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Die naturstrom AG meldet weniger Negativstrompreise als im Jahr 2025 durch Verbrauchsverhalten

PB: Solar- und Windpark / ©: Naturstrom AG
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Weniger Negativpreise als 2025: Erstes Halbjahr trotz globaler Energiekrise mit nur leicht höheren Börsenstrompreisen

(WK-intern) – Im ersten Halbjahr gab es an der Strombörse weniger Extremstunden mit negativen Preisen als noch im Vorjahreszeitraum, aber auch einige kurze Zeiträume mit besonders hohen Preisausschlägen.

Eine mit 2022 vergleichbare Strompreiskrise konnte jedoch trotz der Schließung der Straße von Hormus abgewendet werden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der naturstrom AG auf Grundlage von Daten der Bundesnetzagentur.

Zwischen Januar und Juni lag der Börsenstrompreis in 291 Stunden unter Null, ein Rückgang um rund 25 Prozent im Vergleich zu 2025 (389). Die Zahl der Hochpreis-Stunden mit Preisen über 15 Cent pro Kilowattstunde (kWh) stieg leicht von 420 auf 464. Der durchschnittliche Preis lag mit 9,87 Cent leicht über Vorjahresniveau (9,07 Cent).

„Dass es trotz des Irankriegs und der Schließung der Straße von Hormus keinen erneuten Preisschock an der Strombörse wie noch 2022 gab, kann auch auf den Ausbau der Erneuerbaren zurückgeführt werden“, erklärt Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender der naturstrom AG, die für die Untersuchung Daten der Bundesnetzagentur auswertete.

Stromsystem seit 2022 krisenfester

Im Krisenjahr 2022 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromlast noch bei rund 49,3 Prozent. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres lieferten diese bereits etwa 58,5 Prozent, wie aus den Energy-Charts des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ISE hervorgeht. „Wir ernten jetzt die Früchte eines ambitionierten Ausbaus insbesondere von Photovoltaik und Windenergie“, freut sich Hummel. „Mitten in der zweiten fossilen Energiekrise des Jahrzehnts blieben die Strompreise für Endkund:innen so nahezu unverändert. Um langfristig Preisstabilität sowie Versorgungssicherheit zu stärken und gleichzeitig den Klimaschutz voranzutreiben, braucht es daher unbedingt einen weiterhin ambitionierten Ausbau Erneuerbarer Energien.“

Wachsendes Potenzial mit dynamischen Tarifen zu sparen

Mit dynamischem Tarif können Haushalte direkt von den Preisschwankungen profitieren. Diese Tarife richten sich nach dem aktuellen Börsenstrompreis. „Wer einen Speicher oder große Verbraucher wie Wärmepumpe oder E-Auto besitzt und den Strombezug in Zeiten mit vielen Erneuerbaren und entsprechend günstigen Preisen verschiebt, kann ordentlich sparen“, erklärt Hummel. „Ein angepasstes Verbrauchsverhalten hilft dem eigenen Portemonnaie und gleichzeitig dem Energiesystem insgesamt, da so günstiger Ökostrom besser und effizienter genutzt werden kann. Diese Lastflexibilität wird in Zukunft genauso wie der zunehmende Ausbau von Großspeichern Preisausschläge weiter glätten.“

Preisspanne geht auseinander

Wie wichtig der weitere Ausbau von Flexibilitätstechnologien ist, zeigen zwei neue Rekordwerte: Am 1. Mai 2026 sank der Strompreis das erste Mal seit 2023 auf den niedrigstmöglichen Wert von minus 49,99 ct/kWh. Und am Abend des 24. Juni wurde für eine Viertelstunde der bisherige Jahreshöchstwert von 66,50 ct/kWh erreicht.

Die Strommarktanalyse von naturstrom nutzt Daten des SMARD-Portals der Bundesnetzagentur und des Verbands Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E). Analysiert wurden die sogenannten Day-Ahead-Preise. Zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreszeitraum wurde bei einer stündlichen Auflösung verblieben, da der Strommarkt erst im Oktober 2025 auf viertelstündliche Intervalle umgestellt wurde.

Die naturstrom AG wurde 1998 in Düsseldorf gegründet und versorgt über 300.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit Ökostrom, Ökogas und Wärme aus Erneuerbaren Energien. Als größter unabhängiger Ökostromanbieter Deutschlands treibt naturstrom mit mehr als 500 Mitarbeitenden an 17 Standorten den Ausbau dezentraler Erneuerbarer Energien voran und hat bereits über 350 Öko-Kraftwerke mit realisiert. Das Unternehmen projektiert und betreibt Wind- und Solarparks, entwickelt verbrauchsnahe Versorgungslösungen für Quartiere, Betriebe sowie Kommunen und ist auch als innovativer Mobilitätsdienstleister aktiv.

PM: naturstrom AG

PB: Solar- und Windpark / ©: Naturstrom AG








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