Werbung Offshore-Wind-Ausbau – Stärkere europäische Kooperation kann Milliarden sparen Finanzierungen Offshore Produkte Techniken-Windkraft Veranstaltungen Windenergie Windparks Wirtschaft 26. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Anlässlich des heutigen Nordsee-Gipfels in Hamburg spricht sich der BDEW für einen weiterhin ambitionierten Ausbau der Offshore-Windenergie aus, der deutlich stärker auf europäischer Kooperation basiert. Es braucht mehr grenzüberschreitende Kooperation und Optimierung zur Steigerung der Kosteneffizienz Verlässliche und vergleichbare Investitionsbedingungen im gesamten Nordseeraum nötig Hochlauf der Offshore-Elektrolyse stärken (WK-intern) – Die Vorteile einer grenzüberschreitenden Offshore-Planung belegt eine aktuelle Studie des Fraunhofer IWES im Auftrag von BDEW und BWO. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, macht deutlich: „Der Offshore-Wind-Ausbau in der Nordsee ist und bleibt ein Schlüsselelement der Energiewende in Deutschland und Europa. Entscheidend ist jetzt, den weiteren Ausbau nicht nur ambitioniert, sondern auch volllaststundenoptimiert und damit noch kosteneffizienter zu gestalten, ohne das 70-Gigawatt-Ziel bis 2045 aus den Augen zu verlieren. Ein zentraler Hebel für die Steigerung der Kosteneffizienz ist die weniger dichte Bebauung und die Nutzung und Anrechnung ausländischer Flächen. Grenzüberschreitender Kooperation kommt daher eine neue, zentrale Rolle zu. Die vorliegende Studie zeigt anhand verschiedener 70-GW-Szenarien, dass durch eine weniger enge Bebauung und eine grenzüberschreitende Flächenkooperation Abschattungseffekte deutlich reduziert, Volllaststunden und Erträge um durchschnittlich 6 bis 13 Prozent gesteigert und die Kosten pro Megawattstunde Offshore-Strom somit um 6 bis 11 Prozent gesenkt werden können. Eine enge und verbindliche Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern im Nordsee- und Ostseeraum bietet somit immense Potenziale. Um diese zu heben, müssen bilaterale Vereinbarungen zwischen den Ländern geschlossen werden. So können Offshore-Wind-Flächen in der dänischen oder schwedischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), die dort nicht benötigt werden, bebaut und radial, d.h. ausschließlich, an das deutsche Stromnetz angeschlossen werden. Gleichzeitig benötigen Investoren verlässliche und vergleichbare Rahmenbedingungen im gesamten Nordseeraum. Zweiseitige Contracts for Difference, sogenannte CfDs, mit sektorspezifischer Indexierung und sinnvoll gesetzten Zuschlagsobergrenzen müssen deshalb als wichtigste Maßnahme in allen Nordseeanrainerstaaten eingeführt und bestmöglich harmonisiert werden. Die Erfahrungen, zum Beispiel in Großbritannien, zeigen, dass CfDs essenziell für die Investitionssicherheit und die Senkung der Projektkosten sind. Neben staatlich abgesicherten Modellen sollten auch weiterhin separate Ausschreibungen für rein marktgetriebenen Ausbau möglich bleiben. Zudem sollte die Nachfrage nach PPAs durch eine bessere staatliche Flankierung der Dekarbonisierungsbestrebungen in der Industrie anreizt werden. Außerdem sollten wir technologisch weiterdenken: Der Hochlauf der Offshore-Elektrolyse sollte zeitnah staatlich unterstützt und in die regionale und nationale Offshore-Planung stärker integriert werden. Zudem sollten kombinierte Anschlusskonzepte mit Seekabeln und H2-Pipelines gesetzlich ermöglicht werden – so, wie es in anderen Nordseeanrainerstaaten bereits Praxis ist. Mit einem solchen integrierten, europäischen Ansatz kann das Potenzial von Offshore-Windenergie für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden.“ Die Kurzversion der Studie des Fraunhofer IWES finden Sie auf dieser Seite. Die Veröffentlichung des Gesamtberichts folgt im Februar 2026. PM: BDEW PB: Studie: Neue Form der Offshore-Flächenkooperation mit Nachbarländern / ©: BDEW / ©: Kaito Wai / Shutterstock Weitere Beiträge:Bundesnetzagentur gewinnt bei Ausschreibung von Windanlagen an Land nur noch ein GebotVestas erhält einen Auftrag über 45 MW aus Jordanien und festigt dort seine MarktführerschaftBetreiber von Bürgerenergieanlagen nehmen Stellung zum geplanten Bürgerwindgeld