Werbung Jetzt politische Grundlage für Wasserstoff-CfDs und weitere Garantieinstrumente schaffen Wasserstofftechnik 29. April 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Ein breites Verbändebündnis aus Energiewirtschaft, Industrie, Mittelstand und Kommunen appelliert an die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen, im Bundeshaushalt 2027 die notwendigen Haushaltsmittel für einen CfD-Mechanismus mit Garantieinstrumenten für Wasserstoff zu schaffen. Vereine wollen: Bundeshaushalt 2027 soll den Ausbau der Wasserstoffindustrie finanziell garantieren (WK-intern) – Deutschland und Europa haben ambitionierte Wasserstoffziele, doch der Hochlauf stockt. Erneuerbarer und kohlenstoffarmer Wasserstoff sind im Vergleich zu fossilen Alternativen derzeit nicht wettbewerbsfähig. Oberste Priorität ist es daher, die rechtlichen und regulatorischen Kostenfaktoren sowie daraus resultierende Unsicherheiten zu reduzieren. Hierzu zählen zum Beispiel die Strombezugskriterien auf EU-Ebene, Fragen und Unsicherheiten zu den Netzentgelten sowie die Notwendigkeit einer Verlängerung der Strompreiskompensation. Eine zentrale Hürde bleibt die Lücke zwischen der Zahlungsbereitschaft der Abnehmer und den Wasserstoffbereitstellungskosten. Solange diese Lücke nicht geschlossen wird, bleiben finale Investitionsentscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus. Deshalb schlagen die Verbände für die Hochlaufphase die Einführung eines temporären Instruments zur Reduktion der Kostenlücke und somit zur Absicherung der Nachfrageentwicklung vor. Es soll staatliche Contracts for Difference (CfD) mit effizienten Garantieinstrumenten kombinieren, so dass Erzeugung und Nachfrage gebündelt behandelt werden und ein marktliches Agieren angereizt wird. Vorgeschlagen wird ein wettbewerbliches Vergabeverfahren zur Zuteilung der CfD-Verträge, in dem potenzielle Fördernehmer Gebote abgeben. Das schafft finanzielle Planbarkeit für die wirtschaftlichen Akteure entlang der Lieferkette und den Staat und sendet ein starkes Signal für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft. Damit soll die Differenz zwischen Wasserstoffbereitstellungskosten und Zahlungsbereitschaft der Abnehmer annähernd ausgeglichen und gleichzeitig Anreize zur Minimierung der Förderlücke gesetzt werden. Garantieinstrumente sollten Bestandteil sein, um den Hochlauf effizient voranzubringen. Staatliche Bürgschaften und Versicherungen zur Absicherung von Transportinfrastruktur- und First-Mover-Risiken sowie zur Absicherung der Mengenabnahme auf Produzentenseite in der Anfangsphase stärken die Bankability und erleichtern Investitionen. Die unterzeichnenden Verbände appellieren an die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen, jetzt die Grundlagen für ein Instrument zu schaffen, das CfD-Mechanismen mit geeigneten Garantieinstrumenten verbindet. Die Politik ist nun gefordert, hierfür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Dazu müssen entsprechende Haushaltstitel langfristig vorgesehen und ausreichend Fördermittel im Bundeshaushalt eingeplant werden. Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, BDEW: „Die Zeit für Abwarten beim Wasserstoffhochlauf ist vorbei. Es gibt kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Wir brauchen Wasserstoff dringend als Energieträger und Speichermedium und vor allem für die Sektorkopplung. Auch die noch in diesem Jahr ausgeschriebenen Gaskraftwerke brauchen perspektivisch bezahlbaren Wasserstoff. Wer den Wasserstoffhochlauf will, muss jetzt die Finanzierung ermöglichen und sichern. Ein CfD-Mechanismus wäre hier wegbereitend. Die Energiewirtschaft steht bereit, den Prozess weiter aktiv zu unterstützen und den Hochlauf voranzutreiben.“ Christian Seyfert, Hauptgeschäftsführer, VIK: „Die eigentliche Bewährungsprobe für den Wasserstoffhochlauf beginnt jetzt: bei Investitionsentscheidungen, Vertragsstrukturen und der praktischen Ausgestaltung der Marktorganisation. Entscheidend sind Rahmenbedingungen, die Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen. Der Hochlauf braucht jetzt weniger zusätzliche Einzelinstrumente als vielmehr eine verlässliche Struktur, die Angebot und Nachfrage zusammenführt, Risiken abfedert und Investitionssicherheit schafft.“ Norbert Heuser, Landrat des Landkreises Heilbronn und Sprecher des BdWR: „Ein funktionierender Wasserstoffmarkt ist das Fundament für die künftige Wertschöpfung und Versorgungssicherheit unserer mittelständischen Industrie. Als Sprecher des BdWR und Landrat des Landkreises Heilbronn unterstütze ich daher ausdrücklich das Instrument eines Midstreamer-CfD. Dieses Modell ermöglicht es mittelständischen Unternehmen, Wasserstoff ohne bürokratische Hürden wettbewerbsfähig einzusetzen. Damit setzen wir gleichzeitig die dringend benötigten Impulse für die regionale Netzentwicklungsplanung, von der perspektivisch viele weitere Betriebe profitieren werden. Es ist nun entscheidend, die notwendigen finanziellen Mittel zügig im Haushaltsplan zu verankern.“ Hintergrund Der Verbändeappell wurde vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), dem Bund der Wasserstoffregionen (BdWR) und dem Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V. (VIK) in gleicher Verantwortung initiiert. Mitzeichner sind der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW), der Deutsche Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas), die Gas und Wasserstoff Wirtschaft e.V., der Industriegaseverband e.V. (IGV) und der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI). Die Veröffentlichung begleitet die „Eckwerte des Regierungsentwurfs des Bundeshaushalts 2027“ und macht auf die Notwendigkeit von CfDs und weiteren Instrumenten für den Hochlauf aufmerksam. Das gesamte Verbände-Papier finden Sie hier. PM: BDEW Weitere Beiträge:Mittels Windstrom wird in einer Elektrolyseanlage grüner Wasserstoff produziert und dieser treibt Bu...NWR legt Handlungsempfehlungen zur Fachkräftegewinnung vorSiemens Gamesa legt Fahrplan fest die Kosten für die Produktion von wind-to-hydrogen zu senken