Werbung BWO begrüßt Regelungen zur Verschiebung der Offshore-Windauktionen Finanzierungen Offshore Produkte Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 29. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts, die für 2026 vorgesehenen Ausschreibungen für Offshore-Windflächen zu verschieben. (WK-intern) – Zugleich fordert der Verband größtmögliche Planungssicherheit, ein angepasstes Auktionsdesign sowie frühzeitige Transparenz über Verzögerungen bei zentralen Infrastrukturprojekten wie Konverterplattformen. Das Kabinett hat heute einem Änderungsantrag der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD zugestimmt, mit dem die Offshore-Wind-Ausschreibungen im Jahr 2026 ausgesetzt werden. Die Regelung ist Teil des Gesetzentwurfs zur Beschleunigung der Verfügbarkeit von Wasserstoff und zur Änderung weiterer energierechtlicher Vorschriften (Drucksache 21/1491). Keine Offshore-Wind-Auktionen nach alten Regeln Mit dem Kabinettsbeschluss sollen die im August 2025 nicht bezuschlagten Offshore-Windflächen N-10.1 und N-10.2 nicht umgehend erneut ausgeschrieben werden. Nach bisherigem Stand hätten diese Ausschreibungen Anfang Februar angekündigt und im Juni 2026 durchgeführt werden sollen. Stattdessen ist nun eine Verschiebung auf 2027 vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt soll im Flächenentwicklungsplan durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie festgelegt werden. Laut Gesetzentwurf hat die Verschiebung der Ausschreibungen keine Auswirkungen auf die Erreichung der Ausbauziele des Windenergie-auf-See-Gesetzes. „Der BWO hat sich frühzeitig und wiederholt für eine Verschiebung der Auktionen ausgesprochen. Dass das Kabinett dieser Einschätzung nun folgt, ist ein richtiges Signal“, sagt Hans Sohn, Leiter der Stabsstelle Politik und Kommunikation des BWO. „Aus unserer Sicht wäre eine weitere Auktion der beiden Flächen nach den bisherigen Regeln sehr riskant gewesen. Wir benötigen ein neues Auktionsdesign auf der Basis von Zweiseitigen Differenzverträgen mit Indexierung. Dies wird Risiken begrenzen und Investitionen wieder ermöglichen“, fügt er hinzu. Reform nicht verschleppen Allerdings sollte die Bundesregierung die nächste Ausschreibung so schnell wie möglich stattfinden lassen. Eine generelle Verschiebung auf 2027 ist ein Signal der Verzögerung, das Unsicherheit in die Wertschöpfungskette bringt. „Gleichzeitig müssen die betroffenen Offshore-Windflächen N-10.1 und N-10.2 optimiert werden, um bessere Ertragsaussichten zu bieten. Die Zahl der zu erwartenden Volllaststunden ist bei der bisherigen Planung zu gering. Dies beraubt der Technologie ihrer eigentlichen Stärke: der sehr stetigen Stromproduktion.“ Zudem benötigt die Offshore-Wind-Branche frühzeitige und transparente Informationen über Verzögerungen bei zentralen Netzinfrastrukturen. Nur so können Risiken realistisch bewertet und Fehlentwicklungen bei Ausschreibungen vermieden werden. Hintergrund Die Regelungen zur Verschiebung der Offshore-Windauktionen sind Teil eines Änderungsantrags der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD zum Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung der Verfügbarkeit von Wasserstoff und zur Änderung weiterer rechtlicher Rahmenbedingungen für den Wasserstoffhochlauf sowie weiterer energierechtlicher Vorschriften (Drucksache 21/1491). Die Nordsee-Flächen N-10.1 und N-10.2 mit einer Gesamtkapazität von 2,5 Gigawatt und einer Gesamtgröße von rund 182 Quadratkilometern sollten ab 2030 und 2031 in Betrieb gehen. Nach einer Ausschreibung ohne Bieter im August 2025 und damit ohne Zuschläge ist die Bundesnetzagentur verpflichtet, eine erneute Ausschreibung für dieselbe Fläche durchzuführen. Über den BWO Der Bundesverband Windenergie Offshore e.V. (BWO) ist die politische Interessenvertretung der Offshore-Wind-Branche in Deutschland. Wir bündeln die fachliche Expertise der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von den Herstellern über die Entwickler und Betreiber bis hin zu den Dienstleistern der Offshore-Windenergie. Für Politik und Behörden auf Bundes- und Landesebene ist der BWO zentraler Ansprechpartner zu allen Fragen der Windenergie auf See. PM: BWO Weitere Beiträge:Dichtungsspezialist Roxtec feiert sein 25-jähriges JubiläumZukunftsorientierte Windpark-Manager für Windenergieanlagen10 Jahre ist New Energy Scout im Bereich Windkraft tätig