Werbung Nordsee-Gipfel: BSH informiert am Baakenhöft über Umsetzung der Energiewende auf See Behörden-Mitteilungen Offshore Veranstaltungen Windenergie 26. Januar 202626. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Hamburg – Für heute laden Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesministerin Katherina Reiche ihre Amtskolleginnen und -kollegen zum internationalen Nordsee-Gipfel nach Hamburg ein. BSH erläutert Planung und Umsetzung der Offshore-Windenergie Flächenentwicklungsplan unterstützt Energiewende auf See Internationale Zusammenarbeit stärkt Europas Energieunabhängigkeit (WK-intern) – Ziel des Treffens ist es, die Nordsee durch enge internationale Kooperation zur führenden Region für saubere, sichere und bezahlbare Energie zu entwickeln und damit einen zentralen Beitrag zur europäischen Energieunabhängigkeit zu leisten. Beim Site Visit am Baakenhöft zeigt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hochrangigen Delegationen, wie Offshore-Windenergie in der Praxis vorbereitet und umgesetzt wird – von der Flächenplanung über Baugrund- und Umweltuntersuchungen bis zu Genehmigung und Betriebskontrolle. „Offshore-Windenergie entsteht nicht erst mit dem Bau der Anlagen. Sie beginnt mit sorgfältiger Planung, belastbaren Daten und klaren Regeln“, sagt BSH-Präsident Helge Heegewaldt. „Wir sorgen dafür, dass Windenergie, Netzanbindungen, Schifffahrt, Naturschutz und Sicherheit von Anfang an miteinander abgestimmt werden.“ Offshore-Wind aus der Nordsee: Vom Pionierprojekt zum “größten Reservoir für saubere Energie weltweit“ Vor 16 Jahren ging mit alpha ventus der erste deutsche Offshore-Windpark in der Nordsee ans Netz. Was 2010 mit zwölf Anlagen und 60 Megawatt (0,06 GW) begann, ist heute ein zentraler Pfeiler der Energiewende auf See: Im Bau befinden sich derzeit vier Windparks mit 191 Anlagen und einer Gesamtleistung von mehr als 2.500 MW (2,5 GW). Aktuell sind in der gesamten Nordsee rund 35 Gigawatt Offshore-Windleistung installiert, davon rund 15 GW in Großbritannien, 7,3 GW in Deutschland und 4,5 GW in den Niederlanden. Bis 2050 wollen die Anrainerstaaten der Nordsee ihre Kapazitäten gemeinsam auf 300 Gigawatt ausbauen. Maritime Raumordnung: Nachhaltige Nutzung der Nordsee Die maritime Raumordnung legt die Grundlage für die nachhaltige Nutzung der Nordsee und Ostsee. Sie koordiniert Offshore-Windenergie, Schifffahrt, Naturschutz und andere maritime Aktivitäten. Um diese Nutzungen nachhaltig aufeinander abzustimmen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Staaten unerlässlich. Die maritime Raumordnung hilft, Interessenskonflikte zu vermeiden, Investitionen abzusichern und die nachhaltige Entwicklung der Nordsee und Ostsee zu gewährleisten. Flächenentwicklungsplan: Bauplan für die Energiewende auf See Zentrale Steuerungsinstrumente für den Ausbau der Offshore-Windenergie sind der Raumordnungsplan und der darauf aufbauende Flächenentwicklungsplan (FEP) des BSH. Der FEP legt fest, wo Offshore-Windparks entstehen können, wann sie realisiert werden und wie Windparks sowie ihre Netzanbindungen zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Der aktuelle Flächenentwicklungsplan 2025 weist Standorte mit einer Gesamtleistung von über 40 Gigawatt bis 2034 aus. Untersuchungen auf See: Sichere Planung mit belastbaren Daten Das BSH führt umfangreiche Untersuchungen auf See durch. Dazu gehören unter anderem Untersuchungen der Vögel und Meeressäuger, Sedimentkernentnahmen aus dem Meeresboden, Strömungsmessungen sowie geotechnische Analysen zur Tragfähigkeit des Baugrunds. Die gewonnenen Daten zeigen, ob und wie Anlagen umweltverträglich und sicher errichtet werden können. Sie bilden eine zentrale Grundlage für die weitere Planung sowie für spätere Genehmigungsverfahren. „Wir begleiten die Offshore-Windenergie vom Anfang bis zum Ende: Wir planen den Ausbau, untersuchen vor Ort und überwachen Offshore-Windprojekte auch noch lange nach der Genehmigung“, sagt Dr. Nico Nolte, Leiter der Abteilung Ordnung des Meeres. Forschung für den nächsten Ausbauschritt: Auswirkungen im Blick Mit immer mehr und größeren Windparks tauchen neue Fragen auf. Das BSH untersucht unter anderem Abschattungseffekte: Große Windparks entziehen dem Wind Energie und können dadurch den Ertrag nachfolgender Parks beeinflussen. Diese Effekte werden modelliert und bei der Flächenplanung berücksichtigt, um Erträge realistisch zu bewerten und Nutzungskonflikte zu vermeiden. Energiewende auf See: Planungssicherheit für Milliardeninvestitionen Die Energiewende auf See gelingt nur gemeinsam: Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie schafft das BSH die rechtlichen Rahmenbedingungen für Milliardeninvestitionen und sorgt dafür, dass Offshore-Windenergie, grenzüberschreitende Infrastruktur und der Schutz der Nordsee als Lebensraum miteinander vereinbar bleiben. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die maritime Behörde in Deutschland. Das BSH ist zuständig für Schifffahrt, Meeresschutz und nachhaltige Meeresnutzung, Offshore, Meeresvermessung, Meeresdaten und maritime Ressortforschung. 1.000 Beschäftigte in über 100 unterschiedlichen Berufen engagieren sich an den Standorten in Hamburg und Rostock sowie auf fünf Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen. Das BSH ist eine Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr (BMV). Das BSH. Schifffahrt. Klima. Daten. Und viel Meer. www.bsh.de PM: BSH PB: BSH informiert am Baakenhöft über Umsetzung der Energiewende auf See / ©: BSH Weitere Beiträge:Bundesweit einheitliche ÜbertragungsnetzentgelteREETEC schließt 4-Jahresvertrag für präventive Rotorblattinspektion für zwei Windparks von Nordwind ...Markteinführung des weltweit ersten recycelbaren Rotorblatts für den kommerziellen Einsatz auf See