Werbung Netzverknüpfungspunkt: Energiekorridor B integriert ein Offshore-Netzanbindungssystem Erneuerbare & Ökologie Finanzierungen Mitteilungen Produkte Technik Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 31. März 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Ein bisher im Korridor Windader West geplantes Offshore-Netzanbindungssystem (ONAS) mit Netzverknüpfungspunkt an der Umspannanlage Kusenhorst wird größtenteils in den bereits geplanten Leerrohren von Korridor B realisiert. (WK-intern) – Das ONAS nutzt Vorarbeiten und Trassenplanung aus dem Projekt Korridor B. Im Sommer 2022 hatte der Gesetzgeber Amprion beauftragt, die beiden Gleichstrom-Erdkabel-Vorhaben 48 und 49 aus dem Bundesbedarfsplangesetz (Korridor B) jeweils inklusive eines zusätzlichen Leerrohrsystems zu planen (vgl. Pressemitteilung vom 11. Juli 2022). Für einen wichtigen Teil dieser Leerrohre ist nun entschieden, welches Energiewendeprojekt sie aufnehmen. Ein Netzanbindungssystem für einen Offshore-Windpark in der Nordsee, das Amprion unter Norderney hindurch an Land führt, fädelt im Bereich der Gemeinde Zetel (Landkreis Friesland) in das Leerrohrsystem von Vorhaben 49 ein. Im Raum Cloppenburg wechselt das ONAS in das Leerrohrsystem von Vorhaben 48 und gelangt so bis in die Nähe seines Netzverknüpfungspunktes, der Umspannanlage Kusenhorst bei Marl. „Wie Korridor B hat auch das Kusenhorst-System seinen Netzverknüpfungspunkt im Ruhrgebiet“, sagt Dr. Jörn Koch, Leiter Kabeltiefbau bei Amprion. „Wir nutzen Synergien für einen effizienten Netzausbau, wenn wir auf schon umgesetzte Vorarbeiten wie die Trassenplanung und die Baugrunduntersuchung von Korridor B zurückgreifen.“ Die übrigen Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungssysteme des Projekts Windader West steuern Netzverknüpfungspunkte am Niederrhein bzw. im Rheinland an. Im Umfeld der Umspannanlage Kusenhorst wird Amprion einen geeigneten Standort für den Konverter des ONAS Kusenhorst identifizieren, der den grünen Strom von der Nordsee mit einer elektrischen Leistung von 2 Gigawatt (GW) für die Einspeisung ins bestehende Wechselstromnetz nutzbar macht. Genehmigungsbehörde für Korridor B ist die Bundesnetzagentur (BNetzA). Sie hat Ende März auch für den letzten Genehmigungsabschnitt von Korridor B zwischen Cloppenburg und dem Kreis Steinfurt den Vorzugstrassenkorridor verbindlich festgelegt und damit die seit September 2022 laufende Bundesfachplanung abgeschlossen. Innerhalb dieses einen Kilometer breiten Planungskorridors erarbeitet Amprion nun einen Vorschlag für den konkreten Trassenverlauf und steht dabei im Austausch mit voraussichtlich Betroffenen. Das öffentliche Planfeststellungsverfahren für die Genehmigung des Trassenverlaufs leitet Amprion voraussichtlich ab Sommer 2027 bei der BNetzA ein. Das Gleichstromprojekt Korridor B Korridor B umfasst die Leitungsbauvorhaben Heide/West – Polsum (Nr. 48) und Wilhelmshaven – Hamm (Nr. 49). Sie sind seit 2021 im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) verankert. Die Vorhaben werden in Höchstspannungs-Gleichstrom-Technologie als Erdkabel mit einer Spannung von 525 Kilovolt umgesetzt. Die Übertragungskapazität beträgt insgesamt vier Gigawatt elektrische Leistung (zuzüglich Leerrohrsysteme). Korridor B kann damit den Bedarf von etwa vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen aus klimafreundlich gewonnenem Strom von den Küstenregionen decken. Die Entfernung zwischen den Netzverknüpfungspunkten Heide/West und Polsum beträgt rund 440 Kilometer. Die Netzverknüpfungspunkte Wilhelmshaven und Hamm sind rund 270 Kilometer voneinander entfernt. Korridor B verläuft durch Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen zum Projekt: www.korridor-b.net Amprion verbindet Die Amprion GmbH ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. Unser 11.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz transportiert Strom in einem Gebiet von der Nordsee bis zu den Alpen. Dort wird ein Drittel der Wirtschaftsleistung Deutschlands erzeugt. Unsere Leitungen sind Lebensadern der Gesellschaft: Sie sichern Arbeitsplätze und Lebensqualität von 29 Millionen Menschen. Wir halten das Netz stabil und sicher – und bereiten den Weg für ein klimaneutrales Energiesystem, indem wir unser Netz ausbauen. Mehr als 3.100 Beschäftigte in Dortmund und an mehr als 30 weiteren Standorten tragen dazu bei, dass die Lichter immer leuchten. Zudem übernehmen wir übergreifende Aufgaben für die Verbundnetze in Deutschland und Europa. PM: Amprion GmbH PB: Netzverknüpfungspunkt: Energiekorridor B integriert ein Offshore-Netzanbindungssystem / ©: Amprion Weitere Beiträge:19 Pilotverfahren über Beschwerden von Netzbetreibern entschieden Multitalent im Anlagenbau – der SCHEUERLE SPMT LightSpezielle Kondensatoren für die Windkraft