Werbung SuedWestLink: Wechsel zu Freileitungen würde zentrales Energiewendeprojekt verzögern Erneuerbare & Ökologie Technik Windenergie 28. April 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Studie: Wechsel zu Freileitungen würde zentrales Energiewendeprojekt um bis zu sieben Jahre verzögern und jährliche Zusatzkosten von bis zu 190 Millionen Euro verursachen (WK-intern) – Ein möglicher Wechsel von Erdkabeln zu Freileitungen beim Netzausbauprojekt SuedWestLink (DC42/DC42+) würde den Netzausbau um Jahre verzögern und vermeidbare Kosten in Milliardenhöhe verursachen. Das zeigt eine neue Studie, die erstmals den gesamten Lebenszyklus eines Netzausbauprojekts betrachtet – und damit über die bislang in der öffentlichen Debatte dominierende Betrachtung reiner initialer Investitionskosten hinausgeht. Der SuedWestLink (DC42/DC42+) ist eines der zentralen Infrastrukturprojekte der Energiewende. Er soll die windreichen Regionen im Norden mit Verbrauchszentren im Süden des Landes verbinden. Ein Wechsel zur Freileitung wäre mit einer erneuten Planung und entsprechenden Verzögerungen verbunden. Laut Studie könnte sich die Inbetriebnahme dadurch um mindestens vier bis sieben Jahre verschieben. Diese Verzögerung hätte unmittelbare wirtschaftliche Folgen: Jedes zusätzliche Jahr ohne den SuedWestLink würde rund 180 bis 190 Millionen Euro an zusätzlichen Kosten verursachen – über den gesamten Verzögerungszeitraum führt dies zu vermeidbaren Mehrkosten von bis zu 1,3 Milliarden Euro. Diese Kosten entstehen, weil ohne ausreichende Netzkapazität teure Redispatch-Maßnahmen nötig sind, um Angebot und Nachfrage auszugleichen. „Die Studie zeigt: Ein Kurswechsel jetzt wäre ein Rückschlag – und zwar ein teurer“, sagt Anders Jensen, CTO bei NKT. „Rechenzentren, Elektromobilität, industrielle Transformation – all das wird den Strombedarf in Deutschland massiv erhöhen. Ohne ein starkes Stromnetz bleiben wir hinter unseren Möglichkeiten zurück. Wer den Netzausbau verzögert, riskiert nicht nur höhere Kosten, sondern schwächt auch die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.“ Auch mit einem weit verbreiteten Mythos räumt die Studie auf: Während im öffentlichen Diskurs häufig von bis zu zehnfach höheren Kosten für Erdkabel ausgegangen wird, zeigt die Studie bei einer Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus einen Mehrkostenfaktor von rund 2. „Die Studie korrigiert ein zentrales Narrativ: Erdkabel sind nicht so teuer, wie oft behauptet wird“, so Jensen. „Über die Laufzeit relativiert sich der Unterschied deutlich. Darüber hinaus gibt es gute Gründe, die für diese Technologie sprechen – von höherer Akzeptanz vor Ort bis hin zu mehr Resilienz und einer Technologie, die maßgeblich in Deutschland und Europa entwickelt und produziert wird.“ Entscheidend ist nicht allein die Höhe der Investition, sondern die Gesamtkosten über die Laufzeit – und die steigen mit jeder Verzögerung. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung von Planungssicherheit für zentrale Infrastrukturprojekte: Ein Richtungswechsel würde nicht nur Zeit kosten, sondern auch vermeidbare Zusatzkosten verursachen. „Ich hoffe, dass die Politik diese Ergebnisse zur Kenntnis nimmt“, sagt Anders Jensen. In den kommenden Tagen soll die Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes im Bundeskabinett behandelt werden. Der Entwurf sieht eine übergreifende Rückkehr zur Freileitung vor. „Die Studie zeigt: Der Entwurf verfehlt sein eigentliches Ziel. Statt zu beschleunigen, führt diese Kehrtwende hin zur veralteten Freileitungstechnologie zu neuen Verzögerungen im Netzausbau. Das können und dürfen wir uns nicht leisten.“ Zur Studie Die Analyse wurde vom unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut Frontier Economics (in Kooperation mit GÖRG und ef.Ruhr) im Auftrag von Kabelherstellern (inkl. NKT) erstellt. Frontier Economics ist spezialisiert auf ökonomische Analysen in regulierten Industrien und berät Regierungen, Behörden und Unternehmen in Europa und weltweit. Über NKT NKT verbindet eine grünere Welt mit Kabeltechnologie von höchster Qualität und steht somit im Zentrum der weltweiten Energiewende. NKT entwickelt, produziert und installiert Nieder-, Mittel- und Hochspannungskabellösungen, die eine verlässliche, nachhaltige Energieübertragung ermöglichen. Seit 1891 ist NKT Pionier der Kabelindustrie und ein wichtiger Bestandteil unserer Infrastruktur – von der ersten Glühbirne bis hin zum Transport von erneuerbaren Energien im Gigawatt-Bereich. Mit Hauptsitz in Dänemark ist NKT an mehr als 30 Standorten weltweit tätig und beschäftigt 6.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist am Nasdaq Copenhagen gelistet und erzielte im Jahr 2024 einen Jahresumsatz von EUR 3.3 Mrd. NKT – We connect a greener world. www.NKT.com. PM: NKT PB: NKT – HV cable installation / ©: NKT Weitere Beiträge:Frankreich verabschiedet Gesetz zum EnergiewandelZukunftsbäume für die StädteNeues KfW-Energiewendebarometer 2018