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Dezentrale EE als Garant der Versorgungssicherheit auch in Krisenzeiten

PB: Dezentrale EE als Garant der Versorgungssicherheit auch in Krisenzeiten
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Das Jahr 2025 ist nun seit wenigen Tagen vorüber.

(WK-intern) – 2025 war ein Jahr weltweit großer Herausforderungen.

Die Kriege in der Ukraine, Gaza und der Blackout in Berlin haben uns gezeigt, wie wichtig Energie und Kraftstoffe für unser Leben sind.

Vor allem im fast vierjährigen Krieg in der Ukraine zeigt sich, wie entscheidend es ist, dass dezentral erzeugte Energie verfügbar ist und verfügbar wird, wenn Umspannwerke, Übertragungsnetze und Kraftwerke zerstört sind. Bereits Kabelbrände stürzen ganze Stadtteile ins Chaos.

Kein Strom, keine Wärme, keine Kraftstoffe – das erlebt die Ukraine täglich.

Liebe Mitglieder und Freunde,

das kann auch Deutschland treffen und jedes EU-Land treffen– durch Cyberangriffe, terroristische oder kriegerische Attacken. Kraftwerke, Umspannwerke und Übertragungsnetze sind immer das erste Ziel von Infrastrukturattacken und damit Angriffe auf unser täglich funktionierendes und geliebtes Leben. Dass wir ohne Energie weder Strom noch Wärme noch Mobilität haben und vor allem Verteidigungswaffen der Zukunft wie Drohnen und Laser nicht mehr bedienen können, sollte jedem klar sein.

Das erfordert jetzt in der politischen Forderung eine neue Denkweise in der Energiepolitik mit anderen Schwerpunkten. Nur dezentrale, viele tausend Kraftwerke – wie Solar, Wind mit Batteriespeichern und Biogas – sichern die Versorgung in Krisenzeiten.

Versorgungssicherheit kann auch aus Sicht des Heimatschutzes nur dezentral funktionieren.
Zentrale Großkraftwerke werden diese Aufgabe wegen ihrer Infrastrukturabhängigkeit und schnellen Ausschaltbarkeit nicht erfüllen können. Eine Energieinfrastruktur mit Schwerpunkt Zentralkraftwerke würde ein hochentwickeltes Industrieland wie Deutschland ins Mittelalter zurückwerfen, wenn politisch die Energiewende stoppt.

Bereits ein Cyberangriff würde von unserem privaten Sozialleben bis hin zur Energieversorgung und Verteidigungsfähigkeit zu großen Problemen führen. Durch unsere Energiepolitik der Energiewende – in vollendeter und weitergeführter Form, wie bislang, aber mit einem noch größeren Schwerpunkt in Richtung Sicherheit – müssen wir diesem entgegenstehen. Wir brauchen eine konsequente Energiewende – ohne Bremse oder Fragezeichen bei der dezentralen regenerativen Energie, Batteriespeichern und den aus Strom erzeugbaren Kraftstoffen. Wir brauchen jetzt einen konsequenten „Wir-gehen-nach-vorne-Weg“, um die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Erfordernisse in Deutschland umzusetzen.

China und Indien zeigen bei Öl und Gas im großen Stil, wie dieser Weg funktioniert. Sie werden bald unabhängig von Importen, weil sie konsequent auf erneuerbare Energien gesetzt haben. Das sollten auch wir tun – und uns nicht wieder abhängig machen, wie vor dem Ukraine-Krieg von Russland.

Daher fordern wir:

  • Solar- und Windparks mit mindestens 50 % Batteriespeicherkapazität sollten von den negativen Strompreisen gemäß EEG befreit werden, um schnell Batteriespeicher dazu zubauen
  • Mobile und transportfähige Batterie-Container, die auch bei zerstörten Umspannwerken an Netze angeschlossen werden können und sollten extra gefördert werden (Katastrophenschutz-Bonus)
  • Förderung von 50-100%-Speicher-Investitionen zur Sicherung der Energieversorgung in Krisen- und Krisenzeiten, wenn die Speicher mobil sind
  • Nutzung des Solarpakets 1 zur Förderung von Agri-Solar, Sonderbauten, Garagen, Hangar für Drohnen und Laser und militärisches Gerät, um Heimatschutz-Infrastruktur zu ermöglichen
  • Gesetzliche Maßnahmen zur dezentralen Wasserstoff- oder Biogas-Bereitstellung im Notfall
  • Politische Flankierung für Power-to-Gas und Wasserstoff als dezentrale Versorgungsoption
  • Erarbeitung eines H2-Gesetzes 2026, das nationale Versorgungssicherheit und die H2-Technologie Führerschaft Deutschlands stärkt

Ohne politische Weichenstellung entsteht keine deutsche Wasserstoff-Hightech-Industrie.

