Werbung Beimischung von Wasserstoff in Erdgasnetze Behörden-Mitteilungen Erneuerbare & Ökologie Wasserstofftechnik 23. Juni 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Nationaler Wasserstoffrat analysiert Möglichkeiten und Grenzen der Beimischung von Wasserstoff in Erdgasnetze (WK-intern) – Die Beimischung von Wasserstoff in bestehende Erdgasnetze wird aktuell als möglicher Übergangspfad diskutiert, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen und bestehende Infrastrukturen zu nutzen. Doch wie sinnvoll ist diese Lösung tatsächlich? In einem neuen Informations- und Grundlagenpapier setzt sich der Nationale Wasserstoffrat (NWR) mit den technischen, regulatorischen, ökonomischen Aspekten sowie strategischen Implikationen dieser Thematik auseinander. Im Fokus des Papieres steht die Frage, welchen Beitrag die Beimischung tatsächlich zur Transformation des Energiesystems aus einer systemischen Perspektive leisten kann. Ausgehend von den physikalisch-technischen Grundlagen wird dargestellt, unter welchen Bedingungen eine Beimischung von Wasserstoff sinnvoll erfolgen kann und welche Anpassungen des gesetzlichen bzw. regulatorischen Rahmens erforderlich wären. Das Papier differenziert dabei zwischen Fernleitungs- und Verteilnetzen. Beide Netzebenen unterscheiden sich grundlegend hinsichtlich ihrer technischen Auslegung, ihrer Einbindung in europäische Strukturen, ihrer Nutzerstruktur sowie den angeschlossenen Kunden, die insbesondere für ihre Produktionsprozesse häufig eine stabile Gasqualität benötigen. Fragen zur Höhe der Beimischungsquoten und der damit verbundenen anzusetzenden Emissionsminderungen werden ebenso vom Papier behandelt wie offene Aspekte zu Zertifizierungs- und Bilanzierungsregeln. Eine aussagekräftige ökonomische Bewertung der Wasserstoffbeimischung erfordert eine Einzelfallanalyse unter Berücksichtigung der relevanten Parameter. Es zeigt sich bereits auf konzeptioneller Ebene, dass die Beimischung von Wasserstoff im Gasnetz sowohl auf Fernleitungs- als auch auf Verteilnetzebene ohne eine grundlegende Überarbeitung des gesetzlichen und regulatorischen Rahmens nur in sehr engen Grenzen möglich ist. Das Informations- und Grundlagenpapier „Beimischung von Wasserstoff in Erdgasnetzen“ steht als Dateianhang sowie im Informations- und Grundlagenpapiere bereit. Der Nationale Wasserstoffrat Mit der Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung am 10. Juni 2020 den Nationalen Wasserstoffrat berufen. Der Rat besteht aus 22 hochrangigen Expertinnen und Experten der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die nicht Teil der öffentlichen Verwaltung sind. Die Mitglieder des Wasserstoffrats verfügen über Expertise in den Bereichen Erzeugung, Forschung und Innovation, Dekarbonisierung von Industrie, Verkehr und Gebäude/Wärme, Infrastruktur, internationale Partnerschaften sowie Klima und Nachhaltigkeit. Der Nationale Wasserstoffrat wird geleitet durch Dr. Felix Chr. Matthes. Aufgabe des Nationalen Wasserstoffrats ist es, den Staatssekretärsausschuss für Wasserstoff durch Vorschläge und Handlungsempfehlungen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Wasserstoffstrategie zu beraten und zu unterstützen. PM: Der Nationale Wasserstoffrat Weitere Beiträge:Workshop zur netzfernen Energieversorgung findet zum fünften Mal in Bayern stattBeschleuniger der grünen Wasserstoffwirtschaft kommen aus Sachsen-AnhaltBundesgerichtshof zum Ausgleichsleistungsgesetz für Flächen zum Aufstellen von Windkrafträdern