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Windkraft schafft besseren Mobilfunk auf dem Land

PB: LEE-NRW erwartet für dieses Jahr einen neuen Rekordwert beim Windenergieausbau
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Heute ist Tag des Windes.

(WK-intern) – Die Windenergie in NRW wächst und sorgt für günstigen Strom und regionale Wertschöpfung in NRW.

Doch Windenergieanlagen können mehr.

Durch Mobilfunkantennen an Windkraftanlagen können Funklöcher, vor allem in ländlichen Regionen beseitigt werden und den aufwendigen Neubau von Funkmasten vielerorts überflüssig machen.

In Nordrhein-Westfalen existieren rund 3850 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 9000 Megawatt. Die Windenergie deckt damit den Jahresstrombedarf von mehr als 3,4 Millionen NRW-Haushalten und hat damit längst eine tragende Rolle der Energieversorgung im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland übernommen.

Nicht immer tragend: Das Mobilfunknetz. Nach wie vor ist das Problem bestehender Funklöcher nicht vollständig gelöst. Insbesondere der Anteil so genannter „grauer Flecken“, die nicht von allen Mobilfunknetzbetreibern versorgt werden, beträgt derzeit immer noch 10,7 Prozent der Landesfläche (Stand Januar 2026).

„Wer in NRW auf dem Land lebt, hat leider immer noch teils erhebliche Empfangsprobleme beim Mobilfunk. Ein Zustand, den wir nicht akzeptieren können. Umso wichtiger ist es, dass wir die Möglichkeit, die uns der Ausbau der Windenenergie bietet, stärker nutzen. Mobilfunkantennen an Windkraftanlagen montieren schafft direkt Abhilfe“, erläutert LEE NRW-Geschäftsführer Christian Vossler.

Als herausragendes Beispiel führt der LEE NRW das Engagement von WestfalenWIND aus Paderborn an. Der Windkraftplaner- und Betreiber rüstet in Kooperation mit einem Mobilfunknetzbetreiber Windenergieanlagen gezielt mit Mobilfunkantennen aus, um Funklöcher zu schließen. Diese Infrastruktur fördert den Ausbau von 5G- und LTE-Netzen in ländlichen Regionen.

Die Initiative verknüpft die regionale Energiewende direkt mit moderner Telekommunikation. Die hohen Türme von Windenergieanlagen dienen zum einen als ideale Träger für Sendemasten, was teure Neubauten von Funkmasten einspart. Besonders in ländlichen Räumen, in denen Windparks primär stehen, wird so eine effektive Minderung von Mobilfunk-Funklöchern erreicht.

Das Prinzip ist denkbar einfach: In etwa 50 Meter Höhe werden zwei Spannringe am Turm der Windenergieanlage installiert, an denen die Antennen befestigt werden.

Diese Technik ist von dem führenden Hersteller von Windenergietürmen in Deutschland genehmigt und sorgt für einen minimalen Eingriff in die Bausubstanz. Zudem ist das System dadurch innerhalb weniger Tage einsatzbereit und beeinträchtigt den Betrieb der Anlage nur wenig.

„Windenergieanlagen können heute mehr leisten als sauberen Strom zu erzeugen. Sie sind zugleich ein wichtiger Baustein für eine bessere digitale Infrastruktur im ländlichen Raum. Wenn wir bestehende Standorte intelligent nutzen, schaffen wir Klimaschutz, Versorgungssicherheit und besseren Mobilfunk zugleich“, fasst der zuständige Projektleiter bei WestfalenWIND, Reinhard Kinold, die Vorteile zusammen. Außerdem leiste der Mobilfunkausbau auf diese Art einen wichtigen Beitrag zur regionalen Akzeptanz. Die Betreiber der Anlagen freut es ebenfalls – sie profitieren von zusätzlichen Einnahmen. WestfalenWIND agiert dabei bundesweit: Zuletzt wurde ein Projekt bei Selb-Heidenheim an der tschechischen Grenze realisiert.

Aus Sicht des LEE NRW steht das Engagement von WestfalenWIND beispielhaft auch als Bestätigung einer letztjährigen Studie. Diese kam zu dem Schluss, dass alle weißen Flecken mit fehlendem Mobilfunk verschwinden könnten, wenn Sender an Windrädern oder Strommasten befestigt würden. Das Ziel eines komplett flächendeckenden Mobilfunkausbaus ließe sich mit diesen Maßnahmen deutlich beschleunigen.

Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.

Der Landesverband Erneuerbare Energien Nordrhein-Westfalen e.V. (LEE NRW) vertritt seit 2009 die Interessen der Erneuerbare-Energien-Branche in NRW. Unsere 350 Mitglieder sind in den Bereichen der Wind-, Solar- und Bioenergie, der Wasserkraft und der Geothermie sowie im Bereich der Wärmepumpen und Kraft-Wärme tätig. Sie leisten damit täglich einen Beitrag zum Gelingen der Energie- und Wärmewende, zu bezahlbarer Energie für Industrie und Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowie damit zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Europa und weltweit.

PM: Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.

PB: LEE-NRW erwartet für dieses Jahr einen neuen Rekordwert beim Windenergieausbau








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