Werbung Strom-Report: Strommix Q1 2026: Erneuerbare legen zu Behörden-Mitteilungen Bioenergie Erneuerbare & Ökologie Solarenergie Technik Verbraucherberatung Windenergie Wirtschaft 2. April 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels STROMMIX IN DEUTSCHLAND (WK-intern) – Unter dem Begriff Strommix versteht man die Zusammensetzung des in Deutschland erzeugten Stroms nach Energiequellen. Welchen Anteil die verschiedenen Energieformen am Strommix haben, ist jeden Tag unterschiedlich, denn die aktuelle Stromerzeugung in Deutschland ist abhängig von der Jahreszeit, der Tageszeit und vom Wetter. Deutlich wird das bei der Stromproduktion des gesamten Jahres bei den erneuerbaren Energien. An langen, sonnigen Sommertagen wird mehr Solarstrom erzeugt, als zum Beispiel im Winter. Der Anteil fossiler Brennstoffe am deutschen Strommix hat seit 2002 kontinuierlich abgenommen. Seit letztem Jahr wird in Deutschland auch kein Atomstrom mehr erzeugt, stattdessen gewinnen die erneuerbaren Energien zunehmend an Bedeutung. Das Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 80% erneuerbare Energien am Strommix zu erreichen. Wir sind auf einem guten Weg. 2024 wurde mit 63 % Ökostrom im Strommix ein neuer Rekord aufgestellt. Auch 2025 liegt der Anteil der Erneuerbaren auf hohem Niveau – Sonne, Wind und Co. erzeugten 62 % des Stroms, der in das öffentliche Stromnetz eingespeißt wurde. Wird der Eigenverbrauch aller Kraftwerke mit einberechnet (auch PV-Eigenverbrauch) liegt der Anteil bei 59 % (Erklärung zur Berechnung) Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix 2026 liegt bei 54,5 Prozent und damit fast 2,3 Prozentpunkte über dem Wert des 1. Quartals 2025. Inhalte der Seite ÜBERBLICK STROMMIX 2026 Zeitraum Energieform Jan 2026 Feb 2026 März 2026 Anteil in % am Strommix 2026 Wind 16,64 TWh 14,76 TWh 11,22 TWh 34,1 % Solar 1,67 TWh 2,54 TWh 7,36 TWh 9,2 % Biomasse 3,21 TWh 2,91 TWh 3,18 TWh 7,5 % Wasser 1,02 TWh 1,04 TWh 1,12 TWh 2,4 % Braunkohle 6,85 TWh 6,44 TWh 6,78 TWh 16,1 % Erd-& Kohlegas 10,21 TWh 8,38 TWh 4,99 TWh 18,0 % Steinkohle 4,40 TWh 3,32 TWh 2,94 TWh 8,6 % Quelle: Fraunhofer ISE, 01.04.2026 Strommix 2026 Deutschland Strommix 1. Quartal 2026 vs. 2025 im Vergleich Im 1. Quartal 2026 wurden in Deutschland 137 TWh Strom erzeugt und davon 125 TWh ins öffentliche Netz eingespeist. Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix 2026 liegt bei 54,5 Prozent und damit fast 2,3 Prozentpunkte über dem Wert von 2025 (52,2 %, öffentl. Netto-Stromerzeugung). Die Stromerzeugung aus Wind stieg im ersten Quartal 2026 um rund 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, getragen vor allem von einer deutlich höheren Onshore-Produktion. Die Solarstromerzeugung übertraf das Niveau von Q1 2025 leicht um rund 5 Prozent – trotz eines schwachen Starts in Januar und Februar sorgte ein sehr starker März mit 7,4 TWh Solar für eine positive Quartalsbilanz. Im 1. Quartal wurden weitere 4,1 TWh im Eigenverbrauch genutzt. Rückläufig war hingegen die Wasserkraft, deren Beitrag um rund 20 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals lag. Die Biomasseerzeugung blieb weitgehend stabil und lag knapp 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auf der fossilen Seite ging die Braunkohleerzeugung gegenüber Q1 2025 um rund 6 Prozent zurück, während die Stromproduktion aus Steinkohle um rund 4 Prozent zunahm. Stromerzeugung aus Erdgas 2026 Der Einsatz von Gaskraftwerken stieg im ersten Quartal 2026 insgesamt um knapp 20 Prozent. Allerdings zeigte sich im Quartalsverlauf eine deutliche Abschwächung: Nach einem Rückgang um rund 18 Prozent von Januar auf Februar brach die Stromerzeugung aus Erdgas im März nochmals um rund 43 Prozent gegenüber dem Vormonat ein. Im Jahresvergleich lag der März zudem etwa 8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zusätzlich wurden im ersten Quartal rund 3,5 TWh Strom im Eigenverbrauch genutzt, vor allem aus der Erdgasproduktion industrieller Anlagen. PM: Strom-Report.com PB: Strom-Report.com Weitere Beiträge:Azimut-Einstellung der Gondel von WindkraftanlagenStatistisches Bundesamt: Windkraft löst Kohle als wichtigsten Energieträger abEEG-Umlage für Eigenverbrauch von Kleinanlegern wäre Frontalangriff auf die Bürgerenergie