässlichkeit in einem integrierten Förderansatz. Mit dem von der EIWA vorgeschlagenen CfD-Fördermodell steht erstmals ein marktwirtschaftlich ausgestaltetes Instrument zur Verfügung, das den wirtschaftlichen Hochlauf einer heimischen Wasserstoffproduktion ermöglicht, den weiteren Ausbau der Windenergie unterstützt und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu Versorgungssicherheit, industrieller Wertschöpfung und technologischer Souveränität Deutschlands leistet.

Über die EIWA



Die Elektrolyse-Industrie-Wirtschaftsallianz (EIWA) ist ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen und Akteuren der Wasserstoff-, Energie- und Industriebranche. Ziel der Allianz ist die Schaffung wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen für den schnellen Aufbau einer heimischen Wasserstoffwirtschaft und die industrielle Defossilisierung Deutschlands.

PM: EIWA

PB: EIWA-CfD-Modell fördert 10 GW Elektrolyseleistung








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