Billiges Erdgas, LNG-Importe oder ein fossiles „Zurück“ gefährden die Versorgungssicherheit in Krisenzeiten mittel und langfristig. EE-Überschussstrom muss zuerst im Batteriespeicher dezentral zur Netzstabilität und dann für Heimatschutz parallel umsetzbar sein. 25% von EE-Strom sollten im zweiten Schritt zu Power-to-Gas, d.h. H2, umgewandelt werden und in deutsche Erdgasleitungen eingespeist werden. Dann reduzieren sich die Kosten der Stromübertragungsinvestitionen bereits erheblich. Außerdem sollten EE auch für die Wärmeversorgung durch Förderung von Wärmenetzen eine größere Rolle spielen.

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

bevor wir jedoch ein Wasserstoffgesetz am Ende des Jahres 2026 installieren, bitte ich noch einmal die Regierung – speziell das BMWE – mit Nachdruck, das Solarpaket 1 nun in Kraft treten zu lassen. Es ist die erste, schnellste und einfachste Form, um auch Heimatschutzanlagen und Krisenenergieversorgung mit Speichern zu garantieren und die Möglichkeit zu schaffen, über eine leicht erhöhte Einspeisegebühr mobile, dezentrale Energiereserveanlagen zu installieren.

Durch unsere monatelangen Aktivitäten und politischen Forderungen zur Inkraftsetzung des Solarpakets 1, das in Brüssel noch notifiziert werden muss und bei dem es leider lange keine Rückantwort mit dem BMWE gab, haben wir nun jedoch kurz vor Weihnachten einen positiven Ausblick erhalten – vom zuständigen Staatssekretär Stefan Rouenhoff.

In einem sehr positiven Brief per E-Mail, den er uns kurz vor Weihnachten noch zukommen ließ, wurde bestätigt, dass das Solarpaket 1 weiterhin ausdrücklich vom BMWE gewollt ist und die Inkraftsetzung derzeit mit Nachdruck erarbeitet wird.

Wir hoffen, dass das Solarpaket 1 nicht zu spät kommt und in den nächsten drei Monaten in Kraft tritt.

Denn bereits:

  • Hunderte Unternehmen der Projektentwicklung sind in Konkurs gegangen
  • Viele tausend Arbeitsplätze gingen verloren
  • Viele zehntausend Landwirte warten weiterhin mit Nachdruck auf das Gesetz, um hinter ihren Ställen Agrisolar-Anlagen zu errichten und darunter den Auslauf für ihre Tiere zu ermöglichen

Ein weiteres zentrales Problem ist, dass Energiekosten steigen, wenn 20-Megawatt-Anlagen als Obergrenze nach EEG pro Standort bestehen bleiben und nicht mindestens 50 MW oder ohne Begrenzung ermöglicht werden. Denn kleinere Anlagen sind teurer als größere, was wiederum die Strompreise erhöht – obwohl dies von der Regierung nicht gewollt ist. Auch dieses Problem muss politisch beseitigt werden.

Wir werden von unserer Seite weiterhin alles tun, um erneuerbare Energien, Versorgungssicherheit und Heimatschutz zu optimieren – gemeinsam mit unseren Partnern im Wasserstoff-, Biogas- und Flexbereich.

Wir haben uns bereits im Wasserstoffbereich sowie im Biogas- und Flexbereich mit zwei neuen Vorständen in der Energiebereitstellung und Versorgungssicherheit weiter verstärkt.

Im neuen Jahr wollen wir gemeinsam viele positive Akzente in den Markt bringen und wichtige Impulse für Versorgungssicherheit durch erneuerbare Energien setzen.

Ich danke euch für eure Unterstützung und euer Engagement im Jahr 2025. Für das neue Jahr wünsche ich euch Gesundheit, Kraft, Zuversicht und Frieden. Lasst uns den eingeschlagenen Weg konsequent weiterdenken und weitergehen – für unsere Zukunft und unsere Sicherheit.

Ich wünsche euch im Namen aller Vorstände ein sehr gutes Jahr 2026, ein Jahr, das besser wird als das letzte.


Mit herzlichen Grüßen zum Jahresbeginn


euer Peter Schrum
Präsident Bundesverband Regenerative Mobilität

PM: Bundesverband Regenerative Mobilität

PB: Dezentrale EE als Garant der Versorgungssicherheit auch in Krisenzeiten / ©: BRM








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