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Die Offshore-Windkraft wird die Landschaft der erneuerbaren Energien in der Türkei neu gestalten

PB: Offshore wind push to reshape Türkiye’s renewables landscape, says GlobalData / ©: GlobalData
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GlobalData: Ausbau der Offshore-Windkraft wird die Landschaft der erneuerbaren Energien in der Türkei neu gestalten

(WK-intern) – Mit der Ausschreibung der ersten Offshore-Windkraft-YEKA-Auktion schlägt die Türkei ein neues Kapitel in der Offshore-Windkraftnutzung auf.

Dieses Ereignis könnte den Stromerzeugungsmix des Landes grundlegend verändern, umfangreiche Investitionen freisetzen und den Ausbau sauberer Energien beschleunigen.

Laut GlobalData – einer führenden Plattform für Marktanalysen und Produktivitätslösungen – könnte die Offshore-Windkraft zu einem Eckpfeiler der Entwicklung erneuerbarer Energien im Land werden, sofern sie durch eine solide Politik, wirksame Anreize und eine konsequente Umsetzung vorangetrieben wird.

Der aktuelle Bericht von GlobalData mit dem Titel „Turkiye Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035“ zeigt, dass die umfassende Strategie der Türkei für erneuerbare Energien eine kombinierte Solar- und Windkraftkapazität von 120 GW bis zum Jahr 2035 anstrebt und dabei ausdrücklich auch die Offshore-Windkraft einbezieht. Es wird jedoch erwartet, dass Offshore-Windkraftkapazitäten erst ab 2032 in den Erzeugungsmix einfließen; bis 2035 dürften voraussichtlich 1,3 GW Offshore-Windleistung in Betrieb sein, die rund 2,7 TWh Strom erzeugen – ein Wert, der deutlich unter dem angestrebten Ziel von 5 GW liegt.

Die türkische Regierung hat vier potenzielle Zonen für Offshore-Windparks identifiziert – Saros-Bucht, Gökçeada, Bozcaada und Edremit – und strebt bis 2035 eine Kapazität von 5 GW an. Für eine YEKA-Ausschreibung über 1 GW Offshore-Windleistung wurde ein Entwurf der Ausschreibungsbedingungen veröffentlicht; dieser sieht langfristige Lizenzen, Fristen für den Bau nach der Genehmigungserteilung sowie eine Preisspanne von 0,07 bis 0,11 US-Dollar pro kWh vor.

Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Analyst für den Energiesektor bei GlobalData, kommentiert: „Der Start der ersten YEKA-Ausschreibung für Offshore-Windkraft in der Türkei markiert einen Wendepunkt. Er signalisiert eine Abkehr von der ausschließlichen Konzentration auf erneuerbare Energien an Land. Bei guter Planung, klaren Regeln und zeitnahen Genehmigungsverfahren könnte dieses Vorhaben Investitionen mobilisieren, saubere und grundlastfähige Energie liefern und dem Land helfen, seine Abhängigkeit von der thermischen Stromerzeugung zu verringern.“

Die Diskrepanz zwischen dem Regierungsziel von 5 GW und dem voraussichtlichen Ergebnis von 1,3 GW ist auf verschiedene Hindernisse zurückzuführen. So sind beispielsweise die Genehmigungs- und Regulierungsverfahren komplex und zeitaufwendig: Umweltverträglichkeitsprüfungen, Lizenzen für die Nutzung des Meeresbodens sowie maritime Vorschriften erfordern zahlreiche Schritte und eine enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Behörden. Zweitens erfordert die entscheidende Infrastruktur – einschließlich Netzanschlüssen, Seekabeln, Landungsstationen und der Verstärkung des Onshore-Netzes – eine frühzeitige Planung und umfangreiche Investitionen; andernfalls drohen Engpässe bei den Projekten.

Drittens erhöhen finanzielle Herausforderungen wie Inflation, Währungsschwankungen und Störungen der Lieferketten die Kosten und Risiken der Projekte. Viertens können technische und ökologische Aspekte – etwa unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten am Meeresgrund, raue Meeresbedingungen, ökologische Empfindlichkeiten und Bedenken von Interessengruppen – den Fortschritt verlangsamen oder die Entwicklung einschränken.

Saibasan ergänzt: „Um diese Lücke zu schließen und Projekten zu ihrem vollen Potenzial zu verhelfen, sind verschiedene Maßnahmen entscheidend. Die Straffung von Genehmigungsverfahren durch klare Abläufe und verbindliche Zeitpläne kann Verzögerungen reduzieren. Eine frühzeitige Abstimmung von Netzinfrastruktur und Hafenanlagen – etwa bei der Festlegung von Anschlusspunkten und Kabeltrassen sowie der Sicherstellung des Netzausbaus – beseitigt wesentliche Hürden. Finanzielle Planungssicherheit sollte durch Mechanismen gestärkt werden, die vor Inflations- und Währungsrisiken schützen, sowie durch Anreize für die Verwendung lokaler Komponenten.“

Frühzeitige, umfassende Umwelt- und Technikprüfungen bei Offshore-Windprojekten können potenzielle Komplikationen aufdecken, bevor diese zu kostspieligen Verzögerungen führen. Transparente Ausschreibungsbedingungen und stabile Vertragsvereinbarungen – insbesondere in Bezug auf Netzanschluss und Vergütung – stärken das Vertrauen der Investoren. Schließlich können Pilotprojekte oder eine stufenweise Umsetzung dazu beitragen, Dynamik, Erfahrung und Glaubwürdigkeit aufzubauen.

