Werbung




Wegfall des Heizungsgesetzes verursacht bis zu 7 Mio. Tonnen CO2

Studienergebnisse des Healthy Homes Barometer 2016 / Grafik: HB
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Der Wegfall des § 71 Gebäudeenergiegesetz (GEG), des sogenannten Heizungsgesetzes, führt bis zum Jahr 2030 zu Treibhausgas-Mehremissionen in Höhe von 7 Mio. Tonnen CO2 im deutschen Gebäudebestand.

(WK-intern) – Das zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e.V. München (FIW) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG).

Die Untersuchung beziffert erstmals die klimapolitischen Konsequenzen des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) und des Wegfalls der 65-Prozent-Erneuerbaren-Regelung beim Heizungstausch.

Die Studie zeigt darüber hinaus auf, wie diese mit energetischen Sanierungsmaßnahmen kompensiert werden können.

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e. V.: „Die Ergebnisse der Studie zeigen klar: Marktgetriebene Effekte allein – etwa steigende CO2-Preise oder der Hochlauf der Wärmepumpe – können die entstehende Klimaschutzlücke nicht schließen. Eine deutliche Steigerung der energetischen Sanierungen von Fassaden, Fenstern und Dächern ist die einzige realistische Antwort. Wer das Heizungsgesetz abschafft, muss energetische Sanierungen stärken: sie senken Energiekosten und sichern Immobilienwerte. Das ist ein Gebot klimapolitischer und wirtschaftlicher Vernunft.“

Um die entstehenden Mehremissionen auszugleichen, wären laut Studie ab 2026 jährlich über 190.000 zusätzliche vollsanierte Wohneinheiten oder rund 380.000 zusätzliche Einzelmaßnahmen erforderlich. Bis 2029 steigt dieser Bedarf auf 435.000 Vollsanierungen bzw. nahezu 930.000 Einzelmaßnahmen pro Jahr. In 2025 wurden 260.000 Wohneinheiten saniert, im Vorjahr 2024 265.000. Die Sanierungsquote liegt derzeit bei 0,67 %, eine jährliche Quote von mindestens 2 % wäre notwendig.

„Die Studie liefert konkrete Vorschläge, wie das gelingen kann. Etwa durch einen Worst-Performing-Building-Bonus für Einzelmaßnahmen, eine Anhebung der steuerlichen Abschreibung nach § 35c EStG von 20 auf 30 Prozent sowie eine verbesserte steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen nach dem Gebäudekauf“, so Hinrichs abschließend.

Die vollständige Studie ist hier abrufbar.

Der BuVEG – Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle repräsentiert alle an der Gebäudehülle beteiligten Bauprodukte. Dazu gehören Hersteller von Steinen, Fenstern, Türen, Fassaden, Putzsystemen und Dämmstoffen. Die effiziente Gebäudehülle ist für das Erreichen der Klimaschutzziele unabdingbar und spielt ebenso beim Werterhalt einer Immobilie als auch für Komfort und Gesundheit eine wichtige Rolle.

PM: BuVEG / Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V.

Wissenschaftler des FIW fordern Beibehaltung des Heizungsgesetzes für alle Gebäude / Grafik: HB








Top