Werbung Grüner Wasserstoff aus Wind und Sonne als Antwort auf hohe Spritpreise Erneuerbare & Ökologie Solarenergie Wasserstofftechnik Windenergie Windparks Wirtschaft 14. April 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels BRM + V fordert sofortige politische Weichenstellung (WK-intern) – Angesichts dauerhaft hoher Kraftstoffpreise fordert der Bundesverband Regenerative Mobilität und Versorgungssicherheit (BRM + V) eine konsequente politische Neuausrichtung hin zu heimisch erzeugtem, grünem Wasserstoff. Dieser könne aus Wind- und Solarenergie gewonnen werden und stelle eine nachhaltige, versorgungssichere und zunehmend wirtschaftliche Alternative zu fossilen Kraftstoffen dar. „Die aktuellen Spritpreise zeigen deutlich, wie abhängig Deutschland weiterhin von teuren und unsicheren Energieimporten ist. Die Antwort darauf muss lauten: mehr eigene Kraftstoffe aus heimischen Quellen – insbesondere Biogas und grüner Wasserstoff“, erklärt Edith Seemann, Vorstand BRM + V. Hohe Energiepreise erfordern neue Strategien Die Preise für Erdöl und Erdgas befinden sich auf einem historisch hohen Niveau und werden Prognosen zufolge auch in den kommenden Monaten nicht deutlich sinken. Gleichzeitig sind internationale Lieferketten zunehmend unsicher. Importabhängigkeiten – etwa durch LNG-Lieferungen oder geopolitisch sensible Transportwege – erschweren eine verlässliche und kalkulierbare Energieversorgung. Demgegenüber verfügt Deutschland über erhebliche Potenziale bei erneuerbaren Energien. Wind- und Solarstrom könnten in großem Umfang zur Produktion von grünem Wasserstoff genutzt werden – einer bislang unzureichend erschlossenen Ressource. Kostenparität rückt in greifbare Nähe Nach Einschätzung des BRM + V ist bereits heute eine weitgehende Kostenparität zwischen grünem Wasserstoff und fossilen Kraftstoffen erreichbar. Neben steigenden Rohstoffpreisen tragen die Besteuerung zu einer Verteuerung der Kraftstoffe und damit der Belastung des deutschen Wirtschaftsstandortes bei. Berücksichtigt man diese Faktoren, ergibt sich bereits bei einem Ölpreis ab 90 US-Dollar pro Barrel und fairen CO2-Preisen eine nahezu vergleichbare Kostenbasis mit erneuerbaren Kraftstoffen. Gleichzeitig bietet Wasserstoff zusätzliche Vorteile in Bezug auf Klimaschutz, Resilienz, Versorgungssicherheit und industrielle Wertschöpfung. Großes Potenzial für Arbeitsplätze und Industrie Ein konsequenter Ausbau der Wasserstoffwirtschaft könne in Deutschland mehrere hunderttausend neue Arbeitsplätze schaffen – insbesondere in technologieintensiven und zukunftsorientierten Branchen. Voraussetzung dafür seien über die Legislaturperioden hinweg klare und verlässliche politische Rahmenbedingungen. „Deutschland hat alle Voraussetzungen, um im Bereich Wasserstofftechnologie eine führende globale Rolle einzunehmen. Wir dürfen diese Chance nicht verpassen und erneut Schlüsselindustrien an andere Länder verlieren“, so Werner Diwald, Vize-Präsident BRM + V. Strom aus Wind und Solar effizient nutzen Ein zentrales Anliegen ist die bessere Nutzung nicht für den Strommarkt bedarfsgerecht erzeugte erneuerbarer Energie, vor allem im Norden Deutschlands. Aufgrund begrenzter Netzkapazitäten kann ein Teil des erzeugten Wind- und Solarstroms derzeit nicht vollständig genutzt werden. Der BRM + V fordert daher die kurzfristige Verabschiedung gesetzlicher Möglichkeiten und wirtschaftliche Anreize diese Energiemengen künftig systematisch in Wasserstoff umwandeln zu können (Nutzen statt Abregeln; Netzanschlussüberbauung etc.). Durch den Einsatz von Elektrolyseuren an Umspannwerken könne nicht in das Stromnetz einspeisbare erneuerbare Energie direkt in speicherbaren Wasserstoff überführt und in bestehende Gasnetze eingespeist werden. Technisch sei dies bereits heute möglich – es fehle jedoch an den entsprechenden gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Klare politische Forderungen Der Verband fordert daher: • den schnellen Ausbau der Wasserstoffproduktion aus erneuerbaren Energien durch ein 10 GW Wirtschaftsprogramm • verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Nutzung nicht in das Stromnetz einspeisbaren erneuerbaren Energien • die Integration von Wasserstoff in bestehende Gasinfrastrukturen • langfristige Investitionssicherheit für Industrie und Energieversorger „Wenn nicht jetzt, wann dann? Jetzt ist der Zeitpunkt, entschlossen zu handeln und die Energieversorgung Deutschlands nachhaltig, unabhängig und zukunftssicher aufzustellen“, betont Peter Schrum, Präsident BRM + V. Anlagen: Brief an Daniel Günther, Dringender Handlungsbedarf in der Energiepolitik Brief an Katherina Reiche, Deutsche Kraftstoffe aus Wind und Solar Brief an Friedirch Merz, Energiekostensenkung und Versorgungssicherheit durch grünen Wasserstoff PM: BRM Bundesverband Regenerative Mobilität + Versorgungssicherheit e.V. Weitere Beiträge:Positiver Trend setzt sich beim Windenergieausbau in Niedersachsen fortFür TenneT ist die Energiewende in absehbarer Zeit nicht mehr zu stemmenBayWa AG: Segment Energie übertrifft erneut Erwartungen