Für Projektentwickler, Turbinenhersteller, EPC-Unternehmen und Investoren bieten sich große Chancen, zumal es sich um ein noch junges Segment im türkischen Mix erneuerbarer Energien handelt. Die Offshore-YEKA-Ausschreibungen, die durch die Ziele für saubere Energie bis 2035 untermauert werden, bieten Vorteile für Vorreiter – etwa bei erstklassigen Standorten, lokaler Wertschöpfung (Local Content), Genehmigungsstandards und hybriden Anlagenmodellen. Systemdienstleistungen, Stromabnahmeverträge mit Unternehmen (Corporate PPAs) und Exportmöglichkeiten stellen zusätzliche Wertschöpfungsquellen dar, sofern die Projekte eine stabile Leistung erbringen.

Saibasan fasst zusammen: „Sowohl für etablierte Akteure als auch für Neueinsteiger wird die türkische YEKA-Ausschreibung für Offshore-Windkraft zur Bewährungsprobe für das Verhältnis zwischen Ambition und Umsetzung. Die Politik muss sicherstellen, dass das Ausschreibungsdesign transparent ist, Umwelt- und Meeresgenehmigungen zügig erteilt werden und die Netzinfrastruktur entsprechend ausgebaut wird, um Engpässe zu vermeiden. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, könnte sich die Offshore-Windkraft nicht nur zu einer wichtigen Quelle sauberer Energie entwickeln, sondern auch als Beispiel dafür dienen, wie strategische Politik und Markttransparenz ein groß angelegtes Wachstum erneuerbarer Energien ermöglichen können.“


Offshore wind push to reshape Türkiye’s renewables landscape, says GlobalData

Türkiye is stepping into its first major offshore wind chapter with the launch of its inaugural offshore YEKA tender, an event that could reshape its power-generation mix, unlock vast investments, and accelerate its clean-energy trajectory. Offshore wind could be a key cornerstone for the country’s renewable energy development if it is developed with sound policy, robust incentives, and strong execution, according to GlobalData, a leading intelligence and productivity platform.

GlobalData’s latest report, “Turkiye Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035,” reveals that Türkiye’s broader renewable energy strategy targets 120GW of combined solar and wind capacity by 2035 and explicitly includes offshore wind. However, offshore wind capacity is expected to enter the capacity mix only in 2032, and 1.3GW of offshore wind capacity is likely to be operational by 2035, producing roughly 2.7TWh well below the aim of 5GW.

The Turkish government has identified four candidate offshore wind zones—Saros Bay, Gökçeada, Bozcaada, and Edremit—and aims to reach 5GW of offshore wind capacity by 2035. A draft specification has been released for a 1GW offshore wind YEKA tender that includes long-term licensing, construction deadlines following approvals, and a price range of $0.07 to $0.11 per kWh.

Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Power Analyst at GlobalData, comments: “Türkiye’s launch of its first offshore wind YEKA tender is a watershed moment. It signals a shift beyond onshore renewables. If planned well, with clear rules and timely permitting, it could mobilize investment, deliver clean, firm power, and help the country reduce its dependence on thermal generation.”

The gap between the government’s 5GW ambition and the likely 1.3GW outcome arises from multiple obstacles. First, permitting and regulatory processes are complex and time-consuming: environmental reviews, seabed licensing, and marine regulations all require many steps and coordination among agencies. Second, key infrastructure, including grid connections, subsea cables, landing stations, and reinforcement of the onshore network, needs early planning and substantial investment, or projects may face bottlenecks.

Third, financial challenges such as inflation, fluctuations in currency, and supply chain disruptions increase the cost and risk of projects. Fourth, technical and environmental issues like variable seabed quality, harsh marine conditions, ecological sensitivities, and stakeholder concerns can slow progress or limit development.

Saibasan adds: “To close this gap and help projects reach their full potential, several measures are critical. Streamlining permits by defining clear approval pathways and setting firm timelines can reduce delays. Coordinating grid infrastructure and port facilities in advance such as agreeing on connection sites, rights of way for cables, and ensuring grid reinforcement will remove major hurdles. Financial certainty should be bolstered through mechanisms that protect against inflation and currency risk, as well as incentives for using local components.”

Early, thorough environmental and technical assessments for offshore wind projects can uncover potential complications before they become costly delays. Providing transparent auction terms and stable contract conditions, especially regarding grid connectivity and compensation will enhance investor confidence. Finally, launching pilot or phased projects can build momentum, experience, and credibility.

Strong opportunities exist for developers, turbine manufacturers, EPC firms, and investors, especially as this is a nascent segment in Türkiye’s renewables mix. Offshore YEKA tenders, backed by 2035 clean energy goals, offer early-mover advantages in premium zones, local content, permitting norms, and hybrid asset models. Ancillary services, corporate power purchasing, and export opportunities are additional value streams if projects deliver stable output.

Saibasan concludes: “For incumbents and newcomers alike, Türkiye’s offshore wind YEKA tender will test the gap between ambition and delivery. Policymakers must ensure auction design is transparent, environmental and marine permits are expedited, and grid infrastructure is scaled to avoid bottlenecks. If these enablers align, offshore wind could emerge not just as a major source of clean power but as a marker of how strategic policy and market clarity can unlock large-scale renewables growth.”

PR: GlobalData Media Centre

PB: Offshore wind push to reshape Türkiye’s renewables landscape, says GlobalData / ©: GlobalData








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